Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Koks, Nutten und der böse Kater, 23. August 2004
Von den Stones Fans hochgelobt, das klassische Album Sticky Fingers. Die 60er haben außer Brian Jones alle in der Band überlebt. Die Scheibe ist ausgefüllt mit Texten im Drogenjargon, und beschreibt im Grunde den Lebensstil der 5 Herren. Es geht um Nutten (Bitch), Heroin (Brown sugar) und die unvermeidlichen Verluste (Sister morphine, Sway, Wilde horses), die ein solches Leben mit sich bringt. Ist es nicht schön, daß sie (für die meisten von uns) diese Lebensart stellvertretend voll ausschöpften? Die Stücke zeugen von einer (aus dem Abstand angenehmen) Gruseligkeit, die Sex, drugs & Rock'n'Roll erzeugen. Eine dekandente Haltung & Zynismus in einem Stück wie "Dead flowers" werden gepflegt und zelebriert:...and I won't forget to lay dead flowers on your grave. Nein, es ist nicht die Cabrio-Hymne, sondern einfach gehässig. Die Leute, die diese Scheibe auflegen, nachdem sie die inzwischen durch solide Arbeit erschwingliche Harley in ihrer Garage geparkt haben, können noch einmal das Gefühl des harten Rockers und der guten alten Zeiten aufleben lassen... oder ist es doch nicht so schlecht, daß man Montag morgens malochen muß, anstatt den nächsten Dealer aufzusuchen, weil der Stoff aus ist? Musikalisch sind die Stones hier auf ihrem Höhepunkt, was besonders Mick Taylor zu verdanken ist. Sein Gitarrenspiel prägt den Sound des Albums und sein Abgang wenige Jahre später war ein echter Verlust. Auch er konnte diesen "Lifestile" nicht mithalten, und zog die Konsequenzen. Der einzige Stone, der ging und so überlebte. Aber die Scheibe ist klasse, und sie hört sich auch ohne Koks gut an.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
hinternbiss, 11. April 2008
es gibt natürlich kein "bestes" rolling-stones-album, aber dieses ist sehr nahe dran. ich muss mir immer was zu essen machen, wenn ich es höre, so unendlich hungrig klingen diese songs. ein album als beschreibung trotziger lebensgier. leben in zeiten des todes. anders als auf "exile" verlieren sie sich hier nicht in einem zugegeben verführerisch-bösen sound, sondern schaffen eine immer wieder faszinierende einheit von klang, song und interpretation. das swingt und knallt und heult und platzt beinahe vor dringlichkeit. und gerade die nicht-hits, wie "sway" oder "i got the blues" oder "can't you hear me knocking?" haben eine hinterhältige qualität, die einen auch dann noch unvermittelt in den hintern beißt, wenn "brown sugar" sich bereits bis zur gemütlichkeit abgenutzt hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Vorgeschmack auf "Exile on main street", 4. Januar 2007
"Sticky fingers" ist sicher einer DER Höhepunkte in der Karriere der Stones. Wahrscheinlich ist die Scheibe genau so gut wie "Exile on main street" selbst.
Selbst beim schlechtesten Willen lässt sich keine wirklich schwache Single ausmachen.
Meiner Meinung nach sind fast ausschließlich überragende Songs auf "Sticky fingers" zu finden, die sogar nicht eingefleischten Stones-Fans ein Begriff sind. Ich möchte da beispielsweise nur "Brown sugar", "Wild horses", "Sister morphine" oder "Can't you her me knocking" erwähnen.
Weiters absolut Klasse sind "Sway" (bin erst nach mehrmaligem Hören draufgekommen, WAS für ein KLASSEsong das ist!), "You gotta move" (ein exzellent gecoverter Schwarzer-Sklaven-Blues; wenn ich das so nennen darf... Man kann sich direkt vorstellen, wie das die Sklaven bei der Feldarbeit, unter der drückenden Mittagshitze gesungen haben, ohne, dass ich diese dunkle Epoche auch nur in irgendeiner Weise glorrifizieren möchte oder so!!).
Auch sehr nett anzuhören ist natürlich "Bitch", das auch live nicht selten zum Besten gegeben wird. "Dead flowers" schließlich ist auch so eine Single, in die man sich binnen kürzester Zeit schwer verlieben kann.
Einzig "I got the Blues" und "Moonlight mile" finde ich persönlich nicht ganz so toll, wobei in einem Atemzug gesagt werden muss, dass das wirklich keine schlechten Songs sind.
Insgesamt habe ich selten ein ebenso starkes Album wie "Sticky fingers" gesehen.
Wie Stones-Fans wissen, sind auf der Platte erstmals die Bläser-Arrengements (mit Bobby Keys und Co) zu hören.
Auch das berühmte Emblem, der Zungenmund, ist zum ersten Mal (im Booklet) zu sehen, der von keinem Geringeren als Andy Warhol stammt.
Fazit: Unbedingt kaufen!!!
Ein Meilenstein der Rock-Geschichte. Auch für Nicht-Stones-Fans absolut empfehlenswert!!
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