Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Weezers Eintrittskarte in den Olymp, 8. August 2005
Mit Pinkerton, dem zweiten Album von Weezer, ist die Band sozusagen hörbar erwachsen geworden. Gleichzeitig haben sie die Messlatte für die späteren Veröffentlichungen damit aber auch derartig hoch angelegt, dass es praktisch unmöglich für sie sein wird, diese Leistung zu übertreffen. Die Beach Boys taten das Gleiche mit "Pet Sounds", Radiohead mit "OK Computer" und David Bowie mit "Ziggy Stardust". Weezer sind also in bester Konkurrenz... Wieder sind nur zehn Songs auf der CD, aber irgendwie 'fühlt' es sich nach mehr an. Nicht im schlechten Sinne, wohlgemerkt! Ich habe keine Ahnung wo Rivers diese Melodien hergeholt hat, aber wo immer das war, möchte ich auch sein. Pinkerton lässt sich sehr schwer beschreiben, aber ich versuch's mal:"Across the Sea" ist einer dieser seltenen Songs, die die Kraft haben, dich für an ein paar Minuten einen anderen Ort zu bringen und danach unsanft irgendwo anders wieder abzusetzen. Nur, um dann vom nächsten Song "The Good Life" wieder aufgesammelt zu werden und mit dem akustischen Closer "Butterfly" sanft zu landen. In diesem Sinne ist diese CD gewissermaßen eine Art Reise, auf die man sich begibt. Ein Abenteuer. Hier hat man auch das rare Gefühl, ein Gesamtwerk zu hören und nicht, wie bei "Maladroit" oder "Make Believe" einfach nur eine Ansammlung von -mal guten, mal weniger guten- Songs. Zwar braucht dieses Album etwas länger, um sich bemerkbar zu machen (der Eindruck beim ersten Hören kann sehr enttäuschend sein), doch man wird in einer Form belohnt, die man vielleicht gar nicht erwartet hat. "Tired of Sex", "Pink Triangle", "No other one"...alles Songs die mit einem Wort *endgültig* sind...und das Artwork natürlich auch! Nicht zögern, sondern kaufen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein sensibles Kunstwerk für Ohren und Augen, 9. August 2004
Es gibt nicht viele Platten, die einen in den Sessel drücken oder überreden, den Tag vielleicht doch im Bett zu verbringen.Nur ein Jammer, dass man dafür einerseits zu lange warten musste oder das Resultat viel zu knapp ist. Weezer erfüllte seinerzeit beide Mankos und lieferten nichts desto Trotz ihr wohl bestes, subtilstes und atmosphärisch bezaubernstes Album ab. Vergleiche zum Vorgänger sind überflüssig, fast untersagt, denn was die Mannen um Rivers Cuomo mit Pinkerton geschaffen haben ist Poesie für das Ohr, als auch für das Auge. Das beginnt bereits mit dem fulminanten Holzschnitt des japanischen Künstlers Hokusai, dessen Werk das Cover ziert. Es scheint, dass das Land der aufgehenden Sonne einen tiefen Einfluss sowohl auf die Aufmachung als auch das Songwriting hatte. Schließlich besingt Cuomo mit seiner einnehmenden Stimme die Erlebnisse mit japanischen Fans und hin und wieder vernimmt man auch die Stimme einer japanischen Dame, die zu Beginn eines Stücks leise in das Ohr des Zuhörers flüstert. Die Produktion ist rauher und subtiler geworden, die Stücke an sich härter, abwechslungsweise melancholisch beschwingend und filigran, zum Greifen nah. Bis auf die vollkommen übertriebene Kürze von 10 Songs stimmt alles. Cuomos Texte sind wie aus dem Leben gegriffen, lassen einen schmunzeln aber auch nachdenklich und traurig werden.Das nach einem Höhepunkt oft ein retardierendes Moment folgen kann, zeigte sich an den nachfolgenden Platten, die nicht schlecht sind, jedoch nicht mehr an das anknüpfen konnten, was mit Pinkerton geschaffen wurde.Vielleicht war das auch nicht die Intention. Vielleicht wollten Weezer einfach nur beweisen wie mannigfaltig sie sind. Da auf Pinkerton die Hits à la Buddy Holly oder die vom letzten Album Maladroit ausgekoppelte Single Keep Fishin' fehlten, fand es nicht den Anklang wie es das Blaue Album 1994 hatte. Vielleicht kann man die Musik Weezers mit der Malerei vergleichen. Nach einer blauen,stimmungsvollen Periode folgt die dunklere, depressivere und an Genialität kaum zu überbietende Periode, die zwar nicht jeden anspricht, dennoch den Menschen, der ein Auge dafür hat in dieser Periode auch etwas Schönes zu erkennen, zufrieden in sein Bett sinken lässt.Man kann nicht alles haben, doch manchmal genügt wenig um glücklich zu sein.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Weezer-Kritik (zehnmal kurz und prägnant), 4. Oktober 2004
1. Das Weezer-Album ist nicht zu kurz. In den knapp 35 Minuten steckt mehr drin als in manchem Album, das doppelt so lang ist.2. Es ist kein Gute-Laune-Album, sondern eins zum Mitfühlen. 3. Es ist das beste Album von Weezer, sowohl vom Cover als auch von den Songs. 4. Es ist das Album mit den besten Love-Songs, die ich je gehört habe. 5. Ich hatte mir die beiden ersten Alben mal von einem Freund ausgeliehen, fand beide gut, aber Pinkerton besser, weil abgefahrener. Da sind unvergessliche Melodien und Texte drauf, die meisten Lieder steigern sich in ihrem Verlauf bis zum Ende. 6. Ich kenne nicht viele Alben, die mir so durchgängig gefallen. Die Skip-Taste kann man hier getrost vergessen, nach schwachen Tracks sucht man vergeblich. 7. Meine persönlichen Lieblingslieder sind „Across The Sea" und "The Good Life". 8. Man kann sich Pinkerton nicht in jeder Stimmungslage anhören. Beim ersten Hören mag es einem seltsam und schräg erscheinen, aber wenn man sich die Platte ein paar Mal angehört hat und sich damit identifizieren kann, hat man sich schnell in sie verliebt. 9. Es ist düster, rau, manchmal verbittert und verzweifelt, und es kann einen runterziehen, aber es steckt auch Hoffnung drin, auf jeden Fall eine Menge Gefühl. 10. Pinkerton rules!
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