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Wer Edie Brickell um ihrer rockigen Bohemien-Attitüde willen mochte, muß sich in Picture Perfect Morning erst einfühlen. Durch edlere Politur haben die Songs an kokettem Charme eingebüßt. Dafür sind neue Facetten zu entdecken: Das grandiose Another Woman's Dream pulsiert lässig funky, greift wie In The Bath auf Graceland-Kniffe von Ehemann und Produzent Paul Simon zurück; balladesk schmeichelt Lost In The Moment, Schlafzimmer-Soul mit Barry White verspricht Good Times, und das cremig-jazzige Stay löst sie ein. Allemal ein attraktives (Song-) Bild.
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Das Album "Shooting Rubberbands At The Stars" etablierte 1988 den Namen der jungen Texanerin Edie Brickell in der Popwelt. Es wurde mit ihrer damaligen Band New Bohemians eingespielt und verkaufte sich zweieinhalb Millionen Mal. Eher enttäuschend geriet der Nachfolger "Ghost Of A Dog" (1990), danach zog sich die Sängerin aus der Öffentlichkeit zurück. Inzwischen lebt sie in New York und ist mit Paul Simon verheiratet. Vor kurzer Zeit gab es erstmals wieder ein musikalisches Lebenszeichen von ihr, in Form zweier Songs auf Rob Wassermans "Trios"-Album. Und jetzt legt Edie Brickell ihr Solodebüt vor. Simon und sein langjähriger Tontechniker Roy Halee kümmerten sich um die Produktion. Elf Songs schrieb die Angetraute, und sie begleitet sich auch selbst auf der akustischen Gitarre. Doch vom verspielten Folkrock der New-Bohemians-Platten ist der "Bilderbuchmorgen" weit entfernt. Die beiden Produzenten verpackten die wunderbar melodischen Kompositionen in kongeniale Pop-Arrangements, die dem Album vermutlich ansprechende Verkaufszahlen garantieren werden. Singleformat haben allemal die Eröffnungs-Songs "Tomorrow Comes" und "Green". "When The Lights Go Down", "Good Times" oder "Olivia" würden jeder Radio-Playlist ebenfalls gut anstehen. Und ihre charmant greinende Kleinmädchenstimme hat Edie Brickell erfreulicherweise auch nicht verloren.
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