Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Band Popol Vuh um Florian Fricke wurde in den frühen 70er Jahren durch ihre Soundtracks für die Filme von Werner Herzog bekannt. Der Sampler
In The Gardens Of Pharao macht deutlich, warum man das Trio als Erfinder der Newage-Music bezeichnet: in sphärischen Kompositionen singen Synthesizer-Chöre schwebende, minimalistische Melodien, unterfüttert mit Panflöte, Klavier, Gitarre und last not least der Orgel der Stiftskirche Baumburg.
So abgegessen das Feld der kosmischen Musik zu sein scheint, so überraschend frisch wirkt dieses Album. Vor allem der zusätzliche Einsatz von Perkussion und Kongas verhindert, dass die elektronischen Oratorien zu Ambient-Tranquilizern verkommen. Sie entfalten sich stattdessen im Kopf wie Landschaftmalerei: Wüsten, Felsen, über die exotische Vegetation wuchert, ummauerte Gärten, durch die träge Flüsse ziehen, in der Stunde des Mittags, zu der die Dinge keinen Schatten werfen und eine rote Sonne im Zenit steht wie ein Mysterium, das kurz davor steht, sich zu enthüllen. --Björn Quiring