Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Etikettenschwindel, 15. Februar 2009
In einem Satz: Ich war enttäuscht. Hätte ich für das Buch Geld bezahlt - das ist nicht nötig, (noch) kann man es sich gratis herunterladen: der Webshop steht anscheinend immernoch nicht -, ich hätte mich geärgert. Ich sollte allerdings auch erwähnen: Ich bin kein Freund von Management-Literatur. Jörg Weisners "Erfolgreiche Gewohnheiten: Vergiss Selbstdisziplin, erfolgreiche Gewohnheiten bringen Dich voran" fand ich vor allem wegen des Untertitels interessant. Ich hatte mir erhofft, im Sinne von Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin von Sascha Lobo und Kathrin Passig etwas davon zu hören, dass der Mensch ohne große Veränderungen seiner selbst erfolgreich sein kann - sei es durch Anpassung seiner Umwelt oder schlicht durch die Akzeptanz seiner selbst.
In Wirklichkeit liegt dem Buch aber ein Etikettenschwindel zu Grunde. Dieser Verdacht kam mir erstmals in der Einleitung bzw. auf S. 64: Hier schreibt Weisner, dass jedermann zu jeder Zeit "100% diszipliniert" sei. Damit wird der Begriff "Disziplin" natürlich vollkommen entwertet, zu einer leeren Worthülse. Weisners Erfolgsrezept liegt aber natürlich auch in einer Form von Disziplin, nur dass er einen anderen Begriff dafür verwendet: Gewöhnung. (Er spricht zwar stets von den "Gewohnheiten" als seien diese schon da, aber ein gut Teil des Buches befasst sich mit dem Aneignen dieser "Gewohnheiten" - die ja gar keine endogenen Gewohnheiten sondern externe Verhaltensmuster sind, an die man sich durch Konditionierung gewöhnt.)
An anderen Stellen im Buch finden sich Aussagen, dass Gewohnheiten keinen Spaß machen müssen (S. 73) - als Beispiel wird das Zähneputzen genannt.Natürlich kann man da nur zustimmen: Das Zähneputzen ist eine nütz liche, sogar notwendige Gewohnheit. Ich stelle nicht in Abrede, dass diese Methode funktionieren kann; nur hat sie eben doch etwas mit Disziplin zu tun, und richtet sich nicht gegen diese. Denn zur Aneignung der "Gewohnheiten", also zur Konditionierung, benötigt man "Motivation" (im Jargon des Autors) bzw. eben Disziplin. Damit befasst sich denn auch der Teil des Buches, den ich als "Werbeprospekt" bezeichnen würde: Die gefühlte Hälfte des Buches bezieht sich auf eine Design-Armbandkollektion (!) mit wechselbaren Anhängern, der mir vorher völlig unbekannten Yukon-Kollektion von TeNo. Die Anhängerchen dienen der Selbstmotivation (anders gesagt also einem Instrument der Selbstdisziplinierung). In der zweiten Buchhälfte bewirbt der Autor dann noch die Vorzüge des Kieser-Trainings. Da fragt man sich dann schon, wie unbestechlich dieses Buch ist. Zwei Sterne für eine wenig originelle Methode - Konditionierung kannte schon Pawlow.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein schlechtes Gewissen mehr, 4. Januar 2009
Jeder von uns kennt das: Wir nehmen uns vor, etwas in unserem Leben zu verändern. Wir wollen mehr Sport treiben, abnehmen oder uns mehr Zeit für Freunde und Familie nehmen. Doch oft sind die guten Vorsätze schon nach wenigen Tagen dem Alltag zum Opfer gefallen. Wir halten uns dann für undiszipliniert und machen uns selbst Vorwürfe.
Der Autor des Buches hat mir die Augen geöffnet, dass es nicht um Disziplin geht, sondern um Gewohnheiten, die uns erfolgreich machen. Um eine neue Verhaltensweise zu einer erfolgreichen Gewohnheit werden zu lassen, sollten wir sie eine Zeit lang konsequent anwenden. Der Autor schlägt dafür 21 Tage in Folge vor. Er nennt dies eine Challenge (engl. Herausforderung).
Sehr authentisch berichtet der Autor von den eigenen Erfahrungen mit neuen Gewohnheiten, von den Herausforderungen, den Hemmnissen und natürlich den Erfolgen. Ein wichtiges Hilfswerkzeug zum Einüben der neuen Gewohnheiten ist ein Armband, an dessen Elementen man den eigenen Fortschritt jederzeit erkennen kann. Ich habe es selbst ausprobiert: Es funktioniert fantastisch: Das Armband zeigt jederzeit an, wie viele Tage man bereits von den 21 Tagen geschafft hat und spornt an, die Herausforderung auch zu Ende zu bringen. So habe ich es nach 21 Tagen geschafft, eine gewisse Ordnung einzuhalten.
Das Buch liest sich sehr angenehm. Durch die vielen Geschichten kann man sich die wesentlichen Punkte leicht merken. Im letzten Teil des Buchs gibt es viele Praxis-Tipps, Literatur-Hinweise und Links zu weiterführenden Webseiten. Aufgelockert wird das Buch durch einige Fotos des Autors, die jeweils einen Bezug zu den Geschichten im Buch haben. Das Buch hat ein praktisches, kompaktes Format, so dass man es auch gerne zum Lesen unterwegs mitnimmt.
Sehr innovativ finde ich die Tatsache, dass es zum Buch gleich eine Community gibt. Hier können sich die Mitglieder austauschen und gegenseitig unterstützen. Ein paar Hundert Mitglieder haben sich schon kostenlos registriert.
Mein Fazit: Sehr authentisch. Keine Theorie, sondern gelebte Praxis.
Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Zu viel Werbung, 9. Januar 2009
Mir drängt sich das Gefühl auf, dass der Autor hier ein Buch um ein Produkt (die teuren Armbänder) herum geschrieben hat. Dieser Trend ist zunehmend zu beobachten und ich halte ihn nicht für hilfreich.
Bücher sollten journalistische Werke sein und nicht nur dem Zweck dienen, ein Produkt zu verkaufen.
Die Idee, ein Armband zu nutzen, ist nett, aber eben nicht neu. Und auch wenn der Autor die Armbänder gut anpreist, kann man auch erfolgreich sein ohne 400 Euro auszugeben.
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