Kurzbeschreibung
Wer die Neue Medizin nach Dr. Hamer kennenlernt und versteht, hat oft ein Gefühl das Blinde haben müssen, wenn sie plötzlich sehen können. Alles rückt an seinen Platz, wird klar und verständlich. An die Stelle der vielen "eventuell", "wahrscheinlich" oder "möglicherweise" der Ärzte treten nachvollziehbare biologische Gesetze. Und dennoch ist die Neue Medizin nicht einfach. Je tiefer man in die Materie einsteigt, um so komplizierter erscheint oft die detektivische Suche nach den Konflikten. Noch schwieriger wird es allerdings, wenn es um die Lösung derselben geht. Sollte man überhaupt jeden Konflikt immer und auf jeden Fall lösen? Wie löst man Konflikte? Und was passiert, wenn man sie nicht lösen kann? Dieses Buch hilft bei der Beantwortung dieser Fragen. Neben einer ausführlichen Einführung in die Neue Medizin werden Konflikte und ihre Lösungen in 21 Kurzgeschichten dargestellt, die auf authentischen Erlebnissen basieren. Ein Lexikon der neuen Medizin vervollständigt schließlich dieses kompakte und hilfreiche Handbuch.
Auszug aus Faktor-L Handbuch Neue Medizin. Die Wahrheit über Dr. Hamers Entdeckung. Konflikte Auslöser Verlauf bei Krebs und anderen heilbaren Krankheiten. Mit ... in die neue Medizin von Andreas Kroitzsch von Monika Berger-Lenz, Christopher Ray, Andreas Kroitzsch. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Julian war untröstlich. Seit Stunden weinte er bitterlich in seinem Zimmer, ab und zu hörte er auf zu schluchzen, nach ein paar Minuten wurde sein Weinen wieder lauter. Julian war zwölf Jahre alt. In so einem Alter lässt man sich nicht beim Weinen erwischen. Deshalb verließ er sein Zimmer schon den ganzen Tag nicht. Die Schule hatte er heute einfach geschwänzt, es war ihm egal gewesen. Seine Eltern wussten das noch nicht, aber sie würden es bald erfahren. Doch auch das war Julian egal. Julian wollte am liebsten keinen mehr sehen und keinen mehr hören. Julian weinte um seinen kleinen Kater. Feivel war tot. Julian konnte es noch immer nicht fassen. Eine Woche lang hatte er um sein Leben gekämpft. Der mutige kleine Kater, gerade ein Jahr alt und noch nicht richtig ausgewachsen, hatte nicht so einfach aufgegeben. Doch zum Schluss hatte er es nicht geschafft.
Julian schluchzte wieder lauter. Vor einer Woche hatte ein Autofahrer Feivel erwischt. Eigentlich waren nur 30km/h auf der Straße erlaubt. Doch das interessierte kaum jemand. Und Feivel war jung und unerfahren. Statt in den Gärten herumzustreunen zog es ihn immer auf die gegenüberliegende Straßenseite auf das alte Industriegebiet. Julian hatte seinem kleinen Kater vertraut. Er war doch clever, da würde nichts passieren. Dann war es passiert. Ein Nachbar hatte geklingelt. "Da liegt eine Katze auf der Straße, verletzt. Ich glaub, das ist eure." Diese Worte würde Julian nicht wieder vergessen. Eine eisige Faust hielt seinen Magen umklammert. Das Blut wich ihm aus dem Schädel und er rannte sofort an die bezeichnete Stelle. Da lag Feivel. Auf der Seite. Aus seinem Maul rann Blut, aber er lebte noch. Vorsichtig hob Julian ihn auf. Tränen schossen ihm in die Augen. Ganz vorsichtig nahm er ihn und trug Feivel behutsam in die Wohnung. Dann rief er seine Mutter an. Sie musste dringend mit Feivel zum Arzt fahren.
"Sieht nicht gut aus. Seine Lunge ist verletzt und wahrscheinlich hat er auch sonst noch innere Verletzungen. Ich würde seinem Leiden ein Ende bereiten." Wütend starrte Julian den Arzt an. "Sie wissen ja nicht einmal, was er alles genau verletzt hat, wie können sie dann sagen, dass sie ihn töten wollen. Was sind sie für ein Arzt." Tränen standen dem Jungen schon wieder in den Augen. Diesmal waren es teilweise Tränen des Zorns. Seine Mutter legte ihm beruhigend den Arm auf die Schultern. "Dr. Kremer will Feivel helfen. Bitte beruhige dich."
Feivel lag währenddessen auf der Seite. Ein Schmerzmittel hatte ihm scheinbar etwas geholfen. Er schnurrte sogar kurz, als Julian zart sein Köpfchen streichelte. Julian wusste, dass Katzen oft auch aus Schmerzen schnurrten. Sein Herz krampfte sich ihm zusammen. "Wir nehmen ihn wieder mit nach Hause, ja Mama? Vielleicht erholt er sich und es geht ihm bald besser. Er wird gesund. Ganz sicher. Er muss einfach."
Eine Woche hatte der Kampf gedauert. Julian war Feivel nicht von der Seite gewichen. Immer wieder streichelte er ihn, dabei stellte er sich unwillkürlich vor, wie Feivel das Auto auf sich zukommen sah. Gnadenlos rollte es auf ihn zu, bremste nicht, war zu schnell. Wie geläöhmt musste Feivel ihm entgegengeblickt haben, unfähig, wegzuspringen. Und dann erwischte es ihn. An dieser Stelle schlug Julian sich regelmäßig die Hände vors Gesicht und schluchzte. Er fühlte die Angst des kleinen Katers körperlich.