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4.0 von 5 Sternen
Die Hauptfigur nervt uns mit Problemen..., 23. September 2003
Viel hatte ich schon von den Büchern vom Schreiberteam Ella Kensington gehört und begann meine erste Neugier mit "Mary" zu stillen.Der Erzähler Michael besucht das Ella Kensington-Camp um dort an einem Seminar teilzunehmen. Witziger Weise findet hier jedoch kein Seminar statt und er zweifelt daran, das dieser Aufenthalt ihm wirklich etwas bringen würde. Zermürbende Gedanen halten ihn davon ab, die Schönheit der Anlage und der Umgebung zu geniessen. Erst durch den Kontakt mit anderen Camp-Bewohnern wird er immer wieder auf deren zufriedene, glückliche Art aufmerksam und fragt sich, "wie die das wohl schaffen". Zweifelnd, ob er bleiben oder Abreisen soll begegnet er ihr - seiner absoluten Traumfrau. Somit war ein guter Grund gefunden, doch noch zu bleiben und die Geschichte nimmt ihren lauf. Besser gesagt ist sie schon mittendrin: Michael hängt ständig in Gedanken, dass sie ihn nicht attraktiv oder interessant finden würde oder welchen Grund auch immer - denn er hat immer einen Grund die Angelegenheit negativ zu sehen. Das ist es, worum diese ganze Geschichte geht: Warum wir Menschen Probleme haben, bzw. wie wir es immer wieder schaffen, ums Probleme zu schaffen. Welche Gedankenmuster halten uns davon ab, das zu tun oder zu sein, was wir wirklich sein wollen: unsere eigenen negativen und völlig sinnlosen Gedanken, die uns von unseren gemeinsamen, alleinigen Ziel abhalten: Glücklichsein. In dieser Geschichte, wird Michael von seiner Traumfrau eine Geschichte erzählt: Es handelt sich um Mary, ein Wesen das durch den Weltraum zieht und auf unseren kleinen, wuseligen Planeten aufmerksam wird. Mary, ein reines Energiewesen findet es reichlich lustig, wie die Menschen hier vor sich hin wuseln, sich Probleme schaffen und Enttäuschungen erleben. Denn es stellt sich als verdammt schwieriges Unterfangen heraus, einem Energiewesen, das frei von Zeit und Raum existiert klar zu machen, wie man sich eigentlich Probleme und Erwartungen schafft. Diese Herangehensweise an dieses uns allen bekannte Thema ist äussert amüsant und voller Überaschungen! Anfangs ging mir der liebe Michael mit all seinen Problemen und seiner Negativität reichlich auf die Nerven und teilweise konnte ich beim Lesen nur noch die Augen rollen... Doch bei genauerem Hinsehen konnte ich verstehen, daß man diesem Menschen soviel Pessimismus anhängen musste - denn letztlich ist er ein Spiegel für alle kleinen Probleme, die Du und ich so haben - und das musste somit auch der letzte Leser begreifen können. Schon bei den ersten Ansätzten dieser Geschichte, in denen verschiedene Leute versuchen, Michael bei seinen Problemen zu helfen, erahne ich was Ella Kensington uns sagen/schreiben willl - Gedankenmuster erkennen und auflösen. NLP und Avatar lassen grüssen! Und tatsächlich wird die Neurolinguistik am Ende auch angesprochen und auf den Punkt gebracht und erklärt anhand von Beispielen, wie man es schaffen kann, sich gedanklich umzuprogramieren. Dennoch gilt es hierbei nochmals zu betonen: ohne Fleiß kein Preis. Für mich ist diese Geschichte klarer zu verstehen, als alle NLP- oder Avatar-Arbeitsbücher, in denen ich immer krampfhaft versuchen soll, meine blöden Gedankenmuster zu erkennen. Und ausserdem ist das ganze in einer derart unglaubliche Liebesgeschichte verpackt, die einfach nach der einzigen, großen und wahren Liebe schreit, das man maßlos ins Träumen gerät und spätestens jetzt die "unbändige, göttliche Lebenslust" in jedem Leser geweckt ist. Im Übrigen gibt es dieses Ella Kensington-Camp wirklich. Bei Barcelona (Spanien) kann man wohl auch einige der vorgestellten Figuren tatsächlich treffen und das ganze fängt jetzt wirklich mir einem Seminar an. Toll, vielleicht schwirrt ja auch Mary da rum...?
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