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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der etwas andere STAR TREK Roman, 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Die Gesetze der Föderation (Broschiert)
Wie ich schon im Titel schrieb, dieser Roman unterscheidet sich von allen anderen. Er spielt nämlich auf keinem Raumschiff, und die Hauptcharaktäre kennen wir auch aus keiner im TV erschienenen Serie. Hier dreht sich alles um Politik, um die Politik der Föderation. Der Leser begleitet die Föderationspräsidentin Nan Bacco durch das erste Jahr in ihrem neuen Job. Und natürlich läuft nicht alles rund, Bacco muss viele Krisen und Probleme bewältigen. Sei es ein nicht ganz nach Protokoll verlaufener Erstkontakt, oder erneute Konflikte zwischen Klingonen, Romulanern und Remaner oder auf sie kommen auch die dunklen Machenschaften ihres Vorgängers zurück.
Was mich am Charakter von Nan Bacco etwas stört, sie ist zu perfekt dargestellt, trifft keine einzige falsche Entscheidung, moralisch und rhetorisch ist sie allen anderen Politikern überlegen, sie wird hier einfach als die perfekte Übermutter der gesamten Föderation beschrieben. Meiner Meinung nach wurden ihr zuviele positive Eigenschaften gegeben, sie wirkt dadurch einfach irreal. Es wird ebenfalls erklärt, wie die Instanz "Föderation" aufgebaut ist, wer welche Entscheidungen zu treffen hat, wie sich wichtige Entscheidungsgremien zusammensetzen,... Auch in Sachen Journalismus im 24. Jhd. bekommt man einen interessanten Einblick.
Ein Kenner des ST-Universums hat sicherlich seine Freude an diesem Buch, denn es gibt viele kleine Anspielungen auf die TV-Episoden, es kommen auch eine Menge bekannte Charaktäre (Alexander, Admiral Ross, Joseph Sisko,....) vor. Aber es wird in diesem Buch auch stark auf Ereignisse Bezug genommen, welche in anderen ST-Romanen beschrieben wurde. Vor allem die "A time to..." Reihe, welche leider nie auf Deutsch erschienen ist, sollte man gelesen haben, damit man weiß, warum Baccos Vorgänger Min Zife zurückgetreten ist. Es wird zwar auch in diesem Roman kurz erwähnt, trotzdem erhält man kein vollständiges Bild von den ganzen Ereignissen, auf denen dieser Roman aufbaut. Weiters noch werden Ereignisse der DS9-Relaunch Romane erwähnt, welche noch nicht auf Deutsch erschienen sind. Und auch den ersten Roman der TITAN Reihe sollte man kennen, weil auch auf ihn Bezug genommen wurde. Aber dennoch, als Kenner des ST-Universums und mit Hilfe von Google kann man diesen Roman auch problemlos genießen, ohne die ganze Vorgeschichte zu kennen. Ein Kritikpunkt ist allerdings noch, gleich zu Beginn des Buches (die ersten paar Kapitel) gibt der Autor sehr viele Namen an, von verschiedenen Ratsmitgliedern und Journalisten, es werden viele neue Spezies erwähnt, zuviel meiner Meinung nach, weil es schon schwer war, zu verfolgen, wer jetzt wer ist und wer welche Aufgabe hat, weil man einfach zuviele Namen vorgesetzt bekommt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aufschlussreicher Einblick in die Hallen der Macht der Föderation, 26. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Die Gesetze der Föderation (Broschiert)
Es ist schon eine Woche her, seitdem ich "Die Gesetze der Föderation" zuende gelesen habe. Meine Bewertung dieses Romans stand schon fest, aber ich habe lange gehadert, was ich denn in einer Rezension ansprechen sollte. "Gesetze" überrascht im positiven Sinne, nicht nur, weil der Roman sich von den meisten "Star Trek"-Geschichten abhebt, sondern auch weil er die gleichen Stilmittel, die Keith R.A. DeCandidos "The Next Generation"-Erzählung "Quintessenz" für mich zu einem vergessbaren Band dieser Reihe machten, auf hervorragende Weise einsetzt und mit genau diesen Mitteln erst zu einem interessanten Roman wird.
"Die Gesetze der Föderation" besteht aus Momentaufnahmen eines Jahres des politischen und öffentlichen Lebens in eben jener Vereinigten Föderation der Planeten, die das Grundgerüst und das politische sowie moralische Fundament der "Star Trek"-Serien darstellt, aber bis zu diesem Roman weitestgehend im Hintergrund verweilte. Anders als in den üblichen "Star Trek"-Geschichten stehen nicht das Militär und die Erforschung galaktischer Phänomene im Vordergrund, sondern das Handeln einer zivilen Gesellschaft, die sich über mehr als hundert Völker erstreckt, oftmals in interplanetare Konflikte verwickelt ist und stets darauf bedacht ist, das Leben innerhalb ihrer Bevölkerung und mit den galaktischen Nachbarn so positiv wie möglich weiterzuentwickeln.
Die Administration der Hauptfigur, der erst kürzlich ins Amt gewählten Präsidentin Nanietta Bacco, ist damit auf Diplomatie, Kompromissbereitschaft und geschickte Zusammenarbeit mit Journalisten angewiesen--Bacco und ihre Mitarbeiter bestreiten Konflikte mit Worten statt Waffen, machen ihren Mit- und Gegenspielern oftmals Zugeständnisse, um ihre Ziele trotz Gegenwehr noch erreichen zu können und müssen ab und an untragbar gewordene Personen zum Rücktritt zwingen, anstatt sie in filmreifen Explosionen mit ihrem Leben bezahlen zu lassen. Insofern ist "Gesetze der Föderation" ein Roman, der auf die Urtugenden von "Star Trek"--dass Worte mächtiger als Waffen sind und Diplomatie für ein Zusammenleben höchst unterschiedlicher Personen und Völker viel wichtiger ist als bewaffneter Konflikt--zurückgreift und damit einen schönen Gegenpol zu den letzten Filmen und Büchern, besonders des Borg-lastigen "Next Generation"-Relaunchs, bildet.
DeCandido setzt in diesem Roman dieselben stilistischen Mittel ein, die er schon in seinem vorherigen Werk verwendete. Während "Quintessenz" unter dem Ansporn, zusammenhanglosen Ereignissen einen gemeinsamen Fokus zu verleihen, dem sehr lockeren und für Sternenflottenoffiziere nicht angemessenen Dialog und der Verwendung vieler Schauplätze und Charaktere litt, haben diese Mittel auf "Gesetze" eine sehr positive Wirkung. Die--oftmals zum ersten und wohl einzigen Mal in der "Star Trek"-Literatur auftretenden--Figuren sind gut gezeichnet, dürfen statt dem üblichen theatralischen Dialog locker und frei heraus sprechen, bieten so einen interessanten Querschnitt der Föderations-Zivilisten. Der Roman vermischt scheinbar wahllos mondäne mit überaus kritischen Ereignissen, hält dabei aber stets seinen Fokus auf der Arbeit Baccos und ihrer Mitarbeiter, die sich im Laufe der Erzählung zu einer klaren Regierungslinie herauskristallisiert. Auch auf die journalistische Arbeit und die Reaktionen zufällig ausgewählter Bürger geht der Roman ein, um die Regierung aus dem Blickwinkel der Regierten zu betrachten.
Trotz des im Grossen und Ganzen interessanten Romans möchte ich "Gesetze der Föderation" aber nur vier Sterne verleihen, weil es noch einige Kritikpunkte gibt. Einige Erzählstränge--darunter ein paar, die ich besonders interessant fand--verlaufen leider im Sand und werden einfach nicht zufriedenstellend aufgelöst; der Roman löst sich von diesen Ereignissen, sobald die Regierung nicht mehr direkt an deren Bearbeitung beteiligt ist, obwohl die weitergehende Entwicklung in diesen Belangen für den Leser noch sehr interessant hätte sein können. Darüber hinaus gibt es eine erschreckende Anzahl an griesgrämigen Figuren in diesem Roman. Nan Bacco selbst wird als willenstarke Frau gezeichnet, die aber auch Fehler eingestehen kann; nicht wenige andere Charaktere hingegen zeigen eine nervende "Us vs. Them"-Mentalität auf, die in der "Star Trek"-Zukunft zumindest innerhalb der Föderation eher als Ausnahmeerscheinung, in "Gesetze der Föderation" aber als alltäglich gezeichnet wird. Ich bin zwar kein Vertreter Gene Roddenberrys utopischen Zivilisationsideals, aber ein wenig mehr "wir ziehen alle an einem Strang"-Gefühl hätte den Föderations-Akteuren dieses Romans sicher nicht geschadet.
Im Nachhinein bin ich überrascht, eine Studie der politischen Szene von "Star Trek" so interessant zu finden. Politikverdrossene und/oder actionfreudige Leser können "Die Gesetze der Föderation" getrost anderen Käufern überlassen; Weichen, die Ereignisse in zukünftigen "Star Trek"-Romanen entscheidend beeinflussen, werden hier wohl gestellt, dürften aber in folgenden Werken nochmals rekapituliert werden. Als Überblick des zivilen Lebens aber ist "Gesetze" ein empfehlenswertes Buch, das die Sorge um das Bestehen der Föderation und der Öffentlichkeit, die der Leser in diesem Band kennenlernen darf, beim Lesen der derzeit aktuellen "Destiny"-Trilogie noch weiter schürt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr guter Einblick in den politischen Bereich der Föderation, 12. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Die Gesetze der Föderation (Broschiert)
Den Stoff dieses Buches hätte ich mir als Fernsehserie gewünscht. Ich bin ein großer Fan des Star-Trek-Universums. Die politischen Aspekte kamen mir aber immer zu kurz. Dieser Roman füllt diese Lücke in meinen Augen sehr gut. Man erfährt hier, wie das politische System der Föderation aufgebaut ist und hat einen wirklichen guten Eindruck von der Artenvielfalt der Allianz. Besondern Spaß haben mir die Auftritte des tellaritischen Ratmitglieds gemacht. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung. Ich finde diesen Roman interessanter als die hochgelobte und sicherlich auch gute Destiny-Trilogie.
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