Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
erhellende Lektüre - unbedingt lesen!, 11. Juni 2008
Das Geschehen in der Finanzwirtschaft ist für die meisten von uns ein Brief mit sieben Siegeln. Deren Aktivitäten erschließen sich nur eingeweihten Experten. Und dennoch hat was in der Finanzwirtschaft geschieht folgenschwere Konsequenzen für alle Bürger. Viele politische Entscheidungen werden auf die Anforderungen der Finanzindustrie zugeschnitten. Hauke Fürstenwerth unternimmt in "Geld arbeitet nicht" den Versuch, das Mysterium Finanzwirtschaft für Normalbürger mit geringen Kenntnissen in Wirtschafts- und Finanzfragen zu erhellen. Er beschreibt einführend, wie und mit welchen Instrumenten die Finanzwirtschaft die Finanzierung des Geschehens in der Realwirtschaft sichert. Neben dieser Grundfunktion übernimmt die Finanzwirtschaft die Aufbewahrung und Verwaltung von Geldern, die nicht in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden. Fürstenwerth gibt einen detaillierten Überblick, wer diese Aufgabe wie wahrnimmt. Er erläutert in auch für Laien verständlicher Form die gängigen Finanzprodukte, ebenso wie die Strukturen und Geschäftspraktiken von Hedgefonds, Private Equity Fonds und Venture Capital Fonds. Er belegt, dass Fondsmanager die höchst bezahlte Berufsgruppe sind, die ein Vielfaches der hoch bezahlten Unternehmensmanager verdienen. Aus den Vergütungsstrukturen der Finanzwirtschaft leiten die Finanzmanager immer höhere Renditeanforderungen an die Unternehmen der Realwirtschaft ab. Fürstenwerth zeigt auf, dass nicht nur Unternehmenslenker sondern auch Politiker sich diesen Anforderungen beugen. Er belegt, dass viele Reformen der letzten Jahre durch die Anforderungen der Finanzindustrie bedingt sind. Faktenreich zeigt er auf, dass die gängige Reformrhetorik mit ihren Verweisen auf Globalisierung und demografischen Wandel eine vorgeschobene Scheinargumentation ist. An vielen Beispielen werden die negativen Konsequenzen der Verlagerung des Gewinnstrebens von der Realwirtschaft in die Finanzwirtschaft aufgezeigt.
Die Darstellung von Wirkzusammenhängen an Hand konkreter Beispiele unter Verzicht auf ideologische Verzerrungen macht die Stärke dieses Buches aus. Es ist in einem flotten, gut lesbaren Stil geschrieben, der selbst kompliziertere Zusammenhänge für Laien nachvollziehbar werden lässt.
Fürstenwerth hat mit "Geld arbeitet nicht" ein politisch hoch brisantes Buch vorgelegt, welches aktuelle Probleme in einem neuen Licht erscheinen lässt. Dieses Buch sollte allen Politikern als Pflichtlektüre verordnet werden. Fünf Sterne für ein Buch, das allen politisch interessierten Lesern uneingeschränkt zur Lektüre empfohlen werden kann.
|
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Komplexes Thema transparent gemacht, 9. April 2008
Das eigentlich nur für "Eingeweihte" überschaubare Thema über die moderne Finanzwirtschaft hat der Autor allgemein verständlich aufgeschlüsselt und dargestellt. Ich kenne kein vergleichbares Buch, das die Aussagen und Ergebnisse so wertfrei und fundamentiert darstellt und zudem noch für dieses Thema so ungemein fesselnd zu lesen ist. Man möchte dieses Werk jedem Politiker und Wähler auf den Nachttisch legen; da dies nicht geht, empfehle ich: unbedingt selber lesen"
|
|
|
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pressemitteilung des Autors, 3. Januar 2008
GELD ARBEITET NICHT
ein fundiertes Buch über die brisante Beziehung von Geld, Wirtschaft und Politik
Leverkusen, 6. Dezember 2007 - Der in Industrie und Finanzwirtschaft erfahrene Unternehmensberater Hauke Fürstenwerth strukturiert und beschreibt in seinem neu erschienenen Buch dieses Verhältnis an Hand von aktuellen Beispielen. Er belegt die weit reichenden Konsequenzen des Geschehens in der Finanzwirtschaft für Wirtschaft und Politik. "Heuschrecken", Krisen in der Finanzwirtschaft und exorbitant hohe Managergehälter sind derzeit tagesaktuelle Themen in Wirtschaft und Politik. SPD und CDU haben Arbeitsgruppen eingesetzt, um Kontrollmaßnahmen für die Finanzwirtschaft zu erarbeiten. Fehlspekulationen, wie aktuell die mit nachrangigen amerikanischen Hypotheken, belasten die Wirtschaft. Fondsmanager verdienen Milliarden mit Wetten, die als Finanzinvestitionen getarnt werden. Sie sind die "heimlichen Herrscher der Welt", bezeichnen sich selbst als "masters of the universe". Sie diktieren der Gesellschaft und der Politik ihre eigenen Regeln. Wie soll die Politik hierauf reagieren? Wie kann mit den vielfältigen Herausforderungen der Finanzwirtschaft umgegangen werden?
Hauke Fürstenwerth illustriert die vielen Facetten dieses aktuellen und hoch brisanten Themas. Er erläutert die Aufgaben und Funktionsweisen der Finanzwirtschaft, zeigt auf, wie Geld verwaltet wird, wer die Besitzer des Geldes und wer die Verwalter sind, die mit immer neuen Finanzprodukten um die Gunst der Anleger werben. Er beschreibt wie Hedgefonds, Private-Equity-Fonds und Venture Capital Fonds arbeiten, mit welchen Geschäftsmodellen sie das Geld ihrer Investoren einsetzen und wie sie mit Unternehmen und Politikern verfahren.
Das Verhältnis von Geld, Wirtschaft und Politik ist ein kontroverses Thema. Nur selten wird es frei von ideologischen Verzerrungen dargestellt. Dem Autor gelingt es, diese komplexe und politisch brisante Beziehung auch für wirtschaftspolitische "Laien" nachvollziehbar zu erläutern. Frei von ideologischer Polemik zeigt er auf, dass die Finanzwirtschaft sich von der Realwirtschaft gelöst hat und nach ihren eigenen Regeln agiert. Politiker aller Parteien beklagen die grenzenlosen Freiheiten der Finanzwirtschaft. Kontrollmaßnahmen für den "Raubtierkapitalismus" werden gefordert. Hauke Fürstenwerth belegt in "Geld arbeitet nicht", wie notwendig Kontrollen sind und zeigt Wege auf, den Primat der Realwirtschaft gegenüber der Finanzwirtschaft wieder herzustellen. Er identifiziert an Hand von aktuellen Daten die Hauptursachen für die wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit: Die Gier der Finanzmanager, deren ideologische Rechtfertigung durch den Neoliberalismus und dessen Umsetzung in praktische Politik. Diese Kombination verlagert das Gewinnstreben von der Realwirtschaft in die Finanzwirtschaft. Sie führt damit zur schleichenden Erosion der Sozialen Marktwirtschaft. Sie produziert systemische Arbeitslosigkeit, spaltet die Gesellschaft in reich und arm. Sie zerstört die solidarischen Grundlagen des Gemeinwesens.
Informationen zum Autor: Hauke Fürstenwerth war viele Jahre als Manager in der Chemischen Industrie tätig, u. a. als Geschäftsführer eines Corporate Venture Capital Fonds. Derzeit arbeitet er als Berater für Technologieunternehmen und deren Investoren. Er ist Autor zahlreicher Artikel zu Themen in den Bereichen Innovation und Wagniskapital.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|