Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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135 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
viel Geschwafel, aber auch einige wichtige Basics, 2. Dezember 2007
Vowort
Ich habe mir das Buch explizit nicht als Survivalhandbuch, sondern als ein für den Was-Wäre-Wenn-Fall passendes Lexikon gekauft. Für alle die ein Handbuch zum Überleben in der Wildnis o.ä. suchen sei hiermit gesagt, mit diesem Buch seit ihr auf dem falschen Dampfer. Zum Überleben des WWWF allerdings auch, aber dazu mehr unten.
Äusseres
Das Buch ist für ein Lexikon relativ kompakt gehalten und aus zumindest einigermaßen soliden Material (es kriegt immerhin keine Kratzer vom Angucken). Das Innere des Buches ist sauber strukturiert und man findet mit wenig blättern das gewünschte Kapitel.
Inhalt
Das Buch lässt sich grob in vier Kapitel gliedern:
1. Vorgeplänkel mit allen möglichen Szenarien zur Menschheitsvernichtung und kleineren Katastrophen
2. Lexikon
3. Checklisten
4. Literatur- und Webempfehlungen
Der erste Teil des Buches (S.1-83) besteht aus einer Dauerwiederholung der Werbung für ein Prophezeiungsbuch und dessen Prophezeiungen, einigen Katastrophenszenarien und einigen kurzen, aber dafür noch relativ sinnvollen Anleitungen zur Vorsorge und für den Fall was-wäre-wenn, welche aber auch zusammengefasst auf 10 Seiten gepasst hätten.
Das Lexikon an sich ist recht zwiespältig, einerseits ist es recht umfassend, weist aber auch große Lücken auf, einige Teile sind unbrauchbar bis falsch, andere hingegen ohne weiterführende Literatur/Wissen unanwendbar, wenige nützlich.
So werden zum Beispiel im Erste Hilfe Teil viele im Ernstfall sinnlose Anweisungen gegeben, wie bei Fieber einen Arzt aufzusuchen (bei einem ABC-Fall garantiert eine gute Möglichkeit den Rest des Lebens damit zu verbringen). Ok nehmen wir an es sei kein ABC-Fall, dann wäre ein Großteil der vorgestellten Maßnahmen ein Freudentanz für jeden Staatsanwalt, da diese nur im Was-Wäre-Wenn-Fall Anwendung finden würden, wenn kein Arzt mehr in absehbarer Zeit verfügbar wäre.
Bei anderen Anleitungen wird dann wieder einerseits gesagt man muss davon ausgehen, dass zivilisatorische Hilfsmittel wie z.B. Feuerzeug und Streichhölzer ausgegangen sind, dafür wird für die Maßnahme aber wieder vorausgesetzt, dass wir alle mögliche Arten von Chemikalien u.ä. mit uns rumschleppen.
In anderen weiten, umfassenden Teilen wird auf Mythen, Weissagungen, Wünschelruten usw. verwiesen bzw. diese erklärt.
Im Allgemeinen ist der lexikarische Teil so gehalten und es ist daher eher amüsant als hilfreich diesen zu lesen, bzw. mir drängte es sich des öfteren auf: "Ich stehe allein im nirgendwo in der Widlnis mit meinen Notfallrucksack ähm Notfall-LKW und habe ein Problem...."
Wenn man hier die Streu vom Weizen trennen würde wäre das Buch weitere 50-70% dünner ausgefallen.
Die Checklisten sind sehr sehr umfangreich und bieten einen guten Überblick über alles was man nach einem Was-Wäre-Wenn Fall brauchen könnte. Leider brauch man für selbiges dann allerdings auch keinen Notfallrucksack mehr, sondern einen LKW bzw. Tieflader für dessen Benzinverbrauch man wiederum einen Tanklaster benötigt usw. usw..
Wenn wir von einem Schutzraum ö.ä. ausgehen würden und packen alles notwendige rein, was auf den Listen steht, bleibt nur noch die Frage übrig: " Jetzt haben wir alles für den K-Fall im Schutzraum und wo gehen wir nun im K-Fall hin, der Schutzraum ist doch voll?"
Hier wäre eindeutig ein bessere Gliederung sinnvoll und eine umfangreichere Beschreibung des wirklich Notwendigen. So wird zwar gesagt, dass ein Spinnrad sinnvoll wäre, aber wer weis heute bitte noch wie man soetwas bedient oder woher man das spinnbare Material herbekommt...???
Im 4.Teil gibt es eine schier erschlagene Ansammlung von Literatur, Web- usw. Tips/Links. Beim Ausprobieren der Weblinks weisen viele auf schon nicht mehr existierende Seite, bzw. Seiten deren Aufbau und Strukturierung eher an Sekten, zu starken Drogenkunsum oder extrem moderne Kunst erinnern lassen. Nur wenige Weblinks führen da noch zum Gewünschten und teilweise wird der Inhalt hochtrabender angeprießen als er ist. Zu den 16 Seiten Buchtips kann ich freilich nichts sagen, da ich es gerne jemand anders überlasse die paar hundert Bücher in seine Schutzbibliothek aufzunehmen und am besten vorher noch zu lesen.
Fazit
Das Lexikon des Überlebens ist in weiten Teilen ein gut geschriebener Roman zum Weltuntergang. Wenn man den Extrakt des nützlichen und brauchbaren herauszieht könnte das Buch locker auf 100 von 490 Seiten komprimiert werden. Viele Anleitungen sind jedoch nicht praxistauglich und ein Laie wird nicht zwischen guten und schlechten Hinweisen unterscheiden können. In 7/10 Fällen war ein Schmunzeln, ein Kopfkratzen oder Lachanfall die Antwort auf den Inhalt des Buches. 1/10 war dekorativ. 2/10 wirklich nützlich.
Allein der Umfang der Themengebiete gibt dem Buch eine Daseinsberechtigung zum Aufzeigen von Fachgebieten, für die man sich dann wirklich sinnvolle Literatur bzw. Wissen anschaffen sollte.
Für den Was-Wäre-Wenn-Fall ist das Buch gut als Brennmaterial zu nutzen. Techniken und Wissen zum Überleben des WWWF sind eindeutig aus anderer Literatur zu erwerben, wenn man wirklich vorhat den WWWF zu überleben.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Notfall-Schmöker mit Esoterik-Anschluss, 28. Dezember 2008
Hm... in der Tat ist das "Lexikon des Überlebens" nicht direkt vergleichbar mit anderen Handbüchern. Bereits zu Beginn wird der geneigte Leser mit Katastrophenszenarien in Form von Prophezeiungen von Andreas Rill ("Feldpostbriefe"), Mühlhials und von Alois Irlmaier konfrontiert. Dies stellt so der Autor selbst die Grundlage des vorliegenden Werkes dar. Zusätzlich zieht sich wie ein roter Faden neben den eigentlichen Vorbereitungen und Techniken des Überlebens ein spiritueller Schimmer durch das Buch: So lernet man u.a. etwas über den Sinn von geweihten Kerzen in Ausnahmesituationen...
Neben einer Einführung nebst den oben genannten Katastrophenszenarien geht es nun ans Eingemachte: So gut wie alle möglichen Szenarien werden abgearbeitet.
1. Abspringen von Gebäuden
2. Brände
3. Erdbeben
4. Flutkatastrophen
5. Stürme
6. Vulkanausbrüche
7. Chemieunfall oder C-Waffen Einsatz
8. Seuchenwarnung oder B-Waffen Einsatz
9. Atomunfälle
10. Politische Spannungszeiten
11. Krieg
12. Luftarm und Bombenangriffe
13. Kernwaffeneinsatz
14. Verschüttung
15. Die dreitägige Finsternis
Sehr schön ist auch, dass im Lexikonteil ausführlich und reich illustriert auf einen eher sonnst vernachlässigten Teil eingegangen wird: Der mittel- und langfristigen Zeit nach Tag X. Was tun wenn weder Baumarkt noch Bäckerei noch Supermarkt verfügbar sind? Wenn die komplette Infrastruktur kollabiert ist? In diesem Fall kann man mit diesem Werk lernen wir man beispielsweise selbst Lebensmittel konserviert, Brunnen baut, Brot bäckt und sogar selbst Babynahrung herstellt! Wirklich gelungen.
Weniger gelungen ist das Feld, das gemeinhin als Survival bezeichnet wird: Das (Über-)Leben in der Wildnis. In diesem Buch wird i.d.R. davon ausgegangen, dass eine Basis als Stützpunkt vorhanden ist und man aufgrund von Bevorratung und Logistik nur zum Teil so extrem improvisieren muss wie unter freiem Himmel.
Ein direkter Vergleich mit dem Klassikern von Rüdiger Nehberg ist zwar aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen und Zielsetzungen nicht ohne weiteres möglich, doch kann man trotzdem das Buch von Lichtenfels als wesentlich ausführlicher respektive die Werke von Nehberg eher als Extrakt betrachten. Besonders Menschen ohne jegliche Vorkenntnisse im Bereich Survival kann dieses Buch - losgelöst vom esoterischen Ballast als gute Einstiegshilfe dienen. Nicht zu letzt aufgrund der Checklisten, den Nahrungsmittelbevoratungsempfehlungen sowie den Verweisen zu entsprechenden Anschriften für Ausrüstung und Literatur - zählen zu den nicht von der Hand zuweisenden Vorteilen dieses Werkes.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vernunft und Fanatismus nahe beieinander, 1. Februar 2006
Das sehr umfangreiche Buch (490 Seiten) befasst sich mit allen Aspekten des Überlebens, es informiert über die Anzeichen drohender Gefahr (z. B. Erdbeben, Flutkatastrophe, Chemieunfall, Krieg), wie man sich in einem solchen Fall verhält und wie man sich schon jetzt darauf vorbereiten kann, z. B. indem man bereits jetzt Vorräte anlegt, Fluchtgepäck immer bereit hält usw. und auch, wie man sich durchschlagen kann, wenn auf längere Sicht keine Güter mehr gekauft werden können und man für seine Versorgung selbst die Verantwortung trägt.Im Lexikon-Teil finden sich Tips und Anleitungen wie z. B. über den Bau eines Erdbunkers, Haushaltstipps für Krisenzeiten (Heilpflanzen, Kochen mit einfachen Zutaten, Reparaturarbeiten...) Ohne Frage sind hier für den verantwortungsbewussten Bürger eine Menge hilfreicher und interessanter Informationen enthalten, die Checklisten sind ausführlich und, soweit ich als Laie das beurteilen kann, auch größtenteils sinnvoll. Großes ABER: Das Buch ist aufgrund der geballten Präsentation von Horrorszenarien äußerst besorgniserregend und selbst als Zweifler kommt man auf den Gedanken, auf die dargestellten Situationen kaum angemessen vorbereitet zu sein. Wer jedoch für Weltuntergangs-Prophezeiungen á la Nostradamus empfänglich ist und sich von dem Buch wirklich davon überzeugen lässt, dass das Ende der Zivilisation nicht mehr fern ist, könnte in Gefahr geraten, die sehr extremen Vorschläge zu befolgen, die z. B. lauten: "Vor der Perspektive eines totalen Zusammenbruchs sind längerfristige Investitionen wie Beiträge für Privatpensionen, Lebensversicherungen, Pensionsnachzahlungen usw. hinausgeworfenes Geld. Statt dessen sollte man notwendige Ankäufe der in diesem Buch empfohlenen Ge- und Verbrauchsgüter sobald wie möglich tätigen und Vermögen aus Wertpapieren usw. in rasch verfügbare Mittel umwandeln." Auch sonst würde der Leser sich durch die Befolgung sämtlicher Tipps in Kürze zum sozialen Aussenseiter machen. FAZIT: Durchschnittsbürger müssen sich die vernünftigen Vorschläge selbst herausfiltern, ansonsten für Katastrophen-Freaks wahrscheinlich eine Bibel.
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