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Die Niedertracht der Musik . Dreizehn Erzählungen
 
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Die Niedertracht der Musik . Dreizehn Erzählungen (Gebundene Ausgabe)

von Alban N. Herbst (Autor), Alexander von Ribbentrop (Autor)
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Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 189 Seiten
  • Verlag: Tisch 7; Auflage: 1., Aufl. (23. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938476001
  • ISBN-13: 978-3938476000
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 893.542 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Absurde, Irrationale und Schauerlich-Groteske rückt wieder in die Nähe seiner Erfinder: Situationen und Figuren, die wir aus Melvilles Bartleby, Edgar Allen Poes Novellen und Ambrose Bierces Short-Stories kennen, feiern in dreizehn Erzählungen von Alban Nikolai Herbst ihre Wiederkunft in der literarischen Moderne. Neben eine Annäherung an die Avantgardisten des 19. Jahrhunderts tritt der Dialog mit dem Zeitgenossen Borges: Auch Herbst kennt die von unserer Wirklichkeit nur durch eine hauchdünne, durchlässige Membran geschiedenen Abgründe und erweist sich in ihrer Beschreibung als ebenbürtiger Gesprächspartner des großen Vorbildes.


Über den Autor

Alban Nikolai Herbst, 1955 in Refrath geboren, ist durch seine Romane, Essays und Hörfunkbeiträge bekannt geworden. Nach dem Philosophiestudium betätigte er sich als Aktien- und Devisenbroker. Alban Nikolai Herbst war Stipendiat der Villa Massimo in Rom und erhielt neben zahlreichen anderen Auszeichnungen für "Wolpertinger oder das Blau" den Grimmelshausen-Preis. Für "Thetis. Anderswelt" wurde er mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet. Der Autor lebt in Berlin.

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5.0 von 5 Sternen Die Niedertracht der Musik., 9. April 2007
Die 1804 erschienenen "Nachtwachen" des Bonaventura galten manchen Zeitgenossen als romantische Flucht aus klassisch aufgeklärten Weltbildern. Dabei übersah man gern Realistisches und Groteskes,das Bonaventuras Protagonist der Nacht entreißt. Alban Nikolai Herbst, postmoderner "Bonaventura" und literarischer Grenzgänger zugleich, versammelt in seinem Band "Die Niedertracht der Musik" stilistisch brillant und spannend ein Personal,das den "Nachtwachen" entlehnt sein könnte. Die 13 Erzählungen, wie z. B. die Novelle "Vergana", provozieren beim Lesen Ablehnung und Einverständnis gleichermaßen. Man ist geschockt über die scheinbare Amoral des Erzählers. Faszinierend bei Herbst die versteckten literarischen Bezüge: Grüßt in der Erzählung "Roses Triumph" Cechov's "Mensch im Futteral", so verwandelt sich der Werwolf in der Geschichte von "Alma Picchiola" hochromantisch in eine "Lupa di Roma". Ein orphischer Plot in der Titelgeschichte evoziert "Ach, ich habe sie verloren", während aus dem "Gräfenberg Club" scheinbar einträchtig Jorge Luis Borges und Carl Schmitt blinzeln. In dem komplex strukturierten Text "Joana" geht Herbst interessante Wege. Bonaventuras Don Juan Episode aufnehmend, wird die Frage gestellt: "Welchen Namen möchtest Du haben?" Da Namen bekanntlich Schall und Rauch sind, endet die Erzählung mit einem wörtlichen Zitat aus den Nachtwachen, im "Absagebrief an das Leben" ist da zu lesen: "Es ist alles nichts und würgt sich selbst auf und schlingt sich gierig hinunter". Alban Nikolai Herbst Wortkunst und Bildung ist beachtlich. Das postmoderne romantische Schreckenskabinett seiner Prosa lohnt zu lesen, - keine Frage. Und hinterlässt dann ebenso wie die Nachtgängerei des Bonaventura ein humanitäres Defizit, das Leser, die ihr eigenes Manko reflektieren, in ein Haben für sich verwandeln können.
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