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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert!, 23. Juli 2007
Sind wir alle jahrzehntelang von Umweltpolitikern an der Nase herumgeführt worden? Sind die Ergebnisse aus unseren Labors, die wir zur Entscheidungshilfe an die Politiker herausgegeben haben, etwa gar nicht so plausibel, sondern Mittel zur Manipulation einer verängstigten Bevölkerung zwecks Machterhalt einer rot-grünen Öko-Clique? Stehen wir am Ende nicht mehr als die hochqualifizierten Zauberkünstler da, die aus wenigen Millilitern Wasser die übelsten Belastungen hochrechnen, sondern als "Analügner", die meinen, je mehr Gift umso mehr Forschungsgelder und öffentliche Aufträge kommen rüber? Diese Fragen stellen sich unwillkürlich, wenn man dieses Buch des Diplom-Chemikers Heinz Hug liest, das aufgrund seines permanenten polemischen Stil eigentlich gar nicht mehr als Fachbuch bezeichnet werden kann z.B. "Alternaivos", "Ökopsychatrie", "Ökopharisäer", "Öko-Ajatollahs"), trotz der Untermauerung durch harte fundierte Fakten.
Dennoch halte ich dieses Buch gerade für Mitarbeiter von Umweltunternehmen und Analytiklaboren für sehr empfehlenswert, da es ja gerade die eigenen Meßanalysen sind, die Laien oftmals jene irrationalen Ängste verursachen, die wiederum von Politikern und Umweltorganisationen mißbraucht werden können.
Ich selber habe aus meiner eigenen Berufspraxis schon erleben können, wie ein Kommunalpolitiker aus dem in einer Stichprobe ermittelten TOC-Wert (Totaler organischer Kohlenstoff, ein unspezifischer Summenparameter) einen Toxischen machen wollte, um damit die Gefährlichkeit einer kompletten Deponie zu belegen! Es erforderte dann eine Mehrfaches an öffentlicher Aufklärungsarbeit, um hier die Verhältnisse wieder geradezurücken.
Kernthesen des Autors: Nicht die Umweltverschmutzung an sich ist das Problem, sondern die Überbevölkerung gerade in den Industrieländern, die den Raubbau an der Natur erst bewirkt. Dabei spielen die Giftstoffproblematik, das Ozonloch, die aus Hug's Sicht segensreiche Gentechnik oder der vollkommen überbewertete Teibhauseffekt nur eine untergeordnete Rolle. Diese Themen werden besonders von grünen Machtpolitikern künstlich aufgebauscht, um die Bevölkerung zu verunsichern und so in entscheidende Positionen zu gelangen, von denen aus der deutschen Wirtschaft (besonders die Chemie-Industrie) mittels Ökobürokratismus endgültig der Garaus gemacht werden soll.
Fazit: die Lektüre dieses Buches kann Sie zum Reaktionär mutieren lassen! Zuminestens werden Sie die nächste Meldung über irgendwelche Gifte in Lebensmitteln gelassener an sich heran lassen.
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12 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Agitprop gegen Agitprop, 20. März 2007
Die Absicht war sicher gut, als promovierter Naturwissenschaftler, sogar als Chemiker (igitt!!!), etwas für die Bildung des verführten und mehr oder weniger des Deutschen mächtigen Volkes zu tun. Es ist schon so manches ziemlich bedenklich, was sich als "Volkswissen" und political correctness so eingeschlichen hat und dennoch "keinen Sinn macht". Für die Fleißarbeit, Fakten zusammen zu tragen, gibt es den Stern. Aber mehr auch nicht. Denn: WIE die Fakten präsentiert werden ist schon ein starkes Stück. Da bleibt kein gutes Haar an den Grünen und der Rot-Grünen Koalition. Das Vokabular bleibt weit unter dem Niveau derer, die ob ihrer (vorhandenen) Naivität oder (vermuteten) Zerstörungswut auf die Industriegesellschaft kritisiert werden, und wiederholt sich permanent. So ein Vorgehen ist eines Naturwissenschaftlers nicht würdig, leider aber immer wieder zu finden. Lieber Herr Kollege: man kann einen aufgescheuchten Hühnerhaufen nicht dadurch beruhigen, indem man ihn in die andere Richtung scheucht. Und: Überzeugungs- und Erziehungsarbeit funktioniert ganz anders!
Nach den ersten 20 Seiten habe ich krampfhaft versucht, die Polemik auszublenden und nur die Fakten zu lesen. Schwierig.
Was ich ganz vermisse ist das, was ein Naturwissenschaftler mit seinem (vermuteten) Weitblick und vernetzten Denken leisten könnte: Muster und Nezte aufzuzeigen, in denen sich der Laie verstrickt und die er mit fachlicher Hilfe besser entwirren, sprich durchschauen lernen kann.
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