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5.0 von 5 Sternen
Wir wußten, daß man musikalisch singen kann, 1. Februar 2005
Ohne Leinwand ist es möglich, vierdimensional zu sehen - und zu fühlen, wie es klingt,- das ist normal. Denn die Schwingungen erreichen ja selbst einen Taubstummen. Da erzittert die Haut ganz sacht, sagt man.Eine Sammlung von guten Stücken, die alle irgendwie auf die Bühne des Lebens gehören, die eigentlich Tag für Tag den Hörern und Sehern (nicht nur am Abend!) geboten werden sollten, das ist hier in diesem Büchlein versammelt. Das sind "Slampoeten", wie sie wohl genannt werden, doch es ist viel mehr. Sie versammeln sich in diesem Buch, wie gesagt, und bringen ihre weiblichen und männlichen Stücke an den Mann und an die Frau. Wir kennen das alles auch in Form von Lyrik, die eigenartig vorgetragen wird manchmal, und das ist oftmals langweilig. Wenn nicht Lyrik springt und singt und walzt und hiphopt. Dann allerdings ist es lebendig. Und das alles gehört dann in Kneipen oder auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Eduard Maier hat nun zusammen mit dem Lektor Jürgen Spiegel im Verlag "DIE BLECHSCHACHTEL", Edition "GLASPERLE" eine Sammlung guter und allerschönster Lyrik getroffen und herausgebracht. Da sind wirklich in guter Aufmachung witzige und spritzige Dinger (dreh ein Ding, Mensch!) vorhanden und kleine Bildnisse, skurriler Art in sympathischer Manier leuchtend, begleiten den Band köstlich. Müßig, alle Künstler des Bandes aufzuzählen. Schaut sie euch an und entscheidet selbst, wie erqickend alles. "wusstet ihr dass man musikalisch sehen kann dass allein durch schaun musik entstehen kann ein film ohne leinwand vierdimensional" so zu lesen unter dem Titel "augenlieder" von Etta Streicher. Aber das ist ja nur ein ganz kleiner Ausschnitt, wirklich nur ein ganz kleiner aus dieser schönen Sammlung. Es sind hier viele versammelt, die etwas zu sagen haben.
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