Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es liegt in der Verantwortung der Produzenten wie auch der Konsumenten, 27. Oktober 2007
In der Buchvariante des gleichnamigen Films wird man zwar erwarten, dass die zentralen Themen noch einmal dargestellt werden, doch geschieht dies weit genauer und ausführlicher, wobei auch einige Themen näher erläutert werden, die im Film schlicht zu kurz gekommen sind.
Vom zerstörerischen Soja-Anbau in Brasilien über gigantische Glashäuserplantagen im spanischen Andalusien bis zu gentechnisch verändertem Gemüse aus Rumänien wird der Bogen gespannt und greift dabei so ziemlich jedes der alltäglichen Nahrungsmittel und seine Produzenten für eine nähere Untersuchung heraus. Als Konsumenten können wir jedoch aktiv in das Wechselspiel von Angebot und Anfrage eingreifen und durch eine bewusstere Ernährung, was uns lokale Bauern und Umwelt herzlich danken würden.
Im großen und Ganzen ist We feed the world einer der aufgrund seiner Offenheit schockierendsten Beiträge zum Thema Ernährung und Nahrungsmittelproduktion, was durch die enorme Themvielfalt weiter verstärkt wird. Man sieht sein "täglich Brot und Wasser" bzw. den "Apple a day" nach der Lektüre ebenso mit anderem Augen wie das gewöhnliche Fischstäbchen oder ein schmackhaftes Dessert aus Soja.
Das große Problem des Buchs ist mit Abstand der Preis, welcher für ein Paperback mit "nur" 192 Seiten Umfang schon etwas zu hoch ausgefallen ist, nichtsdestotrotz gehört das Buch aber nicht zur Sorte unverständlicher Fachliteratur, sondern ist in einem für wirklich jedermann verständlichen Stil verfasst, der die Thematik in ihrer ganzen schockierenden Bandbreite für jeden Leser zugänglich macht. Dafür bekommt man jedenfalls auch einiges geboten und wie aus der Botschaft von We feed the world schon hervorgeht, sollte man ein Produkt nicht lediglich anhand seines Preises, sondern vorwiegend seiner inneren (und geschmacklichen) Qualitäten bewerten.
Fazit:
Ein Augenöffner, den ich jedem mündigen Konsumenten und selbstverständlich auch jeder mündigen Konsumentin nahelegen möchte.
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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert für die sachliche Informationssammlung!, 4. Dezember 2007
Dieses Buch oder/und auch der Film dazu sollten Pflichtprogramm in den Schulen werden. Es wird auf Effektmacherei verzichtet, sondern ganz sachlich und nüchtern die Fakten dargestellt. Es sollte wirklich jeder mit vollem Bewußtsein einkaufen gehen. Mit Wissen und Information hat jeder die Möglichkeit, bewußt Produkte auszuwählen.
Besonders erschreckend ist für mich, wie gedankenlos die sogenannte "1. Welt" mit Lebensmitteln umgeht. Wieviel Brot weggeschmissen wird, nur weil es am Produktionstag nicht verkauft wurde. Nicht nur auf der anderen Seite der Erde, sondern auch in deutschen Städten hungern unglaublich viele Menschen, besonders betroffen sind Kinder.
Damit Tomaten hergestellt werden können, gibt es in Spanien ein riesiges Industriegebiet für Tomaten und auch andere Gemüse, damit wir das ganze Jahr über Tomaten essen können. Dort entsteht Armut und durch die Monokultur wüstenartige Landschaften, der Grundwasserspiegel sinkt, Tier- und Pflanzenarten sterben aus bzw. breiten sich aus (beides ist gleich schlecht) etc.
SEHR EMPFEHLENSWSERT FÜR DIE SACHLICHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DIESER THEMATIK!!!
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre, 21. Januar 2007
Aufgrund der Wichtigkeit der Kenntnis der von Erwin Wagenhofer und Max Annas dargestellten globalen Zusammenhänge unserer Lebensmittelindustrie hat das Buch eigentlich mehr als fünf Sterne verdient.
Es zeigt welche Auswirkungen die Globalisierung der Nahrungsmittelindustrie, deren Handeln ausschließlich von wirtschaftlichen Interessen geleitet wird, hat und welche Folgen die Industrialisierung der Landwirtschaft, die Gentechnik und auch Subventionen haben.
Es schärft den Blick dafür, was es z.B. bedeutet, wenn wir eine Tomate aus Andalusien kaufen. Dass diese Tomate Tausende von Kilometern in einem LKW durch halb Europa transportiert wurde und dass die für den Anbau notwendige künstliche Bewässerung wiederum zur weiteren Austrocknung von ganzen Landstrichen beisteuert.
Es schildert die Perversität und den ursächlichen Zusammenhang von Millionen dauerhaft an Hunger leidenden Menschen auf der einen Seite und der Vernichtung von Lebensmittelüberschüssen in einigen reichen Industrieländern auf der anderen Seite.
Der einzige Makel dieses Buches ist der sehr holprige Sprachstil. Manche Sätze lesen sich, als seien sie von einem Computerprogramm aus einer fremden Sprache übersetzt worden. Und Satzzusammenhänge erschließen sich einem dadurch manchmal nicht sofort. Aber das sehe ich den Autoren dieses wichtigen Buches nach.
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