Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert trotz peinlichem Halbwissen, 26. März 2008
Negative Aspekte:
Das Buch ist mitnichten "unübersichtlich"(K. Lofakow), das stimmt einfach nicht. Im Gegenteil.
Was es ohne Zweifel ist, da muß ich hkedv absolut recht geben, es ist "umständlich", weil wirklich ständig Bilder referenziert werden, die auf der vorrangegangenen oder folgenden Seite abgedruckt sind.
Desweiteren stoßen zwei weitere eklatante Mängel auf:
Zum einen wäre da das von einem Professor absolut unakzeptable Halbwissen über den goldenen Schnitt. Das Seitenverhältnis von 2:3 hat damit NICHTS zutun. Haarsträubend! Dieser Abschnitt könnte zur Irreführung bisher uninformierter Leser führen und ist genauso mit Vorsicht zu genießen wie der Bereich über Farbgestaltung. Dort wird von den Grundfarben Blau, Rot und Gelb ausgegangen; was definitiv eine antiquiert Sichtweise darstellt. Heutzutage betrachtet man gemeinhin als Grundfarben RotGrünBlau bei der additiven, CyanMagentaGelb bei der subtraktiven Farbsynthese. Ausserdem referenziert er ein Farbdreieck von GeorgeField ... colorsystem.com schreibt dazu final: "Field's ideas become obsolete"
Wenn er schon eine heute in Zweifel gestellte Farbtheorie ausgräbt, sollte er sie wenigstens nicht unreflektiert dem Leser als gegebene Wahrheit präsentieren.
Positive Aspekte
Besonders gut ist das Buch vorallem darin, dass es wahnsinnig grundlegende Kompositionsbereiche abdeckt (Punkt; Reihung; Struktur; Linie etc.pp.)und dabei größtenteils hervorragende Beispiele dafür liefert, wie diese einfachen Elemente Grund für gute Bilder sind.
Da die Beispielbilder ästhetisch gesehen durch die Bank schick aussehen(@hdkev: um diesen Eindruck zu hinterlassen und den Leser zu überzeugen ist es daher mMn. auch unabdingbar die Bilder in der Größe zu präsentieren), und aber auch immer jeweils der angesprochene Aspekt im Bild dominiert wird das ganze nachvollziehbar und glaubwürdig.
(Das heißt aber auch, dass bei den Bildern größtenteils auf belebende Storyelemente verzichtet wird.)
Noch besser und in meinen Augen das Herzstück des Buches sind hingegen die Schemadarstellungen. Der Aspekt hätte aber durchaus noch ausführlicher ausfallen können.
Alles in allem eine Buch, was ich jedem Künstler der sich dem visuellen Medium verschrieben hat, nahelege.
Das ist allerdings auch wieder eine Schwäche des Buches; der Titel macht den Eindruck, als wäre das Wissen primär für Fotografen interessant.
Ich selbst bin Illustrator und für mich war es nicht gerade leicht, auf dieses Buch zu stoßen, da es ausserhalb der Fotografie wenig bekannt ist.
Zumal das Buch überhaupt nichts Mediumspezifisches enthält(abgesehen von den Fotobeispielen)
Am Ende ziehe ich für die doch sehr peinlichen Schwächen nur einen Stern ab, da das Buch sehr lehrreich ist, sofern man sich durch die von mir genannten Aspekte nicht irreführen lässt.
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43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gebrauchsanweisung für gute Fotos?, 12. April 2008
Ein gutes Foto ist nicht das Resultat einer teuren analogen oder digitalen Kamera und deren zusätzlichen Equipment, sondern hängt ganz und gar vom Blick des Fotografen und dem Interesse des Betrachters ab. Professor Harald Mante sensibilisiert seine Leser mit "Bildaufbau und Farbdesign" für eine dem menschlichen Empfinden nach gute Bildkomposition in Verbindung mit ausgewogener Farb- und Kontrastgestaltung.
Das Buch - welches nicht nur nach Expertenmeinung das Beste auf dem Markt befindliche zu diesem Thema ist - ist allerdings keine universelle Gebrauchsanweisung für gute Fotos. Schließlich hängt die Beurteilung eines Bildes auch von "Inhalt und Aussage" in Verbindung mit der Ebene des rationalen Erkennens und des emotionalen Reagierens ab. Die Qualität eines Bildes wird letztendlich am Informationsgehalt und dessen Interesse an der Information durch den Betrachter gemessen. Es gibt allerdings keinen Bildinhalt ohne Gestaltung, wobei es aber Kriterien für die Qualität der Gestaltung gibt, um die Bildaussage oder den Informationsgehalt zu unterstützen. An diesem Punkt setzt dieses Buch an.
Seit der Entdeckung des "Goldenen Schnitts" weiß man darum, dass der Mensch bestimmte Proportionierungen und geometrische Gliederungen intuitiv bevorzugt. Die Geometrie im Aufbau von Gemälden, Plakaten und Fotos war auch ein zentrales Forschungsgebiet im Bauhaus. Professor Harald Mante unternimmt in diesem Buch den Versuch, ein Teil der Erkenntnisse z.B. aus dem Werk "Punkt und Linie zu Fläche" von Wassily Kandinski auf die Fotografie zu transferieren. Mittels zahlloser Beispiele und graphischer Darstellungen analysiert er die Elemente (Punkt, Linie und Fläche), aus denen sich ein Bild aufbaut und geht ihrem Aussagewert in verschieden Zusammenhängen nach.
Im Weitern untersucht er den Kontrast (Negativ- und Positivform, Hell - Dunkel - Kontrast) und verschiedene Farbkontraste (Farbtonkontrast aus Farben erster und zweiter Ordnung, Qualitätskontrast aus Farben dritter Ordnung, Komplementär- und Quantitätskontrast, Kalt- Warm - Kontrast, Simultan - Kontrast, ...).
Im letzten Kapitel "Die Anwendung der Mittel" sensibilisiert Mante den Leser bezüglich der Harmonie der Farben (Farbklänge), bezüglich statischer und dynamischer Gestaltung, bezüglich linearer und koloristischer Farbgebung, bezüglich des Motivabschnitts, bezüglich des Hochformats als ungewohntes Sehen und im Hinblick auf kreative Unschärfe oder die Bildserie.
Das recht teure Buch ist sachlich gegliedert. Bild und Text stehen in einem sehr ausgewogenen Verhältnis zueinander. Allerdings werden die Textabschnitte oft optisch zerrissen, wodurch der Lesefluss ein wenig gestört wird. Bezüglich des Bildaufbaus gefiel mir persönlich das Erstlingswerks Mantes aus dem Laterna Magica Verlag besser, da die Analysen viel tiefgreifender waren und damit auch weniger Vorwissen vorausgesetzt wurde. Im Blickwinkel stand aber nur die Schwarz - Weiß - Fotografie. Darin spürte man die Atemluft eines Henri Cartier Bresson. Dieses Buch erschien erstmals im Jahr 1969 und wurde als Standardwerk immer wieder neu aufgelegt und insgesamt in sechs Sprachen übersetzt. Dem, der es noch nicht besitzen sollte, sei auf jeden Fall empfohlen, sich noch im Antiquariat eine Ausgabe zu besorgen. - Christoph Erlemeier -
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
gemischte Gefühle, 9. Juni 2008
Auch wenn ich dieses Buch mit nur 3 Sternen bewerte, ich würde es weiterempfehlen, weil: es meines Wissens nach zurzeit das einzige deutschsprachige Buch ist, das sich nicht nur allgemein mit Bildkomposition, sondern speziell mit der Bildkomposition von Fotografien beschäftigt. Auch die verwendeten Beispielbilder sind zum Großteil eine Augenweide.
Allerdings: bei diesem Buch kann von Durchlesen keine Rede sein, vielmehr heißt es sich da durchzukämpfen. Der Autor mag über dementsprechend viel Fachwissen verfügen - aber er ist einfach nicht in der Lage, dieses Wissen verständlich weiterzugeben. Manche der Sätze sind gänzlich banal und belanglos. Andere wiederum enthalten Informationen, die mit dem jeweiligen Thema eigentlich rein gar nichts zu tun haben, vollkommen überflüssig sind und nur vom eigentlichen Thema ablenken und Verwirrung stiften. Oftmals sind zusammengehörige Informationen über das ganze Buch verstreut (und man stolpert in einem ganz anderen Kapitel über diese), und müssen erst ausfindig gemacht und miteinander in Verbindung gebracht werden - genauso wie die Beispielbilder und Skizzen; diese können sich auf der selben, oder auch auf der vorhergehenden oder nachfolgenden Seite befinden. Sie befinden sich allerdings in den seltensten Fällen auf derselben Seite ... Ich bezweifle auch stark, dass sich jemals irgendjemand dazu überwinden hat können, das Buch Korrektur zu lesen - beim Durcharbeiten bin ich von einem Rechtschreibfehler über den nächsten gestolpert ("paralell", "Wiederstand", etc...).
Ich beziehe mich mit dieser Rezension auf die Auflage aus dem Jahr 2000 (Buchumschlag in Weiß mit Rot-Gelb-Blau drauf). Inwieweit bei der Neuauflage (schwarzer Buchumschlag mit blauem Vorhang drauf) im Vorfeld Verbesserungen und Überarbeitungen stattgefunden haben, kann ich nicht sagen.
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