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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine außerordentliche interessante Geschichte, 7. November 2004
Von Ein Kunde
Eine außerordentliche interessante Geschichte, die sehr einprägt. Für mich als US-Amerikaner war es ein ziemlich unangenehmes Gefühl zu lesen, wie der junge Soldat Severloh möglicherweise Tausende von meinen Landsleuten umgebracht hat, aber man weiss, er hat nur sein Pflicht erfüllt. Alles andere wäre feige und verräterisch. Die zahlreichen Abbildungen und Lagepläne sind erstklassig.
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54 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn ein Tag beginnt das Leben zu bestimmen...., 23. September 2005
Zum Datum selbst braucht man nicht viel Worte zu verlieren - dieser Tag hat das Ende des Zweiten Weltkrieges eingeläutet, ungezählte Leben beendet und einige Leben stark verändert.... So eindeutig die Rolle des Datums selbst in der Weltgeschichte geklärt ist, so ungewiss mag es doch lange Zeit um die Wahrnehmungen, während dieser Schicksalsstunden, durch Wehrmachtsangehörige oberhalb der blutigen Strände bestellt gewesen sein. Veteranen bauten um sich herum eine Mauer des Schweigens, eine über die man selbst seinen engsten Partner nicht gerne hat schauen lassen... - viele Augenzeugenberichte wurden somit unausgesprochen und undokumentiert über die Jahrzehnte hinweg nach und nach zu Grabe getragen. Hein Severloh war selbst dabei - er war oberhalb von Omaha Beach stationiert - sein MG war eines der letzten, von dem aus landenden Soldaten Todesgefahr drohte. Severloh gewährt in diesem autobiographischen Buch Einblick in seine Vergangenheit, einen Bereich, der über weite Strecken die sich anschließende Zukunft kontrollieren sollte - sich ständig in Erinnerung brachte - eine Vergangenheit, mit der er lernte umzugehen - ohne sich vor ihr zu verstecken! Man kauft Severloh seine inzwischen gewonne Einstellung zu Krieg und Frieden ab - er hat sich über die Jahre hinweg weit entfernt von seiner damaligen Position - ist reifer geworden, an der erwählten Aufgabe gewachsen, Menschen mitzuteilen, dass Krieg immer Leid und Not bedeutet. Man nimmt Herrn Severloh ab, dass er kein Fanatiker war - er wollte leben, überleben und das eingetrichterte Feindbild zeigte an eben diesem Tag Wirkung - er war zu einem Zeipunkt an einem Ort, an dem die Propaganda sich bestätigte - er töten musste, um zu leben... Die geschilderten Begegnungen mit ehemaligen Feinden, den Soldaten, die er töten sollte und manchen von ihnen doch nur knapp verfehlte - diese Schilderungen waren mehr als beeindruckend... - diese Stimmung, wenn darüber berichtet wird, wie es ist, wenn man sich gegenübersteht, erstmals seit Jahrzehnten - damals hätte einander töten sollen und sich nicht umbringen konnte, weil z.B. der Lauf des MG gerade in diesem Moment zu heiß war.... Dieses Buch darf durchaus als bedeutender Zugewinn der militärhistorischen Aufzeichnungen zum 6.Juni 1944 betrachtet werden! Es ist kein Buch, welches "Heldentaten" dokumentiert - es ist ein schonungsloser Tatsachenbericht - eine Offenbarung, ehrliches Zeugnis eines Mannes, der das durch ihn verursachte Leid nicht mehr rückgängig machen kann - jedoch zu Lebzeiten versuchte vor den Schrecken eines jeden Krieges zu warnen. Das Buch ist voller kritischer Texte, voller beeindruckender und erschütternder Abschnitte - die beschriebenen "Zigarettenpausen" während des "D-Day" haben mir mehr als nur einen Schauer über den Rücken gejagt. Ich war nicht fasziniert oder durch Spannung gefesselt - ich war erschüttert... Zahlreiche Fotografien zeigen eben die Orte und Personen, von denen in diesem Buch die Rede ist...., aufgenommen als damaliger Originalschauplatz und vergleichend gezeigt aus heutiger Sicht... - Jahrzehnte später. Mein eigenes Bild werde ich mir in naher Zukunft machen - denn genau diese Orte werde ich aufsuchen...Anmerkung - Oktober 2005 - Omaha Beach - Normandie... Mit meinen eigenen Füßen stand ich an diesem Ort --- Omaha Beach - dieses Buch im Gepäck - im Rücken WN 62 und in unmittelbarer Nachbarschaft den unheimlich bedrückenden Soldatenfriedhof... Von heftigem Sturm getrieben, peitschte plötzlich Regen über den Strand - den einzigen Schutz boten die Überreste von WN 62 - im Laufschritt ging es die Uferböschung hinauf, dem trockenen Bunkerrest entgegen - in diesem Moment ging mir durch den Kopf, wie es wohl damals gewesen sein könnte, auf diesem Strand Tempo machen zu müssen, um am Leben bleiben zu können... - auf jeden Fall ein hinkender Vergleich - aber dieser Moment hat mich erahnen lassen, was ich zuvor im Buch zu lesen bekam....
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63 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einzelschicksal im Widerstandsnest WN 62 am Omaha Strand, 6. Oktober 2001
Dieses Buch über die persönlichen Erfahrungen von Hein Severloh während der Alliierten Invasion in der Normandie ist ein MUSS für jeden militärhistorisch Interessierten.Fox Green hiess im amerikanischen Landeplan das Strandstück vor Widerstandsnest 62. Zwei Sturmkompanien des 16. US Infanterieregimentes sollten hier im Handstreich Fuss fassen. Sie waren in dem festen Glauben von ihrem Landungsschiff ins Wasser gesprungen, dass am Strand kein deutsches Geschütz mehr heil sei, dass kein MG mehr schiessen würde, dass kein Grenadier mehr hinter seinem Karabiner läge. Hein Severloh, 21 Jahre alt, war kein Soldat aus Leidenschaft. Er hatte sich noch nie um Heldentaten gerissen. Jetzt aber musste er schiessen. Und er schoss. Als das MG 42 die erste Gruppe ins Wasser mähte, verblutete die Hoffnung der Amerikaner, an dieser Stelle zu einem schnellen Erfolg zu kommen. Die Ebbe stand. Das Wasser lief nicht mehr ab, deshalb blieben die Toten im flachen Wasser liegen, die Verwundeten krochen hinter sie und suchten Schutz vor den MG Garben. Wer trotz des fürchterlichen Abwehrfeuers bis auf den trockenen Strand kam, drückte sich schnell in eine Sandmulde, um Schutz zu finden. Darauf lag jetzt das Sperrfeuer der 10,5 cm Haubitzen aus Houtteville. Bis 08:00 Uhr hatte noch kein amerikanischer Soldat den Dünenfuss vor WN62 erreicht. Und wie hier, im Abschnitt Fox Green, so war es auch westlich von Colleville, im Raum Vierville, auf dem Streifen, der in den Karten der Amerikaner als Dog Green verzeichnet stand. Due deutsche Artillerie schoss Salvenfeuer bis die Munition knapp wurde. Ein weiterer, entscheidender Fehler der deutschen Invasionsabwehr: Mangelnder Einsatz der Artillerie. 12.000 Schuss hatte Hein Severloh bis Mittag aus seinem MG gefeuert. Unten am Strand lagen die Toten. Die Rote 1 an ihren Uniformen, Zeichen der 1. US Division. Aber WN 62 sah bereits böse aus: Die Schiffsartillerie hatte die Granatwerfer zerschlagen, die Gräben eingeebnet, die Infanteristen dezimiert. Jetzt kamen die Amerikaner mit grossen Prähmen, auf denen .50" MG Lafetten und Panzer standen. Als der erste US Panzer an Land war, begann der Landkampf am Widerstandsnest 62. Und dieser Kampf Mann gegen Panzer konnte nicht lange dauern. Das MG bekam einen Treffer, Hein Severloh bekam Splitter ins Gesicht. Die Zerstörer auf See schossen unentwegt auf die letzten intakten Stellungen. Die Nachbarstützpunkte WN61 und WN 59 feuerten auch nicht mehr. Nach dem Verschiessen der letzten Munition wurde der Befehl zum Absetzen gegeben. Im Feuerhagel von Schiffsartillerie und Panzern kein leichtes Unterfangen. Damit war der Kampf um das Widerstandsnest WN 62 beendet. Prädikat: ohne Einschränkung empfehlenswert!
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