Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mir hat was gefehlt, 20. Januar 2007
Viel Energie und Arbeit stecken in diesem Buch, das spürt man als LeserIn, und deswegen ist der Preis auf den ersten Blick auch angemessen.
Ich habe allerdings einen all-inclusive Ratgeber erwartet, ich hätte gern mehr Adressen und Informationen zu Verlagen gehabt, ich will nicht noch ein Buch kaufen- und auch nicht im Internet kopflos nach Verlagen surfen müssen. Ich möchte diese Info in einem so umfangreichen Buch einfach haben und auch bei Bedarf rot oder gelb unterstreichen oder kleine Zettelchen hineinstecken, damit ich sie sofort wieder finde und grob weiß, welcher Verlag überhaupt erst einmal in Frage kommt. Dieses erste Sondieren ist sogar möglich, wenn nebenher der Fernseher läuft.
Mir hat was gefehlt, und zwar genau das, was in anderen Autorenratgebern, die ich gelesen habe, leider auch immer wieder nicht zu finden ist: ein gutes Musterexposé und ein Musteranschreiben. Genau aus diesem Grund war ich bereit, die 40 Euro auszugeben und die Katze im Sack zu kaufen. Im Nachhinein betrachtet, lässt das Buch bei dem hohen Preis einiges an Wünschen übrig.
Zum Exposé:
Zu wenig Tipps und Hilfestellung im Buch. Wenn ich bedenke, dass manche Verlage von mir nur 10 Seiten Manuskript haben wollen und dann das Exposé fürchterlich in die Hose geht, male ich mir meine Chancen dementsprechend aus.
Zum Anschreiben:
Zuallererst werden also LektororInnen oder andere MitarbeiterInnen des Verlages mein Anschreiben in die Hand bekommen. Da sollte es optisch schon einwandfrei sein, d.h. Adresse und Datum etc. sollten da platziert sein, wo sie hingehören. Nun muss ich mich diesbezüglich, die ich kaum Geschäftsbriefe usw. schreibe, wieder woanders informieren. Dabei hätten die Autoren des Handbuchs bei 700 bedruckten Seiten auch ein Musteranschreiben einstellen können. Wie ist das mit der Betreffzeile, ja oder nein? Wohin gehört eigentlich der Absender? Nach links oder rechts? Was schreibt man am besten und was nicht? Z.B. "Ich möchte Ihnen ein Manuskript senden", oder "hiermit sende ich Ihnen mein Manuskript", sind wohl nicht ansprechend. Was aber ist wirklich ansprechend? Der Autor soll selbstbewusst sein, aber sicher wird kein Verlag beim Debüt einen Egomanen und Narziss hofieren.
Solche Fragen finde ich im Buch nicht beantwortet.
Das vorgestellte Exposé ist vom Autor gut geschrieben und dennoch schlichtweg enttäuschend. Es handelt sich lediglich um eine Inhaltsangabe. Zum Exposè gehören aber auch Figurenbiografien, Gliederung und Schauplätze, vielleicht auch ein Inhaltsverzeichnis.
Warum ist es so schwer, ein komplettes Paket zusammenzustellen mit Anschreiben, Manuskript und Exposé? Gibt es keine Autoren, die nach ihrem Erfolg gern ihr Anschreiben und Exposé zur Ansicht bereitstellen?
Gibt es keinen Verlag, der da behilflich ist?
Nicht um abzuschreiben, sondern als wirkliche Unterstützung?
Dafür hätte ich gern auf manches andere verzichtet.
Das Kapitel 3 (Heftromane, Kurzgeschichten für die Yellow Press etc.) hätte wesentlich kürzer ausfallen können.
Die Interviews sind teilweise zu lang und die Quintessenz zwischen den Zeilen ist auch wieder nur: "Lass die Finger vom Schreiben." Wie Zynismus kommt es mir dann vor, wenn der Lektor eines großen Verlages fröhlich zum Schreiben ermuntert und gleichzeitig verlangt, dass schon die erste Seite passen muss.
Da würde es in vielen Bücherregalen aber sehr leer aussehen. Ein Lektor mag das anders sehen, eine Zielgruppe wird sicher einem Buch eine kleine Chance auf Steigerung geben und wenigstens fünf Seiten lesen.
Dazu kann ich immer wieder nur die eine Frage stellen, würde heute noch ein Verlag den Zauberberg publizieren? Wohl kaum.
Tageszeitungen werden aufgelistet. Die kann sich wirklich noch jeder aus dem Netz fischen, sofern er denn dort veröffentlichen möchte.
Sehr nützlich sind dagegen die angegebenen Literaturzeitschriften mit Preisen für Einzelhefte und Abos, auch die Nennung von Literaturagenturen finde ich positiv, Empfehlungen aus diesem Wälzer sind mir seriöser als solche, die sich im Netz groß anpreisen und eventuell den Autor nur über den Tisch ziehen.
Bis auf die erwähnten bemängelten Punkte ist das Handbuch kompetent, informativ und hilfreich.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rundum gelungen!, 4. Mai 2001
Handbuch? Der Titel gibt sich viel zu bescheiden. Was die Autorin in ihrem knapp 850 Gramm schweren Werk auf mehr als 630 Seiten an Fakten liefert, ist sicher kaum zu übertreffen. Hier finden Autorinnen und Autoren eine Fülle von Anregungen, Tipps und erbaulichem Lesestoff zum Thema "Schreiben". Besonders praktisch: die übersichtliche Gliederung nach Sachgebieten, die es sehr leicht macht, sich zurechtzufinden und schnelle Antworten auf eigene Fragen zu bekommen. Aber auch das Schmökern und Festlesen in den zahlreichen lebendig geschriebenen Interviews und Beiträgen weiterer Fachautoren aus den unterschiedlichsten Medienbereichen ist lohnend und wird sicher so manchem Hobbyautor die Augen öffnen und einige Enttäuschungen ersparen. 17 Abschnitte von Verlagssuche über Literaturagenturen, Internet und Neue Medien bis zu Manuskriptgestaltung, Lesungen, Books on Demand und Marketingstrategien bieten vielfältige Informationsmöglichkeiten, wie ich sie so umfassend noch nirgends gesehen habe. Die riesige Adressensammlung - unentbehrlich für Autoren, die veröffentlichen möchten - ist den jeweiligen Kapiteln (Zeitungen, Verlage, Agenten usw.) zugeordnet und daher besonders gut zu überschauen. Jede Autorin, jeder Autor kann aus diesem Ratgeber eine Menge für sich herausholen. Sei es als Belletristik-, Lyrik-, Hörspiel-, oder Drehbuchschreiber. Und wer dann immer noch nicht genug hat, der bekommt noch gut begründete weitere Buchempfehlungen zum Thema. Ein Handbuch, das es in sich hat. Prädikat: unentbehrlich!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Chapeau: Da ist alles drin!, 1. März 2005
Der neue Uschtrin ist da, wir können jubeln. Es ist die sechste Ausgabe, da darf man fragen: Gibt es überhaupt noch Neues im Buch? Und ob!Beeindruckend: Mit Hilfe einer beträchtlichen Anzahl von Interview-Partnern hat Sandra Uschtrin wieder eine Unmenge interessantes Material zusammengetragen, so dass Anfänger und alte Hasen voll auf ihre Kosten kommen. Da gibt es Tipps zu Lyrik, Science Fiction, Horror & Fantasy. Es geht um Schreiben fürs Theater, Hörspiele schreiben, Drehbuchschreiben und auch die Heftromane werden nicht vergessen. Recht und Soziales, Preise und Wettbewerbe, Aus- und Fortbildung: Autorenherz, was willst du mehr?! Bewundernswert: Es geht um Geld! Wie viel verdient man so mit dem Schreiben? Was springt bei einer Lesung raus? Wie viel gibt's in der Stunde für einen Ghostwriter? Oder wird per Seite gezahlt? Sandra Uschtrin scheut sich nicht, dieses wichtige Thema anzusprechen und gezielte Fragen zu stellen. Und sie bekommt ehrliche Antworten. Lesenswert! Beachtlich: Beispiele für Normseite, Exposé und genaue Anleitungen für den Erstkontakt mit einem Verlag, sowie jede Menge Adressen: Wer dieses Buch besitzt, hat eine Schatztruhe an Wissen über den Literaturbetrieb. Kurz: ein absolutes Muss-ich-haben für Autorinnen und Autoren!
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