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Schulmädchen-Report. Der deutsche Sexfilm der 70er Jahre
 
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Schulmädchen-Report. Der deutsche Sexfilm der 70er Jahre (Taschenbuch)

von Annette Miersch (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Bertz + Fischer (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3929470128
  • ISBN-13: 978-3929470123
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 16,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 182.280 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Blick unters Dinrdl - Der andere deutsche Film der 70er

Sexfilme made in Germany fanden in den 70er Jahren ein Millionenpublikum. Zwischen '68 und '74 waren 50 Prozent aller deutschen Kinoproduktionen diesem Genre zuzuordnen. Heute genießen die berühmt-berüchtigten SCHULMÄDCHEN-REPORTE bei Trash-Nostalgikern Kultstatus.
Trotz alledem blieb dieses gesellschaftlich bedeutende Kapitel deutscher Filmgeschichte bis heute so gut wie ungeschrieben. Dieses Buch schließt diese Lücke:
Es erzählt die Geschichte der bundesdeutschen »Sexfilm-Welle« von den Anfängen in den 60ern bis zum Niedergang Anfang der 80er und folgt dabei neben film- auch kulturgeschichtlichen Fragen: Wie war die Befindlichkeit einer Gesellschaft, die solche Filme hervorbrachte, in welchem »sexuellen Klima« entstanden sie, und welchen Beitrag leisteten sie ihrerseits zum öffentlichen Sex-Diskurs? Eine kritische und faktenreiche Zeitreise in eine aus heutiger Sicht oftmals bizarr anmutende Ära.
Die 182 Fotos und Plakatreproduktionen ergänzen den Text eindrücklich.



Über den Autor

Annette Miersch studierte Gemanistik, Medienwissenschaft, Kunstwissenschaft und Pädagogik, arbeitete als Journalistin und Reporterin für zahlreiche Radiosender und als Dozentin in medienpädagogischen Projekten. Derzeit ist sie Redakteurin beim ORB.

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Viele Fehler und Lücken..., 26. November 2003
Von Ein Kunde
So sehr das Thema interessant wäre, so leidenschaftslos wie auch unwissenschaftlich ist das Buch.
Die Autorin hat leider sehr wenig Kenntnis über Film bzw. der Arbeit ihrer Interviewpartner. Auch versteht sich es nicht, die gängigen Quellen zum Thema von Seeßlen bis Phelix/Thissen zu interpretieren, z.B. wird der ehemalige Spediteur Alois Brummer wird zum Lastwagenfahrer, die Information in Syberbergs SEX BUSINESS-Doku wurde scheinbar negiert.

Gute Abbildungen, die Filmografie ist unbrauchbar. Schade drum!

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vergessenes und Verdrängtes, 26. August 2005
Von Ein Kunde
Der deutsche Sexfilm der 70er Jahre - bis vor einigen Jahren noch Dauergast im Privat-TV von RTL und SAT1, heute gibt sich noch nichtmal SuperRTL dafür her - ist ein bislang kaum diskutiertes, aber hochinteressantes Thema. Wie funktionierte eine Gesellschaft, die in Millionenscharen ins Kino strömte, um einen Film wie SCHULMÄDCHEN-REPORT noch in der 12. und 13. Fortsetzung zu sehen? Wie sind diese Filme entstanden, wie ernst waren sie gemeint und wie ernst wurden sie genommen? Welche Ausmaße hatte die Sexfilmwelle der 70er überhaupt - eine durchaus berechtigte Frage, sind doch nahezu alle Filme dieser Welle mittlerweile in der Versenkung verschwunden.

Annette Miersch eröffnet ihr Buch mit einem Interview, das sie mit dem Produzenten der SCHULMÄDCHEN-Filme Wolf C. Hartwig führte. In diesem trifft dieser nahezu unglaubliche Aussagen etwa zum Thema Vergewaltigung, die den kritischen bis negativen Grundtenor des Buches vorwegnehmen. Ansonsten geht es der Autorin vor allem darum, die SCHULMÄDCHEN-Filme in die Kontexte des bundesrepublikanischen Klimas der 70er Jahre einzuordnen und durch eine detaillierte Untersuchung, deren Ergebnisse in einem ausführlichen Anhang verzeichnet sind, das Funktionieren des Genres "Sexfilm" über einen vergleichsweise langen Zeitraum zu erklären.

Manchmal würde man sich eine etwas "lockerere" Herangehensweise wünschen - die Abneigung der Autorin gegen ihren Gegenstand ist selten zu überlesen - aber für die überfällige Eröffnung eines Diskurses zum Thema dennoch: 5 Sterne!

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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Leiche im Keller der BRD-Kinogeschichte, 2. April 2003
Wer an das BRD-Kino der Siebziger Jahre denkt, dem fallen Namen wie Fassbinder, Schlöndorf und Kluge ein. Gerne spricht man in Cineastenkreisen von der Glanzzeit des Autorenkinos und neigt dazu die Vergangenheit zu verklären. Denn während die Intellektuellen sich mit ihren 16mm-Projektoren in den Hörsälen verkrochen haben, zogen die großen Lichtspielhäuser mit billigen Sexfilmen aus deutschen Landen die Massen an und verdienten dabei eine Menge Geld. „Schulmädchen-Report", „Liebesgrüße aus der Lederhose" und „Lass jucken Kumpel" waren die Publikumsrenner. Zeit genug also, die Kino - Vergangenheit der BRD unter die Lupe zu nehmen.
Mit wissenschaftlicher Akribie untersucht Annette Miersch in ihrem Buch „Schulmädchen-Report" die erfolgreichste BRD-Kino-Reihe aller Zeiten und deren diverse Fortsetzungen und Derivate. Der Leser wird mit erstaunlichen Erkenntnissen über die damalige Kino-Situation konfrontiert.
Zu Grunde lag sicher eine Diplom- oder Magisterarbeit zu dem Thema. Davon künden der akademische Stil, in dem die verschiedenen Aspekte untersucht wurden und der spröde Charme einer reinen Materialsammlung. Der Spaß, den die Filme heute machen, und die Wiederentdeckung vieler Soundtracks während des Easy-Listenings-Booms in den späten Neunzigern ist leider auf der Strecke geblieben. Ebenfalls fehlt der Bezug zu aktuellen Fernseh-Formaten wie z.B. „Wa(h)re Liebe".
Trotz dieser Schwächen ist „Schulmädchen-Report" ein wichtiges Buch. Reich bebildert und durch aktuelle Interviews ergänzt, erhält der Leser über die filmhistorische Ebene hinaus Einblicke in Gesellschaft und Sexualverhalten der BRD in den Siebzigern.
Autorin Annette Miersch ist als Ostdeutsche erst nach der Wende durch die Fernsehausstrahlungen der BRD-Sexfilme mit dem Thema in Kontakt gekommen. Wie eine Pathologin seziert sie den Leichnam der jüngsten deutschen Filmgeschichte und überlässt die Wertung dem geneigten Leser.
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