Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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77 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre! Der Beginn der Aufklärung, 8. März 2008
Erbarmungslos, messerscharf, wissenschaftlich fundiert bringt K.H. Deschner das Glaubensgebäude der Kirche ins Wanken. Kaum ein Thema, das er nicht zerpflückt, ja seziert und von dem am Ende noch etwas handfestes übrigbleibt: Jesus selber, seine Historizität, die angebliche Gründung einer "Kirche", die Entsendung der Apostel, die Evangelien - alles ist Lug und Trug, praktisch jede einzelne "Wahrheit" aus der Bibel ist ein Lügenmärchen, zusammengestohlen aus allen möglichen alten (heidnischen) Kulturen. Deswegen musste man ja die Heiden, dann die Juden verfolgen, vernichten, sie waren dem Christentum zu ähnlich; das "Auserwählte Volk" waren plötzlich nicht mehr die Juden, jetzt waren es die Christen, und wer kein Christ war, wurde schnell katholisch gemacht: und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
Für mich war dieses Buch der Anfang eines langen Weges mit Karlheinz Deschner, dem ich nun nach Jahren die Freiheit verdanke, wieder denken zu dürfen, WAS ICH WILL - und zwar ohne schlechtem Gewissen und Sündenangst -und das auch manchmal zu sagen wage.
Mein großer Dank gilt Herrn Dr. Deschner!
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104 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die bittere Wahrheit, 29. Mai 2005
Bereits in der Schule habe ich mich gewundert, wieso ein Ein-Gott-Glaube so viele anbetungswürdige Personen (Heilige, Märtyrer etc) und in den Himmel aufgestiegene Verwandte des Gottes kennt. In Deschners Buch wird allzeit drastisch und teilweise polemisierend, aber immer auf nachvollziehbare Fakten gestützt, eine zweifache Erkenntnis transportiert: 1. Die Kirche ist wie die BORG aus Star Trek (alles wird assimiliert, was bei einer bekehrten Nation an brauchbaren Dingen in ihrem alten Glauben zu finden ist, umgebaut und als Bestandteil des Glaubens weiterverwendet, z.B. die Frauenkleider der Priester), 2. Jedes Dogma, jede Veränderung oder Präzisierung des Glaubens wurzelt in den machtpolitischen Anforderungen der jeweiligen Zeit, in der das alles entstand. Dazu paßt das Lieblingsthema des Autors, dass alle Evangelien, die dicht dran an die Zeit Jesu sind, verworfen wurden, und statt dessen ziemlich junge Evangelien genommen wurden, die dann auch noch über die Jahrhunderte "angepaßt" wurden. Nach der Lektüre kann man vielleicht noch an Gott glauben, aber sicher nicht mehr an sein Bodenpersonal.
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151 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesen Sie das Buch, bevor es vom Vatikan verboten wird!, 19. September 2005
Karl-Heinz Deschner legt wieder einmal ein ganz hervorragend recherchiertes Buch vor, das an Detailfülle und logischer Stringenz kaum zu übertreffen sein wird. Der Bogen wird gespannt von der historischen Person Jesus über die Kirchengeschichte, die Auslegungspraxis der Heiligen Schrift durch die Kirchen bis hin zu den Sakramenten. Gerade bei letzteren zeigt Deschner mit brillanter Klarheit auf, woher man kommt, was denn wirklich im Sinne Jesu gewünscht war und wie übermächtig die Einflussnahme der Kirche über die Jahrtausende war welche die ursprünglichen Intentionen doch ganz erheblich verfälscht hat. Ein weiterer Schwerpunkt seines Buches ist es aufzuzeigen wie stark insbesondere Paulus auf die Sichtweise der Frühkirche und auch unser heutiges Verständnis des Neuen Testaments Einfluss genommen hat und wie stark und wiederholt die Bibel zum Gegenstand kirchlich induzierter Veränderungen wurde. Alles in allem in mehr als lesenswertes Buch, das seinen Kritikern viel Kopfzerbrechen bereiten wird.Dennoch möchte ich auch zwei kritische Aspekte ansprechen: Zum einen benutzt Deschner mitunter einen in der Sache nicht angebrachten und von der Daten und Sachlage her auch in keiner Weise begründbaren geradezu hetzerischen Ton, der eher dazu geneigt ist zu emotionalisieren, jedoch der vernünftigen Auseinandersetzung mit dem Thema der „Einflussnahme" der Kirchen auf das geistige Erbe Jesu nicht helfen wird. Menschen, die sich über das Thema orientieren wollen, drohen eher abgestoßen als stimuliert zu werden. Zum anderen übersieht Deschner, dass die historisch-kritische Analyse der Heiligen Schrift für den Gläubigen nicht die allein seelig-machende Sicht der Dinge ist. Hier ist auch eine interessante Parallele insbesondere zur katholischen Kirche zu sehen, wo im Gegensatz zu Deschner, die Ergebnisse eben dieser historisch-kritischen Analyse am liebsten unter dem Deckmantel verschiedenster Dogmen unter den Teppich gekehrt werden sollen. Beide wollen, in der jeweiligen Verblendung nicht sehen, dass die Bibel kein historischer Tatsachenbericht ist oder ein Stück Historienroman ist, sondern es sich um eine Sammlung von Texten handelt die die Gottesinterpretation von Gläubigen im Sinne von hochgradig symbolhaften Erzählungen wiedergeben. Insofern greift die historisch-kritische Analyse zu kurz, ebenso wie die dogmatische Betonierung von Thesen und für den jeweiligen Absender wohlfeilen Aussagen. Fazit : Ein absolut empfehlenswertes Buch! Jedoch rate ich dazu, nicht nur Bücher von Deschner zu lesen, sondern auch andere Sichtweisen der Bibel heranzuziehen. Und, nutzen Sie das Buch, um mit anderen zu diskutieren; erst dann erschließt sich die gesamte Tragweite und Türen öffnen sich für offenere Sichtweisen.
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