Kurzbeschreibung
Die Erinnerungen an Roth beginnen um 1909 mit dem ersten Treffen der beiden Gymnasiasten und enden 1939 mit dem Begräbnis Roths in Paris. Ihre Freundschaft hatte eine wechselvolle Geschichte, die sich in den letzten Jahren durch Roths wachsende Alkoholabhängigkeit und seinen Konservatismus verdüsterte, vor allem aber durch die Bedingungen des Exils, das Morgenstern 1938/39 in einem Pariser Hotel mit Roth teilte.
Der gemeinsamen letzten Zeit ist ein Hauptteil des Buches gewidmet, das den Zeitgenossen und Freund Roth in seinem eigentümlichen Charme wie in seiner inneren Zerrissenheit auf bewegende Weise vor Augen stellt.
Autorenportrait
Soma Morgenstern, geboren 1890 in Ostgalizien. Nach dem Jura-Studium wurde er 1928 Wiener Kulturkorrespondent der 'Frankfurter zeitung'. 1934 verlor er als Jude diese Stelle. Am Tage der Annexion Österreichs durch Deutschland flüchtete er nach Paris. Seit Kriegsbeginn mehrfach interniert, konnte er über Marseille, Casablanca und Lissabon 1941 nach New York entkommen. Dort ist er 1976 gestorben.