Kurzbeschreibung
Der Erzähler wandert in der Revolutionszeit durch die Gassen und Boulevards von Algier, nimmt das ganze Elend und die sonstigen französischen Hinterlassenschaften mit seinem übersensibilisierten Blick auf und entwirft ein von starker Spannung durchzogenes Bild des Konflikts zwischen dem alten "Kultureuropa" und den verzweifelten Bemühungen der algerischen Bevölkerung, sich von diesem fatalen Erbe zu lösen und zu einer Identität zurück zu finden, die vielfach schon als verloren galt. "Die Stille" ist ein Aufbäumen des norwegischen Autors gegen die menschliche Ungerechtigkeit: Immer knistert irgendwo die Sehnsucht nach der Weltrevolution mit, nach dem Sprengen von Grenzen und Ketten, aber auch die Suche nach innerer Stärke und Aufrichtigkeit und der deutliche Hang zum Revanchismus.