Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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64 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Higa sagt uns, wie wir die Revolution machen können, 25. September 2002
Von Ein Kunde
Higa lässt den Leser tief in die technische Nutzung von Effektiven Mikroorganismen. eintauchen. Er beschreibt verständlich, warum gesunde Mikrobenbiotope in der Lage sind, Agarachemie zu ersetzen und chemische Lasten in der Natur zu knacken. Viele Beispiele aus Japan und über 100 Ländern dieser Erde zeigen dass die Effektiven Mikroorganismen zuverlässig funktionieren. Man glaubt sich in das Wunderland versetzt, so unglaublich klingen die Beispiele, wie Müllberge und Mülldeponien mit EM gemanagt, kaum mehr die Umwelt belasten. Die Landwirtschaft wird mit diesm Mikrobenbiotop in die Lager versetzt, degenerierte Böden in kurzer Zeit (2 - 5 Jahre) wieder zu beleben. Dann verdauen die Böden auch viel organische Substanz und schöpfen daraus die Kraft für gesunde Pflanzen. Gesunde Pflanzen ermöglichen Gesundheit für Tier und Mensch. Die Mikroben wirken stark antioxidativ. Diese Eigenschaft wir auch schon technisch verwendet. So zum Beispiel erfährt der Leser, dass Müllverbrennungen ohne Dioxinauscheidungen betrieben werden können. Das ganze funktioniert zu minimalen Kosten, weil die Mikroben überall auf der Welt total billig vermehrt werden können. Seine Betrachtungen über die Agrarpolitik in den Industrienationen und die Auswirkungen für Entwicklungsländer sind zum Teil langatmig, aber absolut für den kritischen Leser nachvollziehbar. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Wenn nur 5% von dem stimmen, was Higa sagt, sind die EM tatsächlich eine Revolution. Die Sache ist spannend, das Buch absolut lesenswert.
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48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch ist wirklich eine Revolution!, 12. Juni 2001
Ich konnte dieses Buch lesen wie einen Roman. Es ist einfach unglaublich was man mit diesen Mikroorganismen alles tun kann. Ich verwende sie seit Mai 01 als Gießzusatz in meinem Garten. Der beste Dünger den es gibt. Außerdem schütte ich sie in die Wasch-und Spülmaschine. Teruho Higas Entdeckung sollte mehr publik gemacht werden, dann müssten die Gemüsebauern keinen Kunstdünger mehr verwenden, ebenso könnten die Böden der Entwicklungsländer wieder fruchtbar gemacht werden und sehr viel mehr. Wer dieses Buch gelesen hat, wird mit Sicherheit sein Blaukorn in den Sondermüll kippen und so wie ich und viele meiner Bekannten, diese wunderbaren Mikroorganismen verwenden.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Mit Bedauern skeptisch geworden, 11. August 2008
Gekommen bin ich auf EM wie die Jungfrau zum Kind: einige EM-Keramikzylinder geschenkt bekommen, in Wasser gelegt, damit einen völlig verfetteten Herd gereinigt. Ein Wunder! Und ein wiederholbares, wie sich herausstellte! Bei Reinigung mit Wasser ohne EM bleiben bei Verfettung klebrige Rückstände, bei Wasser mit EM nicht der Edelstahl quietscht, wenn man mit feuchten, fettfreien Fingern rubbelt.
Daraufhin EM Zahnpasta ausprobiert mit gutem Erfolg Paradontose eingeschränkt - sie enthält auch weitere Wirkstoffe, so daß, abgesehen von einem möglichen Placeboeffekt nicht knallhart behauptet werden kann, ausgerechnet EM mache den Unterschied. Trotzdem, der Erfolg rechtfertigt den relativ hohen Preis.
Mein eingetopftes Basilikum wurde mit EM Wasser gegossen und zeigt trotz 1-2 Ernten keine Mangelerscheinungen, obwohl mein Vergleichsbasilikum mit NPK-Düngung läßt die Pflanzen fetter nachwächst. Gleichwohl finde ich positiv, daß bei Einsatz von EM sich mehr Triebe ausbilden und nicht verkümmern sieht schöner und gesünder aus.
Nun wollte ich Einzelheiten erfahren. Den einzigen wahrscheinlich wissenschaftlichen Artikel von Higa: Use of Microorganisms in Agriculture & Their Positive Effects on Environmental Safety erschienen bei Nobunkyo konnte ich nicht ohne weiteres auftreiben, andere wissenschaftliche Veröffentlichungen nicht recherchieren seltsam bei all den Jahren an einer rennomierten Universität. Ich habe also dieses Buch gelesen, wohlwissend, daß mich eine populärwissenschaftliche Präsentation seiner Forschung erwartet, aber doch, wie ich hoffte, tauglich für "halbgebildete Laien" wie mich.
Das Buch erzählt charmant die Entdeckung von EM, gewinnend durch seinen Enthusiasmus und dabei durchaus integer und authentisch im Ton. Ferner entwickelt es schöne und grandiose Visionen für Anwendungsbereiche und berichtet darüber hinaus von zukunftsweisenden Projekten.
Dennoch wundert mich nach der Lektüre nicht, daß EM in der Fachwelt wenig Widerhall findet, da es so gut wie keine harte Fakten liefert, die nachrecherchiert und von anderen Seiten erhärtet werden können. Es muß ja nicht gleich die Zusammensetzung von EM bekannt gegeben werden, aber ich hätte erwartet, wenn einige Quellen und (Projekt-)berichte von anderen Autoren genannt würden, die man nachlesen kann. Schließlich ist Higa nicht der einzige, der sich fürs Edaphon interessiert.
Denken ist ja beim Lesen stets von Vorteil im Folgenden ein paar Gedanken:
1. Vielleicht bin ich naiv, aber die Gründe zur Geheimhaltung der Zusammensetzung leuchten mir nicht ein. Sicher läßt sich vermuten, daß es eine Dunkelziffer von aufgekaufter, und dann unterdrückter Technologie gibt, aber es gab auch Wissensverlust durch Geheimhaltung und Esoterik; sei es mündlich überlieferte Stammesgeschichten oder alchemisch kodiertes Wissen.
Abgesehen von persönlicher Abneigung gegen Etablierung von Herrschaftswissen, verhindert diese Geheimhaltung, die sich offenbar auch auf alle Vorarbeiten und Projektberichte erstreckt, eine fachliche Auseinandersetzung und vertut damit die Chance auf eine allgemeinere Anerkennung als die von sympathischen Enthusiasten.
2.Alarmierend verunsichert mich das Kapitel über Schädlingsbekämpfung.
Zitat: S. 43: "So entwickeln sich z.B. die Eier, die von mit EM behandelten Fliegen abgelegt werden, niemals zu Larven.... "
Naja, und ob Fliegen von der Speisekarte aller Vögel und Spinnen komplett gestrichen werden können, entzieht sich meiner Kenntnis, doch meine Vermutung ist, daß auch sie einen Platz im natürlichen Ökosystem haben.
Zitat: S. 45: "So ist EM ein wirksames Mittel, den Nahrungsvorrat einer ganzen Ameisenkolonie zu zerstören."
Mooment mal - Ameisen z.B. werden als bedrohter Teil des mitteleuropäischen Ökosystems mühsam geschützt! Also bitte, um des Planeten willen, schüttet kein EM in Tannenwälder!
3. Haarsträubend desaströs für die Glaubwürdigkeit des Autors hingegen:
Zitat S. 43: "Ganz anders ist es bei den nützlichen Insekten. Die schädlichen Insekten, die Krankheiten verbreiten sind größtenteils Pflanzenfresser, die sich von schwachen oder kranken Plfanzen oder von verrottendem Material ernähren. Im Gegensatz dazu sind die meisten nützlichen Insekten Fleischfresser."
Soll das heißen: Schmetterlinge, Nachtfalter und Bienen werden mit den Schädlingen dezimiert, hingegen Wespen, Stechmücken und Fleischmaden (aus denen Fliegen werden) mit den Nützlingen gefördert?
Und wie paßt das zu der vorangegangenen Fliegengeschichte?
4. An anderen Stellen, z.B. S. 100, wird behauptet: EM bringt ausschließlich nützliche Resultate...
Die Nützlichkeitsfrage steht dabei im Kontext für den Menschen dagegen kann ich, da selber Mensch, kaum was haben - aber:
Woher weiß EM, was gut oder schlecht für den Menschen ist und was bewegt EM dazu, sich für den Menschen, sprich anthropozentrisch, zu verhalten?
Ähnlich heißt es, Zitat S. 142: ... es wird deutlich geworden sein, daß in keinem einzigen Fall sich schädliche oder negative Ergebnisse oder Nebenwirkungen gezeigt haben.
Das wurde zwar seitenlang durchaus spannend berichtet, aber ich fürchte, hier hilft nur schlichter Glaube in eine gütige Natur und einen Autor, der sich allenfalls auf einige Jahre Erfahrung stützt. Nix gegen Glauben, ich glaube ja selber vieles, z.B. daß mein Basilikum sich wohler fühlt mit EM als mit NPK, weils netter aussieht ohne Stümpfe.
Nur, wenn wirs besser machen wollen, als die zu recht gescholtene Industrie, die mit dieser Art von unreflektiertem Glauben diese Erfindung ist so toll, das kann doch gar nicht schädlich sein feste zum beklagenswerten Zustand unserer Umwelt beigetragen hat, folgende Meinung:
Wo wir unseren kargen Verstand einsetzen können, um (oft nur vorläufige) Gewiß- und Sicherheit zu erreichen, sollten wir unsere Glaubenskraft nicht als bequeme Instant Abkürzung zu vermeintlicher (und daher noch trügerischerer) Wahrheit mißbrauchen.
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