Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bildungsroman mit Stolpersteinen, 22. Oktober 2009
Eines sollte man vorher wissen, wenn man sich mit den Büchern Umberto Ecos auseinandersetzt: es wird nicht leicht! Zu umfangreich der Bildungskanon des Italieners, zu philosophisch und zu intellektuell sein Schreibstil für den schnellen Schmökerspaß zwischendurch. Ist dieser 1980 erschienene Roman deswegen schlecht? Eindeutig: nein!
Auch ich kannte wie so viele Leser zuvor zunächst die 1986 entstandene Verfilmung mit Sean Connery in der Hauptrolle des William von Baskerville. Dennoch, auch wenn man den Film - der sich doch gerade in seinem Ende erheblich von seiner literarischen Vorlage unterscheidet - bereits kennt und sich nicht vor Hochliteratur fürchtet, sollte man den Griff zu diesem Buch wagen. Es ist Bildungs- und Detektivroman, beschreibt Kultur, Geschichte, Philosophie und Religionsfragen des Spätmittelalters und breitet ein ganzes Panorama von Empfindungen, Gedanken und Bildern vor dem inneren Auge des Lesers aus. Dies ist nicht immer leicht zu verstehen, schlimmer noch, es ist durchaus auch einmal notwendig, Passagen erneut zu lesen, um den Inhalt zu erfassen und einzuordnen. Das kann Ungeduldigen schnell die Lust vermiesen, ich persönlich habe es eher als neuartige und interessante Erfahrung wahrgenommen.
Trotzdem habe auch ich Kritik anzumerken. Dass, gerade in den Dialogen, viel mit Latein hantiert wird, ist durch die damalige Nutzung als internationale Kirchensprache kein Problem und ein völlig vertretbares Stilmittel. Dankenswerterweise werden diese Passagen auch für die Nicht-Inhaber des Latinums übersetzt. Warum aber muss man dies um Himmelswillen im Anhang des Buchs tun? Wären Fußnoten auf den betreffenden Seiten nicht um Klassen lese(r)freundlicher gewesen? Das stetige Hin- und Herblättern schaffte das, was noch so verschwurbelte Endlosdialoge dieses Buchs nicht fertigbrachten - ich war genervt. Dafür muss es etwas Abzug geben, ansonsten wird dieser Klassiker rund um die Morde in der abgelegenen italienischen Benediktinerabtei des Jahres 1327 immer einen Ehrenplatz in meiner privaten Bibliothek einnehmen.
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71 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Vergnügen (wenn man eine Schnellvorlauftaste hat ...), 13. Oktober 2001
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche kamen gut rüber. Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Einmal ... ich war gerage sanft am Eindösen ... hat mich eine Stimme derart aus der Bahn geworfen, daß ich mich umsah, ob nicht jemand gerade mit mir gesprochen hat! (Habe das Gesamtwerk mit dem tragbaren Player mit Kopfhörern gehört, sollte ich vielleicht erwähnen ...) Der Erzähler alleine - der alte Adson (gesprochen von Heinz Moog) - Adson ist der junge Begleiter von William von Baskerville, der die Morde in dem Benediktinerkloster aufklären soll - verdient schon großes Lob! Die Stimme (er soll ja einen alten gebrechlichen Herren darstellen, der die Geschichte widergibt, so wie er sie in Erinnerung hat) ist einmalig, und leitet durch das 4-teilige Hörspiel. Auch die anderen Sprecher sind (wenn man die Augen schließt) irgendwie bildlich vorstellbar. Ihre Stimmen spiegeln größtenteils die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen. Sei es ... - Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen) - oder Salvatore - der immer in verschiedenen Sprachen spricht - (gesprochen von Wolfgang Reichmann) - oder der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlußendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt. 4 Teile umfaßt das Hörspiel (ich nenne es lieber Hörspiel, obwohl es hier unter Hörbuch eingeordnet wird). Damit wären wir auch schon beim ersten Nachteil der CD's: Die CD's sind in 6 Stück zersplittet. Jede CD enthält nur EINEN Track von einer Dauer um die 60 Minuten. Mitten in den Tracks kommt also ab und an eine Zusammenfassung vom jeweils vorhergehenden Teil. Was für mich etwas verwirrend war. Nächster Nachteil, den ich unterschätzt habe ist ... ... die Lauflänge einer CD besteht - wie oben genannt - aus einem (einzigen) Track! Man muß also wirklich die Zeit haben, sich eine CD am Stück anzuhören. Andernfalls lernt man die Vorzüge eines ruhigen Fingers beim Drücken der Schnellvorlauftaste kennen. Und mein tragbarer CD-Player spult anscheinend echt lahm vor, sodaß ich oft vorspielen mußte um ans Ende der CD zu gelangen.
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier werde ich jedes Mal zum begeisterten Wiederhörer!, 20. April 2007
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche in dem Hörspiel (bitte nicht verwechseln, es handelt sich hierbei NICHT um eine Lesung des Romans von Umberto Eco, sondern um eine Hörspiel-Bearbeitung!) sind wunderbar gemacht. Ein richtig atmosphärisches, mit viel Liebe gemachtes Hörspiel, das dem Buch und dem Film (den die meisten vermutlich bereits kennen, ehe sie an dieses Hörspiel geraten) hervorragend gerecht wird.
Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Das erste Mal als ich dieses Hörspiel gehört habe, hat's mich einige Male beinahe aus dem Krankenhausbett gefetzt, weil die Geräusche ganz schön wirklichkeitsnah in die Handlung eingebunden sind!
Der Erzähler, tut sein übriges dazu, die Geschichte vom "Namen der Rose" in einer mir bis dahin unbekannten Eindringlichkeit zu schildern. Heinz Moog verleiht dem "alten" Adson eine faszinierende Lebendigkeit, vor allem aber Glaubwürdigkeit. Hier spricht der Alte, aber durchaus weise Adson und als Zuhörer möchte man ihm liebend gerne ewig weiter zuhören!
Auch die anderen Sprecher gewinnen (vor allem wenn man die Augen schließt) plastische Formen. Ihre Stimmen spiegeln auf diese Art die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen. Sei es ...
- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen) oder
- Salvatore, der immer in verschiedenen Sprachen spricht (gesprochen von Wolfgang Reichmann) oder
- der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlussendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.
Dieses Hörspiel (produziert von BR/NDR/SWR) ist mittlerweile in vielen verschiedenen "Hüllen" (bzw. Ausgaben) erhältlich. [[[Tipp: Suchen und Vergleichen lohnt!]]] Tatsache ist aber, dass es sich um die Hörspielbearbeitung 1986 handelt. Ursprünglich wurde das Hörspiel aufgeteilt in 4 Teile. Hier auf 6CDs sind das etwa 340 Minuten Laufzeit.
Freilich, wer das Buch ''Der Name der Rose'' oder den gleichnamigen Film kennt, tut sich leichter damit der Handlung zu folgen.
Im Gegensatz zu den meisten Hörbüchern, die ich meistens auf langen Autofahrten höre, ist dieses Hörspiel nicht so gut als Untermalung für eine lange Autofahrt geeignet. Zumindest für den Fahrer nicht. Zu unterschiedlich sind die Lautstärken-Nuancen der Sprecher. Fürs gemütliche Zurücklehnen und Briefmarkensortieren, oder vor dem Aquarium Fische beobachten allerdings erstklassige Unterhaltung fürs Ohr!
Tipps ... für vergleichbar gut gemachte und unterhaltsame Hörspiele die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind: "Die Säulen der Erde" (7CD als Hörspiel-Bearbeitung, nach dem Roman von Ken Follett), "Die Päpstin" (Hörspiel, 2 CD), "Der Hobbit" (4 CDs auch ein Hörspiel). Wer die Muse verspürt dem kann man auch den "Baudolino" (ebenfalls von U. Eco) ans Herz legen. Im Gegensatz zu "Das Focaultsche Pendel"-Hörspiel (eine anstrengende Katastrophe, beim Zuhören jedenfalls) ist "Baudolino" sehr unterhaltsam. ;-)
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