von Christof Eck
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Den Start machen Versionskontrolltools, wie DIFF zur Feststellung von Unterschieden zwischen zwei Dateien, PATCH zur Anwendung von Änderungen, sowie RCS und CVS zur Versionskontrolle auf Datei- bzw. Projektbasis. Weiter geht es im zweiten Kapitel mit der Verarbeitung von Eingabedaten mit den Programmen LEX und YACC. Bei der Programmerzeugung darf natürlich eines der meistverwendeten Tools nicht fehlen: MAKE. Und damit die Quellen auch auf verschiedensten Plattformen compiliert werden können, wird auch AUTOCONF vorgestellt. Weiter geht es dann mit dem Erstellen von Prototypen mit Tcl/Tk sowie Tests, Fehlersuche und Profiling mit DEJAGNU, GDB, DDD, GPROF und GCOF. Den Abschluss bilden die Analyse von Programmen mit LINT und UNRAVEL sowie die Vorstellung der Entwicklungsumgebung SNiFF+. Damit ziehen die beiden Autoren einen großen Bogen um die kleinen Dinge, die die tägliche Arbeit des Programmierers leichter machen. Mir persönlich fehlen nur Tools für das Design von Anwendungen sowie die Erstellung von Metriken zur Beurteilung von Entwicklungsfortschritten und -komplexitäten.
Bei der Fülle von Programmen und dem Umfang des Buches -- etwa 300 Seiten -- kann man sich leicht vorstellen, dass die Betrachtung der einzelnen Tools nicht allzu umfangreich ist. Eine detaillierte Anleitung darf der Leser nicht erwarten. Aber gerade Programmierer mit Erfahrungen in nur kleinen Projekten finden hier einen nützlichen Überblick über die viele hilfreichen Werkzeuge. --Frank Müller -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Im Dpunkt-Verlag ist in der Reihe der Lehrbücher ein Handbuch erschienen, dass Einsteigern und Entwicklern der gehobenen Mittelklasse einen fundierten Überblick über die Tools der Linuxwelt verschafft. Die Autoren Zeller und Krinke -- beide Dozenten an Universitäten -- breiten auf beinahe 400 Seiten von der Versionskontrolle mit diff, patch, rcs und cvs bis zur Laufzeitanalyse mit GPROF und GCOV und der Arbeit mit einer IDE wie Eclipse die ganze Bandbreite der Linux Programmierung aus.
Das Augenmerk liegt allerdings auf der Handhabung der Werkzeuge: Da wird dem Leser lex und yacc nahe gebracht und die Fehlersuche mit dem gdb veranschaulicht. Wer Java programmiert, erhält eine Einführung in JUnit. Natürlich fehlen auch die Hauptwerkzeuge wie make und autoconf nicht. Was der Leser allerdings nicht lernt, ist das Programmieren als solches -- keine Einführung in C oder Java; das ist nicht Ziel des Buchs.
Zeller und Krinke verschaffen mit Open Source Programmierwerkzeuge einen umfassenden Überblick, der selbst Entwicklern, die schon etwas können sicher noch ein oder zwei Lichtblicke verschafft. Wer lesbare Erklärungen über Funktionsweisen sucht, wird sicher zufrieden mit dem Handbuch sein. --Susanne Schmidt
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