Das Buch
Gute Freunde handelt nicht nur von guten Freunden beim FC Bayern, sondern ist selbst ein guter Freund: nämlich für alle Fußballfans im Speziellen und für alle Liebhaber spannender und erfolgreicher Unternehmsgeschichten im Allgemeine. Dieses absolut lesenswerte Buch will man nicht nur Bayern-Freunden ans Fußballerherz legen, sondern auch Bayern-Neidern, -Skeptikern und -Hassern, die wahrscheinlich gar nicht wissen, dass selbst der deutsche Rekordmeister mit dem scheinbaren Dauerabo auf nationale Erfolge vor gar nicht allzu langer Zeit noch in der Oberliga herumdümpelte. Für eine Art Nachhilfestunde ist Hüetlins kurzweiliges Buch glänzend geeignet. Er, der sich eindeutig als guter Freund des FCB zu erkennen gibt, schreibt klar, verständlich, intelligent. Seine verbalen Konter und das hervorragende Satzstellungsspiel lassen erahnen, warum er es zum SPIEGEL-Schreiber und Erwin-Kisch-Preisträger gebracht hat. Allein die Überschriften zu den einzelnen Kapiteln (Trainieren mit Cäsar oder Diese Rummelfliege) wirken anziehend, der Text selbst ist sehr gut recherchiert, sentimental, flüssig und sinnvoll in einzelne Vereinsepochen unterteilt. Schade nur, dass Hüetlin erst mit den 1960er-Jahren beginnt. Über die interessante frühere Vergangenheit des Clubs erfährt der Leser so gut wie nichts; ein kleines Kapitel hierzu wäre toll gewesen.
Dafür bleibt mehr Raum für interessante Episoden in den vergangenen 40 Jahren: Storys über den Aufstieg und Niedergang von Gerd Müller, den Werdegang Franz Beckenbauers, die Episode vom FC Hollywood Ende der 1990er und natürlich die Flasche leer-habe fertig-Rede von Trappatoni, übrigens in Originalversion. Doch Hüetlin käut nicht nur Altbekanntes wieder, sondern zoomt sich noch näher heran als andere Sportjournalisten. Mitunter entsteht fast der Eindruck, dass er nicht nur bei fast allen Partien und Mannschaftssitzungen selbst dabei war, sondern auch noch in der Kabine -- Ergebnis zigfacher Gespräche, monatelangen Recherchierens und einer eigenen Leidenschaft für den Verein.
Fazit: Gute Freunde ist eines der am besten geschrieben Fußball-Bücher überhaupt und längst nicht nur für Bayern-Fans geeignet. Es ist eine einzigartige Zeitreise in die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Fußballclubs, wie sie so exakt-packend formuliert, detailliert recherchiert und kompakt zusammengefasst noch nie zu lesen war. Einziger Wermutstropfen: Hüetlin lässt seine Leser die Sympathie und Antipathie für bestimmte Personen deutlich spüren. Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer und Ottmar Hitzfeld sind offensichtlich besonders gute Freunde, Lothar Matthäus und Paul Breitner hingegen müssen viel Schelte einstecken, aus Hüetlins Sicht eben die wahre Geschichte. -- Christian Haas
"Thomas Hüetlin hat keine freundlich-unverbindliche Vereinschronik verfaßt. Vielmehr verdichtet er die Fülle seiner Recherchen zu einer vom ersten Satz an spannungsvollen, aufregenden, stellenweise brüllend komischen und dramaturgisch raffiniert gebauten Erzählung, deren Helden in ihren kurzen Hosen niemals lächerlich oder überschätzt wirken. Hüetlin schildert Männer, die untergehen und wieder auferstehen, die manchmal Freunde sind und manchmal Verräter, manchmal Götter und manchmal Schwammerln, und denen das Glück ebenso an den Stollen klebt wie das Pech, und die sich daran gewöhnen mußten, vom Publikum gefeiert zu werden und eine Woche später ausgebuht und verspottet." (
Die Welt )
"Thomas Hüetlin will 'die wahre Geschichte des FC Bayern München' erzählen und bietet viel mehr: wunderbare Charakterporträts und eine Sittengeschichte des deutschen Fußballs." (
Südwest Presse )
"Thomas Hüetlin hat gut recherchiert und die Geschichte des FC Bayern zu einem famosen Tatsachenroman verarbeitet." (
GQ )
"... sehr, sehr witzig." (
Amica )
"'Echte Freunde' ist ein Buch, geschrieben mit Witz und jener Dosis Pathos, die aus Herzblut gekocht wird." (
Die Zeit )
"Hüetlin hat ... nicht nur aus anderen Werken abgeschrieben, sondern fleißig recherchiert, und das hebt das Buch ab von vergleichbaren Titeln. Es ist deshalb für Freund und Feind höchst amüsant." (
Fränkische Nachrichten )
"Von den Anfängen in den sechszige Jahren in der Oberliga Süd bis zum heutigen Tage unterlegt Hüetlin die sportlichen Fakten der Vereinsgeschichte gekonnt mit interessanten, lustigen und persönlichen Anekdoten und Internas damaliger und aktueller Protagonisten. ... Ein gelungenes Buch über die Entwicklung vom kleinen Münchner Stadtteilklub zum europäischen Spitzenverein." (
Top in Sport Bayern München Special )
"Vom Oberligateam zum Weltclub mit Kaiser Franz, Müller & Co. 'Spiegel'-Reporter Hüetlin beschreibt den Aufstieg der Bayern als eine Firmen-, Familien- und Kulturgeschichte: packend und spannend." (
Penthouse )
"Bayern-Bücher gibt es viele, dies ist ein ganz Besonderes: Keine Chronik, kein Bilderbuch, kein Jubel-Organ. Sondern ein Fußball-Roman aus der Wirklichkeit, dramaturgisch geschickt aufgebaut und sprachgewaltig erzählt. ... [Hüetlins] reportagehafter Stil und seine klischeefreie, aufregende Sportsprache reißen mit, seine Beschreibungen sind frech, seine Analysen klar, seine Sympathien unverhohlen. Ein Sportbuch, fern der üblichen Produkte dieses Genres; ein Buch eben, wie es dem FC Bayern angemessen ist." (
Osnabrücker Zeitung )
"Solche Clubbeschreibungen sind meist faktenreich, manchmal soziologisch fundiert, selten fesselnd. Hüetlin macht es anders: Er ist kein Chronist, er ist ein Erzähler, einer, der den Leser sogar glauben machen kann, dass er dabei ist, wenn die Granden des FCB golfen. Hüetlin kommt den Protagonisten und Randfiguren der Clubgeschichte näher als die meisten Kollegen." (
bücher )
"Hüetlin hat mit seinem Buch über die Bayern in jeder Hinsicht neue Qualitätsmaßstäbe gesetzt ..." (
Der Tagesspiegel )
"In lebendiger Sprache verfaßt und mit vielen spannenden Gegebenheiten gespickt, ist Autor Thomas Hüetlin ein besonderes Werk über den erfolgreichen Klub gelungen. Nicht nur für Bayern-Fans!" (
Sport Bild )
"Im Gegensatz zum FC Bayern selbst ist dieses Buch reif für die Champions-League." (
Manager Magazin )
"Was dieses Buch von anderen Fußballbüchern vor allem wohltuend abhebt, ist die Tatsache, dass hier kein ehemaliger Sportler einen holprigen Text zusammengestümpert hat, sondern dass ein erfahrener Journalist nach gründlicher Recherche ein flüssiges Ganzes vorgelegt hat. ... In dieser gelungenen Vereins-Biographie paart sich Leidenschaft mit Sachverstand. Es gibt über das Thema 'Fußball' wirklich nicht viele Publikationen, über die sich das sagen ließe." (
Passauer Neue Presse )
"Spannend wie ein Krimi, schwungvoll wie ein Fußballspiel, feinfühlig und humorvoll, wie es ein gutes Buch nur sein kann." (
Ottmar Hitzfeld )
"Ich bin verzückt von diesem Buch, das die Entwicklung des Vereins vom Oberligadurchschnittsteam zum Weltclub mit Herz und dessen große Charaktere in wunderbarer Weise und journalistisch grandios beschreibt." (
Peter Brugger, Sportfreunde Stiller )