Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts ist so wie es scheint, 17. August 2005
Von Ein Kunde
Ein Schmöker mit grossem Suchtpotential. Auf mehr als 500 Seiten macht man als Lerserin eine Zeitreise von 1991 - 2001. Zuerst erscheinen zwei Handlungsstränge, die sich immer mehr ineienander verflechten. Aus der Sicht von verschiedenen ProtagonistInnen wird ein Verbrechen und dessen Aufarbeitung geschildert. Turow schildert dies, einfühlsam und glaubhaft. Vor allem aber, die Figuren entwickeln sich, gewinnen Einsichten über ihr Handeln. Das macht einen guten Teil der Spannung aus. Realistisch beschreibt der Autor, wie ein behinderter Mann von einem Polizisten dazu genötigt wird, ein Verbrechen zu gestehen, dass er nicht begangen hat. Dafür soll er Jahre später hingerichtet werden. Er bekommt noch einmal einen Anwalt zugewiesen, der ihn verteidigen soll. Dieser Anwalt ist alles andere als begeistert, als er diese Verteidigung übernehmen soll. Vor allem aber ist er kein Anwalt für Kapitalverbrechen, sondern ein Wirtschaftsanwalt. Je länger er und seine Assistentin sich mit dem Fall befassen, um so glaubhafter scheinen ihm die Unschuldsbeteuerungen des Angeklagten. Und langsam droht ihm die Zeit davon zu laufen. Er steht unter einem extrem hohen Druck, neue Beweise für die Unschuld seines Mandanten zu finden. Selten wurde auf so eindrückliche und spannende Art und Weise gegen die Todesstrafe angeschrieben. Der Autor schafft es immer wieder, eine neue Wende einzubauen, sodass das Buch bis buchstäblich zur letzten Seite spannend ist. Schauen sie in ihre Agenda bevor sie das Buch zu lesen beginnen. Sagen sie alle Termine die sie in den nächsten drei Tage haben ab, denn sie werden das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
vom Autor gibt es Besseres, 5. Januar 2006
Vermarktet werden die Bücher des Autors - auch dies hier - regelmäßig als "Justizthriller". Nun gut, das mag verkaufsfördernd sein. Aber die Einstufung als Thriller trifft allenfalls nur am Rande zu. Es geht nämlich vornehmlich nicht um Spannung, sondern ganz eindeutig ist es des Autors Absicht, einen "Gesellschaftsroman" zu schreiben, wobei das amerikanische Rechtssystem quasi als Katalysator dient, amerikanische Mentalität, Befindlichkeit, aber auch amerikanische Abgründe zu beschreiben. Allerdings muss man sagen, dass dieses Buch nicht Turows bestes ist. Vermochten "Die Gierigen und die Gerechten" und noch mehr "Das Gesetz der Väter" zu faszinieren, wirken die Protagonisten von "Das Gift der Gewissheit" ein wenig hölzern und eindimensional. Auch wenn dies nur eine unbeholfene Beschreibung sein kann, fehlt mir bei diesem Buch die "Seele". Weil dies so ist, empfand ich es auch schlichtweg als zu lang(-atmig, oder sogar -weilig?) und habe den Roman nur häppchenweise zu Ende und gleichzeitig drei andere Bücher - wesentlich zügiger - gelesen. Denjenigen, die Turow nicht kennen, sich aber für den Autor und dessen Sujet interessieren, würde ich ein anderes Werk (siehe oben) empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nichts als die Wahrheit, 5. Januar 2004
In dem neuen Thriller von Scott Turow geht es um den zum Tode verurteilten Romeo Gandolph, der mehrfach gestanden hat, den Restaurantbesitzer Gus und zwei seiner Gäste brutal erschossen und beraubt zu haben. Nach nunmehr zehn Jahren schreibt Rommy Gandolph aus der Todeszelle und schwört, dass er unschuldig ist.Der nicht gerade smarte, aber fleißige Anwalt Arthur Raven wird vom Bundesberufungsgericht des Kindle County zum Pflichtverteidiger für Rommy bestellt. Ravens Aussichten sind trübe. Aber nach anfänglichem Zögern glaubt er mehr und mehr, dass sein Mandant unschuldig ist.Was ist in diesem Restaurant damals wirklich passiert? Wie kam es zu den Geständnissen?Und - wie kann ein bis dahin praktizierender,nicht gerade heller Kleinkrimineller zum Mörder werden? Sagt Rommy nach zehn Jahren die Wahrheit oder will er nur seinen Hals retten? Unerwartet bekommt Raven Hilfe ausgerechnet von der Richterin, die Rommy damals zum Tode verurteilt hat:Gillian Sullivan, die zwischenzeitlich wegen Kurruption im Gefängnis saß und nun als Parfümverkäuferin arbeitet. Arthur und Gillian verlieben sich schließlich, doch sie verbirgt vor ihm ein folgenschweres Geheimnis... Die Staatsanwältin Muriel Wynn und der Cop Larry Starczek, die für Rommys Verhaftung gesorgt haben, schon damals sexuell voneinander abhängig und zehn Jahre später, trotz verschiedener Lebenswege, sich wieder sexuell hörig, haben kein Interesse daran, dass Rommy freigesprochen wird.Und tatsächlich gelingt es ihnen, die von Raven sorgsam geflochtene Beweiskette zu sprengen... In diesem Buch geht es nicht nur um die Auseinandersetzung mit der Justiz, es geht vor allem um die Vermischung privater Interessen und dem beruflichen Auftrag von Richtern, Staatsanwälten und Anwälten. Was ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit? Was ist Recht und was ist Gerechtigkeit?Wie weit ist das alles manipulierbar? Spannend ist er geschrieben, dieser Justizthriller, anfänglich habe ich mich wegen des Schreibstils zwar schwer getan, aber zwischen Wahrheit und Lüge hat es mich hin und her geschüttelt und gut unterhalten.
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