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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Bürokratie wurde von Ludwig von Mises gründlich untersuc, 12. Februar 2003
"Die Bürokratie" versucht den Zusammenhang zwischen dem Sozial- und Umverteilungsstaat und der zunehmenden Bürokratisierung und Regulierung aufzuzeigen. Mises beweist, daß das eine die Ursache für das andere ist. Noch schlimmer ist aber, daß durch den mächtigen Staatsapparat die Parlamente mehr oder weniger entmachtet werden. Somit wird klar, daß auf diesem Wege auch die Demokratie gefährdet ist. Zur Veranschaulichung der Problematik möchte ich folgendes Zitat aus dem Vorwort zur Originalausgabe von 1944 bringen: "Die wichtigste Streitfrage in den heutigen sozialen und politischen Konflikten ist, ob die Menschen die Prinzipien von Freiheit, Privatinitiative und individueller Verantwortung verraten und sich stattdessen der Vormundschaft eines riesigen Zwangsapparates - des sozialistischen Staates - ergeben sollten. Sollte autoritärer Totlitärismus die Stelle von Individualismus und Demokratie einnehmen oder nicht? Sollte aus dem Bürger ein Untertan werden, ein Untergebener in einer allumfassenden Arbeitsarmee, gebunden an unbedingten Gehorsam gegenüber den Befehlen seiner Vorgesetzten? Sollte ihm sein wertvolles Vorrecht - Mittel und Ziele zu wählen und sein eigenes Leben zu gestalten - genommen werden?" Die Grobgliederung des Buches: Einleitung 1. Gewinnorientiertes Wirtschaften 2. Bürokratisches Wirtschaften 3. Bürokratische Leitung öffentlicher Unternehmen 4. Bürokratische Führung privater Unternehmen 5. Die soziale und politische Bedeutung der Bürokratisierung 6. Die psychologischen Folgen der Bürokratisierung 7. Was kann getan werden? Schlußfolgerungen Ludwig von Mises versteht es, auf den 128 Seiten spannend und logisch nachvollziehbar über das Thema Bürokratie und seine Zusammenhänge in unterschiedlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belangen darzustellen. Dazu beschreibt er auch noch die Möglichkeiten der Gegensteurung gegen dieses wachsende Problem. In seiner Schlußfolgerung rechnet er mit dem Sozialismus ab: "Die Vorkämpfer des Sozialismus nennen sich Fortschrittliche, aber sie empfehlen ein System, das durch starre Einhaltung der Routine und durch Widerstand gegen jede Art Verbesserung gekennzeichnet ist. Sie nennen sich Liberale, doch sie beabsichtigen, die Freiheit abzuschaffen. Sie nennen sich Demokraten und verlangen doch nach einer diktatur. Sie nennen sich Revolutionäre, aber sie wollen den Staat allmächtig machen. [...] Gegen diesen Wahnsinn an Agitation gibt es nur eine Waffe; die Vernunft. Nur gesunder Menschenverstand wird benötigt, um den Menschen davor zu bewahren, zur Beute illusorischer Phantasien und leerer Schlagworte zu werden. Mises hat mit der "Bürokratie" eine kämpferische Schrift gegen die Gefahren der Verstaatlichung und des Sozialismus geliefert. Seine Vorhersagen sind zum Großteil eingetreten. Zum Glück sind die negativen Konsequenzen aber noch nicht so stark spürbar, wie es Mises befürchtet hat. Alles in allem ist es ein Buch, das ich als absolut lesenswert einstufen möchte. Zielgruppe sind Sozial- und Wirtschaftswissenschafter und alle Menschen, die sich als Demokraten sehen und ihr Leben weitgehend selbstbestimmen möchten.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genial zu lesen..., 24. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Empfohlen wurde mir dieses Buch von einem techn. Betriebswirt und ich kann nur sagen, dass es sich absolut gelohnt hat dieses Buch zu lesen. Es beschreibt in einer leicht nachvollziehbarer Weise wie es zu Bürokratie kommt, an welchen Stellen diese unumgänglich ist und warum sie auch überall anderswo zu finden ist. Trotz des höheren Alters des Buches ist es auf die heutige Zeit noch gut einsetzbar. Absolut zu empfehlenswert.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gegen die 'Herrschaft der Schreibstube', 18. August 2009
Ludwig von Mises ist der überragende Freiheitsdenker des 20. Jahrhunderts, der 'letzte Ritter des Liberalismus' - wie Prof. Dr. Hülsmann L. v. Mises in seiner großen Biographie nennt.
Auch in dem Buch 'Bürokratie' geht es L. v. Mises wieder um die Freiheit des Individuums.
L. v. Mises zeichnet den Weg der 'Bürokratie' (der Schreibstubenherrschaft) nach, wie Friedrich II. von Preußen französische Verwaltungsexperten importiert und von diesen die preußische Verwaltung aufbauen lässt, und wie diese an Funktionalität und Perfektion das französische Vorbild bald übertrifft.
Dabei analysiert L. v. Mises - wie immer - mit lupenreiner Logik, dass 'Bürokratie', Etatismus und Interventionismus sich gegenseitig ergänzen. Mit der Verehrung des interventionistischen Staates wächst die Verehrung für das Beamtentum, welches der 'Bürokratie' vorsteht, als ein Beispiel präsentiert L. v. Mises aus der Rektoratsrede von Georg Friedrich Knapp, dem Schwiegervater des 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss, jene Rede ist ein wahrhafter Lobgesang auf den Beamtenstaat.
In dem Buch arbeitet L. v. Mises heraus, dass 'Bürokratie' und freie Marktwirtschaft nicht gegensätzlicher sein können. In der Marktwirtschaft kann jeder nach seinem Gusto handeln und auf sein Glück vertrauen, hingegen ist die 'Bürokratie' immer ein Kommandosystem - Befehl und Gehorsam kennzeichnen die 'Bürokratie'.
Der moderne Staat, mit seinen etatistischen Staatszwecken und seiner interventionistischen Wirtschaftpolitik, macht sich - gem. L. v. Mises - die staatliche Verwaltung zu Nutze. Hierdurch entsteht dann tatsächlich die Tendenz zur "Schreibstubenherrschaft". Interventionismus, Etatismus und 'Bürokratie' gehen dann unaufhaltsam via Umverteilungsstaat den Weg hin zum Totalitarismus.
L. v. Mises betont in seiner Analyse, dass die gleichen Bürger, welche die 'Bürokratie' des Staates hassen, sich von dieser gegängelt und geknebelt fühlen, dass diese gleichen Bürger aber gerne die angeblichen 'soziale Segnungen' des Umverteilungsstaates annehmen. Diese Bürger verkennen, dass der Staat ihnen zunächst mittels Steuern und Abgaben jene 'Gelder', mit welchen Staat die 'sozialen Segnungen' finanziert, stehlen muss. Erst dann kann der Staat einen Teil der dem Bürger abgepressten Gelder verteilen, den Rest benötigt der Staat um seinen Unterdrückungsapparat zu finanzieren.
Je drastischer das Auspressen der Bürger durchgeführt wird, desto mehr 'Bürokratie'.
Das Buch 'Bürokratie' ist für alle kritischen Bürger und Freiheitsfreunde ein nützlicher Ratgeber und gleichzeitig eine prophetische Stimme aus der Vergangenheit, die uns vor den katastrophalen Folgen und Ausmaßen unserer zeitgenössischen 'Wohlfahrtsbürokratie' warnt.
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