Kurzbeschreibung
Preußen, obwohl längst Geschichte, spaltet bis heute die Meinungen. Den einen ist Preußen ein alles beherrschender Obrigkeitsstaat, der vom Militär dominiert, fremde Völker unterjochte und sie um Land und Habe brachte. Die anderen sehen in Preußen einen aufgeklärten Vernunftsstaat, der fremde Einflüsse nicht nur tolerierte, sondern in jeder Hinsicht gewinnbringend für seine Bürger zu nutzen wusste. Ziel der vier großen Ausstellungen zur Bildungs-, Militär-, Industrie- und Agrargeschichte Preußens ist, der Diskussion neue Grundlagen zu verschaffen und die umstrittene einstige Großmacht in ihrer Vielschichtigkeit zu beleuchten. Wie an exemplarisch ausgewählten Orten verschiedene Museen Themenkomplexe aufgreifen, die Preußen besonders geprägt haben, zeichnet dieser reich bebilderte Ausstellungskatalog nach. Mit einem Essay des Berliner Schriftstellers Günter de Bruyn.
Über den Autor
Günter de Bruyn, 1926 in Berlin geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in einem märkischen Dorf. Seine beiden autobiografischen Bücher "Zwischenbilanz" und "Vierzig Jahre" machten Furore. "Preußens Luise" wurde 2002 mit dem Deutschen Literaturpreis ausgezeichnet. Zu Günter de Bruyns zahlreichen Auszeichnungen zählen der Heinrich-Mann-Preis, der Thomas- Mann-Preis, der Große Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Künste, der Jean-Paul-Preis und, 2002 verliehen, der Deutsche Nationalpreis.