Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
polarisierender Esoteriker?, 14. Mai 2005
Von Ein Kunde
Keineswegs handelt es sich bei diesem Werk um eine Glorifizierung des Menschen Krishnamurti. Wir erfahren nur umfassender, was K. weit mehr als sein halbes Leben lang AUCH beschäftigt hat. Auch andere Biografien schöpfen aus teils unterschiedlichen Quellen oder es gab persönliche Zeugen von allerlei mystischen Erscheinungen und Gegebenheiten. Soll man dies nun alles ablehnen, weil man daran nicht glaubt? Der "späte" Krishnamurti wäre ausgewichen und hätte so etwas wie "stimmen Sie nicht zu und lehnen Sie nicht ab" gesagt. Was also sollen uns Informationen über die "Meister","geistige" Begegnungen mit "Buddha", "Maitreja" oder anderen mystischen/mythischen Gestalten, sagen? Was erfahren wir über K., wenn geschildert wird, daß er manchmal traurig, zornig, melancholisch oder verliebt war? Was hat es mit einer "Verklärung" des Menschen K. zu tun, wenn wir über seine prozessualen Auseinandersetzungen lesen oder gar davon erfahren, daß er einem Weggefährten die Ehefrau über viele Jahre ausspannte? Will man den Quellen des Autors Glauben schenken (und es wurden viele glaubhafte Dokumente herangezogen, die sich mit Aussagen Krishnamurtis bzw. den Quellen anderer Biografen teils decken), hatte er eine erotische Liebesbeziehung mit einer verheirateten Frau. Ist dies nun alles wichtig? Letztlich natürlich nicht, jedoch soll hier eine BIOGRAFIE vorgestellt werden und nicht die philosophische Grundaussage Ks. Zugegeben, es gibt weit "wichtigere" Bücher von/über K. Was wir hier aber so gut wie kaum irgendwo erfahren, ist die menschliche Seite des Weisheitslehrers. Unter einem ganz bestimmten Aspekt haben derartige Werke durchaus ihre Daseinsberechtigung: Es wirkt der Vorstellung entgegen, aus einem Menschen einen Guru oder gar ein gottgleiches Wesen zu machen. K. hat sich öfters in seinem Leben geirrt, hat gerne Filme von Clint Eastwood (jawoll, Spaghetti-Western!) gesehen, schnelle Autos gefahren (in seiner Jugend),Kriminalromane verschlungen (und nicht etwa "heilige" Bücher) und Muhammed Ali beim Boxen zugesehen (wegen der gedankenfreien Reflexe, die ihn interessierten; nicht der Gewalt wegen). Er wurde im hohen Alter von Pupul Yayakar einmal gefragt, warum sich sein Vokabular im Laufe der Jahre geändert habe. K. antwortete: "Vielleicht ist K.reifer geworden". Kurz vor seinem Ableben (er starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs)fragte er gar: "Habe ich etwas falschgemacht"? Zugegeben: Dieses Werk vermag nicht in der Tiefe zu berühren, so wie es eine inspirierende Rede oder die ausführliche Widmung eines bestimmten Themas es vermochte. Wenn ein Buch es aber schafft, daß Sie den "Glauben" an ein "Überwesen" verlieren, ist doch schon viel gewonnen. (K. verlor seinen (blinden) Glauben an die "Meister", als sein Bruder an TB starb. Vorher glaubte er fest an eine Genesung) ERST DANN können Sie sich daran begeben, selbst etwas herauszufinden. DAS hat K. immer gewollt und nie, daß man seiner Person besondere Beachtung schenkt.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
besser nicht!, 14. Dezember 2001
Ein relativ unkritisches Werk, dass einmal wieder zeigt, wie sehr Jiddu Krishnamurtis Leben und Werk unberechtigterweise von der New-Age-Bewegung und anderen esoterischen Spinnern vereinnahmt wird, die mit seiner eigentlichen Botschaft recht wenig zu schaffen haben und sich fröhlich an die Mystifizierung und Verklärung des Lehrers machen, der weder Schule noch Schüler wollte. Aufgrunddessen hat sich wohl noch kein seriöser Biograph seiner Lebensgeschichte angenommen, leider muss man daher mit diesem zudem schlecht übersetzten Machwerk vorlieb nehmen, das zwar auch die wissenswerten Fakten zusammenstellt, aber nicht gerade schön zu lesen ist. Durch dieses Buch weht kaum Geist. Besser, man liest die Fischer-Ausgabe "Vollkommene Freiheit" wenn man sich für den "echten" J. K. interessiert!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Kein Geist,, nirgends, 11. November 2005
Von Ein Kunde
Diese „Biographie“ ist eine Mischform, die keine Wünsche befriedigt. Von Geist, von Philosophie, davon, was Krishnamurtis Gedankenwelt denn ausmacht: Keine Spur. Der Ton ist devot und in der Regel auf treuester Linie der Theosophischen Gesellschaft. Dass einem klar ist, wer das ist, wer diese Präsidentin in übernommener Mutterfunktion, wer der merkwürdig hellseherische Lehrer, worum es den Theosophen überhaupt geht: Dieses Wissen wird vorausgesetzt. Gelegentlich hebt die Verfasserin zaghaft den Finger, um die Möglichkeit in den Raum zu stellen, dass XY Brief Z falsch aufgefasst haben könnte. Also, wieder einmal: Es wird vorausgesetzt, der Leser kennt Theorie, Briefe, Geschichte… der Theosophen. Sprachlich mitnichten auf dem Niveau von Biographen wie etwa Inge und Walter Jens.
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