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Nicht so tragisch
 
 

Nicht so tragisch (Gebundene Ausgabe)

von Justine Lévy (Autor), Claudia Steinitz (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 206 Seiten
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 2., Aufl. (26. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888974003
  • ISBN-13: 978-3888974007
  • Originaltitel: Rien de grave
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 193.032 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Enthüllungswerk, das in Frankreich Furore machte, als wäre man auf eine geheime und ungeheuerliche Familienchronik gestoßen. Gelobt seiner literarischen Qualitäten wegen, aber eben auch, weil das Elite-Personal sattsam bekannt ist. Justine Lévy, 31, als Louise und Ich-Erzählerin des Romans, ist immerhin Tochter des französischen Starphilosophen Bernard-Henri Lévy, eines scharf blitzenden Denkers mit Popstar-Status. Auch die restliche Besetzung blieb nicht lange geheim. Ex-Ehemann Adrien ist in Wirklichkeit der Philosophiedozent Raphael Enthoven, in seiner kultigen Allürenhaftigkeit Justines Vater nicht unähnlich. Inmitten dieser Geistesgrößen aus allerhöchstem Anspruch und einer um sich selbst kreisenden Brillanz wurde eine junge Frau zerrieben wie ein kleiner Kiesel -- ohne dass es weiter auffiel!

Louises Selbstentblößung findet nun auf offener Bühne statt. Atemlos, abgehackt und ohne Punkt und Komma wechseln sich Selbstbezichtigung und Anklage ab. Solches Großreinemachen einer geschundenen Seele hat man in derartiger Schonungslosigkeit selten erlebt. Das Gefühl des Nichtgenügens wurde in Louise manifest, als der geliebte Adrien sie Paulas wegen verließ. Diese war zuvor schon Geliebte von Adriens Vater, nun war der Sohn dran. Die Legende von Paula ist ein weiterer Skandalbaustein in Frankreichs Intellektuellenkreisen, verbirgt sich dahinter doch keine Geringere als Carla Bruni, Model und Ex-Jagger-Geliebte, die nun als Sängerin ihrer neuen Liebe auf CD huldigt.

Society-Klatsch hin, name-dropping her -- all dies verstellt nur den Blick auf ein großes Stück Literatur. In einer Sprache wie eine offene Wunde, schildert Justine, wie eine behütete Kindheit im Pariser Nobelviertel St. Germain, der geistvollste und kultivierteste menschliche Umgang nicht davor schützte, in die persönliche Katastrophe abzugleiten. Ein Leben im Schatten übergroßer Egos forderte seinen Preis. Louises Flucht in die Scheinwelt der Amphetamine hatte schon früh begonnen. Ringe unter den Augen? Egal, werden weggeschminkt. Der harte, finstere Blick, die Bosheit, die von ihr Besitz ergreift. Nicht so tragisch, solange sie nur „geistreich und pfiffig“ auftrat, wie Adrien es von ihr erwartete. Schließlich konnte nichts mehr betäubt werden, die Selbstauslöschung stand bevor. Erst die Literatur -- und man kann ihr nicht dankbar genug dafür sein -- erlöste schließlich von dem Übel und gab ihm einen Namen. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Liebeskummer lohnt sich nicht

Als sie von Adrien verlassen wird, gerät Louises Welt aus den Fugen. Unvorstellbar, jemals wieder zu jemandem »Ich liebe dich« zu sagen. Doch irgendwann lässt Louise die Fragen an sich heran, was denn da so schrecklich schief gelaufen ist. Und kommt zu dem überraschenden Schluss: Alles nicht so tragisch. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Im Schatten des berühmten Vaters..., 16. August 2005
Von Ein Kunde
Justine Levy ist die Tochter des berühmten französischen Philosophen Bertrand Levy. Als ihre Mutter die Familie verläßt, übernimmt der Vater beide Rollen und zieht die Tochter groß. Schon früh begegnet Justine im Sartre- Cafe beim Frühstück anderen berühmten Parisern und wächst mehr als verwöhnt und gutbehütet im vornehmen Stadtteil St Germain auf. Ihr Weg scheint vorgezeichnet- hauptberuflich Tochter, heiratet sie einen Mann, der nachher mit einem bekannten Model eine Affäre beginnen wird. Justine hat ein Geheimnis- seit sie Amphetamine auf dem Schreibtisch ihres Vaters entdeckt hat, kann sie nicht mehr ohne leben und seit ihrer Teenagerzeit nur so in der Glitzerwelt im Schatten des Vaters überleben. Niemand ahnt es und erst die Affäre ihres Mannes deckt ihre Sucht auf. Justine befreit sich langsam aus Depression und Sucht, kapselt sich vom Übervater ab und schreibt ihre Erlebnisse auf, um sie zu verarbeiten. Ein schockierendes, interessantes Buch, das zeigt, daß auch in der Glitzerwelt nicht unbedingt das Glück liegt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sehr emotional, gut zu lesen, 2. Dezember 2005
Der Anfang des Buches ist anstrengend. Ein ewig langer Satz jagt den nächsten, und gehetzt von vielen gewollten Wiederholungen und Kommata hat der Leser wenig mehr Chancen, als das Buch augenblicklich aus der Hand zu legen oder sich von der Erzählung vereinnahmen zu lassen.
Unbändige Wut, Schuldgefühle, Schuldzuweisungen, nicht erlaubte Trauer, nicht geduldete emotionale Regungen, all das jagt einander und wechselt sich stellenweise noch im gleichen Satz ab.
Doch schon hier vermag man zwischen den Zeilen zu lesen, und je weiter die Handlung - oder besser Erzählung, denn an einer Handlung mitsamt rotem Faden fehlt es doch recht stark - voranschreitet, um so ruhiger wird auch die Sprache des Buches, um so mehr wird die starke Unruhe, die auch der Leser empfindet, zuerst von Betäubung, dann von einer letzten Wut, von Gleichgültigkeit und schließlich von einem Funken Hoffnung, der in der Akzeptanz der Dinge lauert, abgelöst.

Die Autorin durchlebt in diesem Buch und mit ihrer Protagonistin die üblichen Phasen einer Trauer, an deren Ende jedoch, wie man weiß, in der Regel eine Art Neuanfang steht. Es kann schlecht in Abrede gestellt werden, dass Justine Lévy dies in erster Linie zur autobiographischen Verarbeitung nutzt, doch auch, wenn man Buch und Autorin vieles nachsagen kann, so doch nicht, sie könne nicht schreiben.
Sicherlich verletzt sie nicht wenige Regeln des Handwerks und vernachlässigt den bereits erwähnten roten Faden einer Handlung sträflich, doch stattdessen schafft sie etwas, das nicht viele können: Sie erreicht das absolute Gefühl der Identifikation mit dem Leser, wühlt ihn auf und lässt ihn fühlen, wie Louise fühlt. Dies alles erreicht sie auch ohne großartige Szenen, in denen auf die Tränendrüse gedrückt wird und tatsächlich nimmt auch die Zeit des Entzuges selbst nur ein paar wenige Seiten des Buches in Anspruch. Dieses Buch hat es nicht nötig, zu solchen Mitteln zu greifen und muss sich lang nicht hinter anderen Romanen verstecken.

Ein empfehlenswerter, stark autobiographisch durchsetzter Roman, den man lesen kann, weil man einfach mitreden können will. Er empfiehlt sich aber ebenso, um an den starken Emotionen in diesem Buch und einer an sich traurig-tragischen Geschichte, die aber nicht mit den üblichen Mitteln dieses Stils arbeitet, teilzuhaben.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Wirklich nicht tragisch, 23. Dezember 2007
Diese Rezension stammt von: Nicht so tragisch: Roman (Taschenbuch)
Justine Lévys Roman oder mehr autobiografische Erzählung wird schnell langweilig. Hat man die ersten Seiten gelesen, weiß man wie sie tickt oder gesehen werden möchte: verletzlich, zart, hilflos weil wohlbehütet. Früh wird geheiratet, einen unreifen Jungen, der sich in jedem Spiegel betrachtet und nach Anerkennung und beruflichem Erfolg lechzt. Er wird vorgeführt, nicht ohne Grund: da erfährt der Leser, dass ihm die Haare ausgehen, dass sein Schädel unrund ist und überhaupt: sie liebt es, ihn stets als Schwächling vorzuführen. Denn immerhin hat er sie verlassen, für eine andere, Paula (Carla Bruni), das Model und die Hexe, deren Schönheit natürlich in Wirklichkeit am Computer eines plastischen Chirurgen entworfen, wie sie uns hinter vorhaltener Hand verrät. Justines "riesige" Brüste sind dagegen immerhin echt und werden gleich mehrfach erwähnt, damit der Leser nicht vergisst, dass sie doch die bessere Wahl gewesen wäre.
Doch wer hätte sie nicht irgendwann verlassen? Als Anhängsel ihres Mannes liegt sie gern den ganzen Tag im Bett, hat Angst, sich vor seinen Kollegen zu blamieren und bleibt deswegen bei Empfängen stets daheim. Sie träumt vor sich hin und stolpert durch das Leben. Man ist eigentlich entsetzt über die naive Dummheit, die einem auf manchen Seiten schier entgegenschlägt. Sie treibt noch im fünften Monat bei einem befreundeten Arzt ab, weil ihr Mann sich noch nicht reif für die Familie fühlt. Daraufhin nimmt sie die Pille sieben Jahre ohne die vorgeschriebene wöchentliche Pause, weil sie Angst hat, noch einmal schwanger zu werden. Sie ist zu unsicher, um sich ihre Wohnung einzurichten, ja die einfachsten Dinge des Lebens scheinen zu schwer für Madame Lévy. Welch' Glück, dass sie immer auf Papa zählen kann, den berühmten Philosophen. Am Schluss des Buches erfahren wir dann, dass sie gestärkt aus der Trennung hervorgeht, während ihr Ex nur verloren hat. Ihr Neuer ist ein Freund des Stierkampfes. Na toll, den hätt' ich auch gern - aber nur, um ihn auf die Hörner zu nehmen.
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2.0 von 5 Sternen Penetrant

Der Medienhype um dieses Buch ist verflogen ... spätestens seit Carla Bruni ihr angepasstes Leben als Präsidentengattin aufgenommen hat. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von M. Pauli veröffentlicht

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