Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Netter Lesestoff, aber total unglaubwürdig, 6. März 2007
Der Untertitel des Buches lautet: "Wahre Geschichten über Sadomasochismus". Und darin erzählt ein geplagter Mann, wie er durch die Unterwerfungswünsche verschiedener Frauen und fast ohne jegliche eigene Schuld zum Dom gemacht wird. Das ist stellenweise ganz nett zu lesen, aber häufig auch so unwahrscheinlich, dass es mich nicht sonderlich anregte. Wie sich ein Dom gegenüber seinem "Opfer" fühlt, das erfuhr ich in dem Buch leider kaum, dafür gibt Sir John nun doch zu wenig über sich preis.
Sein eigentliches Initiationserlebnis ist wohl das mit Carol (2. Story). Sonderbarerweise taucht die schon in der Widmung nicht mehr auf. Obwohl ein erstes kurzes Zusammentreffen mit ihr alles andere als gelungen war, nimmt er eine Einladung von ihr an. Er findet sie im Haus ihrer Familie, sie hat sich selbst so gefesselt, dass sie sich nicht mehr selbst befreien kann und ihre Eltern kommen angeblich erst in 14 Tagen zurück, niemand kann sie dort hören und er soll alles mit ihr machen, was er will. Er war zum damaligen Zeitpunkt schon verheiratet und noch nicht bewusst dominant. Nun, Carol kannte ihn noch überhaupt nicht und er hätte nur auf halbem Wege zu ihr wegen seiner Frau ein schlechtes Gewissen bekommen müssen und schon wäre sie im Haus ihrer Eltern nach wenigen Tagen elendig verdurstet. So blöd sind Subs nun auch wieder nicht.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein buch für frauen - ein buch für männer, 22. Juni 2005
obwohl im vorwort versichert wird, es handle sich ausschließlich um wahre geschichten, habe ich es schwer, sir john diese beteuerung abzukaufen. der ultimative, einzigartige, perfekte dom, dem die frauen reihenweise die tür einrennen, um sich ihm als sklavinnen anzubieten, sich unter seiner peitsche in tausend höhepunkten zu winden, ihm schon nach der ersten nacht bis zur selbstaufgabe zu verfallen - dieses bild ist einfach zu wunderbar gemalt, um nicht wenigstens ein bisschen aus dem märchenreich zu kommen.
und dennoch (oder gerade deshalb?) ist es ein schönes, lesenswertes buch. keine plumpe pornografie, die irgend welche klischees bedient, sondern sensibel verfasste und gut geschriebene geschichten über menschen.
die gratwanderung, bei all seiner demonstrierten "vollkommenheit" auch ganz menschlich, ja sogar sympathisch zu bleiben, hat sir john mit seinen texten bewundernswert elegant geschafft. was ich ihm absolut abkaufe: dass er die devoten frauen seines lebens - wie viele oder wenige es auch gewesen seien - allesamt als personen respektiert und geliebt hat, dass er das geschenk ihrer unterwerfung gebührend zu schätzen weiß und dass er sich der verantwortung, die mit der anahme dieses geschenks einhergeht, bewusst ist.
diverse "folterszenen" mögen einander gleichen, dennoch kommt keine eintönigkeit auf, weil das gefühl erhalten bleibt, es nicht immer wieder nur mit einem anderen körper zu tun zu haben, sondern mit einer ganz neuen, ganz anderen und auf ihre weise ganz besonderen frau. und so gestalten sich diese szenen nicht einfach nur brutal, sondern selbst in ihrer teilweise fast schockierenden härte sehr erotisch.
ein buch für frauen - weil sie wissen sollen, dass nicht nur sie viel auszuhalten haben, sondern dass ihr sadistischer dom auch erst einmal aushalten muss, was er ihnen antut, und dass die lust, die er aus ihrer unterwerfung gewinnt, mitunter hart verdient ist.
und ein buch für männer - für uns allzu menschliche, manchmal verunsicherte und gar nicht perfekte doms, denen von zeit zu zeit ein wenig bestätigung - oder sogar ermutigung? - auch ganz gut tut...
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ehrlicher Blick - sanft und hart, 14. August 2002
Von Ein Kunde
Mir hat dieses Buch viel von dem Gefühl genommen, das SM nur von bösartig sadistischen Lack-&-Leder-Menschen betrieben wird, die Zigaretten auf nackter Haut ausbrennen. Ich finde, er beschreibt ehrlich und offen auch negative Gefühle oder Zweifel, die er in manchen Situationen hatte, beschreibt das Herantasten an diese Form der Sexualität und was mir besonders gefällt: beschreibt seine Sklavinnen als die Individuen und wertvollen Wesen, die sie sind,- als stolze Frauen, die sich entschließen, sich ihm zu schenken. So soll es sein. - Ich finde es wundervoll. Natürlich auch sehr erregend. Aber hauptsächlich wundervoll ehrlich.
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