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Polyplay (Taschenbuch)

von Marcus Hammerschmitt (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Argument Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886199746
  • ISBN-13: 978-3886199747
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 13,2 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 278.656 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wir schreiben das Jahr 2000, zehn Jahre nach der Wende. Bei der Untersuchung des ausgesprochen gewaltsamen Todes, der den computerfanatischen Jungen Michael Abusch ereilt hat, gerät Kommissar Kramer mit der Staatssicherheit aneinander, die den Fall an sich ziehen möchte. 2000? Stasi? Stimmt genau, denn Polyplay ist ein klassischer Alternativweltroman -- die Wende ist umgekehrt verlaufen, und die BRD wurde an die DDR angeschlossen, nachdem der kapitalistische Westen in einer Wirtschaftskrise zusammengebrochen war.

Abgesehen von dieser Prämisse liest sich der Roman auf den ersten hundert Seiten wie ein typischer Berlin-Krimi. Polyplay schildert deprimierend deutsche Verhältnisse, die ständig zwischen Großstadtschmutz und gelecktem Bürokratismus schwanken. Die Groß-DDR erscheint verglichen mit der realexistierenden BRD weder wünschenswert noch Schrecken erregend. Die Unterschiede stecken eher im Detail: Da wird zum Beispiel erwähnt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel im sozialistischen Berlin konkurrenzlos billig sind, oder die Protagonisten ärgern sich über die Wessi-Altreichen. Nazischläger sind im realsozialistischen Gesamtdeutschland ebenso präsent wie in der BRD-Wirklichkeit -- nur kommen sie bei Polyplay normalerweise aus dem Westen. Sogar unser aktueller Außenminister bleibt uns in Hammerschmitts Roman erhalten.

Kommissar Kramer tappt immer ratloser durch diese Welt und sucht nach Antworten. Sein Fall wie auch sein Privatleben entgleiten ihm zunehmend. Nach und nach verliert er nicht nur das Vertrauen in seine Freunde und Kollegen, sondern auch das in seinen Sinn für die Wirklichkeit. Als Leser kann man Kramers Ratlosigkeit und später sein verbittertes Aufbegehren voll und ganz nachfühlen. Das furios-verblüffende Finale sollte schließlich auch jene zufrieden stellen, die von Hammerschmitt SF-lastigere Kost erwarten. Polyplay ist ein im besten Sinne kritisches Buch, das bei allem Pessimismus nie ganz die Hoffnung auf eine zumindest ansatzweise bessere Welt aus den Augen verliert. Mitdenken und mitfiebern -- Hammerschmitt at his best! --Jakob Schmidt



Bielefelder - Die Illustrierte für Bielefeld, Februar 2003

Berlin, Hauptstadt der DDR, 3. April 2000: Vopo-Oberleutnant Kramer untersucht den Tod eines Computerspiel-Junkies. Spuren verschwinden, die Stasi mischte sich ein. In diesem kuriosen Krimi lief die Wiedervereinigung andersrum: Die DDR hat die BRD geschluckt! Spannend bis zum bösen Schluss. (H.P.M.)

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen auferstanden aus Ruinen, 5. April 2003
Von sf-jens (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Kriminaloberleutnant Kramer muß einen neuen Fall übernehmen. Ein Jugendlicher wurde ermordet und die Umstände sind alles andere als appetitlich. Hinzu kommt, daß sich der Fall schon frühzeitig zu einem Politikum zu entwickeln scheint. Kramer ist darüber nicht besonders glücklich. Er wird von verschiedenen Stellen unter Druck gesetzt. Doch was er herausfindet, ist irgendwie nicht das, was seine Vorgesetzten hören wollen.
Eigentlich beginnt die Geschichte wie ein Krimi. Allerding fällt schon früh auf, daß Ort, Zeit und Gesellschaftsstruktur irgendwie nicht stimmen können. Marcus Hammerschmitt hat eine äußerst interessante Alternativwelt geschaffen, in der die deutsch-deutsche Wende und Wiedervereinigung anders verlief, als wie wir es kennen. Das ist gewagt, anspruchsvoll und wohl auch gnadenlos überspitzt. Aber der Autor hat es bravorös geschafft, daß die Geschichte trotzdem rund wirkt. Alles paßt gut zusammen, und die Handlung fesselt sehr. Und das Finale hat es auch in sich. Die Sprache wirkt stellenweise zwar ein wenig holprig, fügt sich aber durchaus in das dargestellte Bild ein.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kluge Variation des Cyberspacethemas, 16. Februar 2003
M. Hammerschmitt hat einen weiteren, klugen und spannenden Roman geschrieben. Der Rätselhafte Mord an einem Computerkid in der siegreichen DDR der Gegenwart, die privaten Probleme des Kommissars, sowie die "Einblendungen" von einer "Computerinsel" machen die Sache interessant und lesenswert. M.H. hat gewiss einer schon verhanden Idee ( siehe dreizehnter Flur etc. ) "nur" neue Aspekte zugefügt , aber dies hat er sehr gut getan und ist ja auch häufig die Grundlage für beste Unterhaltung. Im übrigen sind auch alle seine anderen Bücher ihr Geld wert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Fängt langsam an, aber dann!, 30. August 2003
Von Ein Kunde
Zugegeben, durch die ersten Seiten habe ich mich durchgekämpft, da konnte selbst die klassische Leiche am Anfang des Utopie-Krimis nicht so recht in die Geschichte reinziehen. Eine scheinbar im Nichts stehende "Jonasklage", die vielen Abkürzungen, die, wenn sie einem nicht geläufig sind, einfach ein wenig das flotte Lesen bremsen, das Müller-Lohmann-Prinzip etc. Aber dann schafft es Hammerschmitt, die Handlung nach und nach so in Schwung zu bringen, dass man das Buch einfach nicht mehr weglegen kann. Ich habe es in einer sehr langen Nacht und einem halben Tag verschlungen. Spannend bis zum überraschenden Ende - und beim Schluss ist mir beim Aha-Erlebnis die Kinnlade runtergelappt.
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2.0 von 5 Sternen Man wundert sich schon
Wo landen eigentlich die Sätze, die so mancher Soapserien-Autor streicht, weil sie ihm zu peinlich sind? Hammerschmitts Roman ist auch sonst ziemlich traurig geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2005 von Maarten Gassmann

3.0 von 5 Sternen Deutsche Demokratische Matrix
Zwei Ideen, die nicht neu, aber durchaus reizvoll sind:"Was wäre, wenn nicht die BRD die DDR geschluckt hätte, sondern das wiedervereinte Deutschland unter sozialistischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2003 von Schaurich Volker

5.0 von 5 Sternen Sehr schön
Man wird in dieses Buch reingelockt mit dem Versprechen auf einen "normalen" Krimi (abgesehen von dem ungewöhnlichen Szenario), glaubt diesem Versprechen sehr lange und... Lesen Sie weiter...
Am 12. März 2003 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen ganz nett
Rüdiger Kramer, Oberleutnant der Volkspolizei, wird am 3.4.2000 zu einem Tatort gerufen: Der 16-jährige Michael Abusch liegt mit zertrümmertem Schädel vor den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2003 von rothlinks

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