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Geschichte eines Lebens
 
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Geschichte eines Lebens (Gebundene Ausgabe)

von Aharon Appelfeld (Autor), Anne Birkenhauer (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 201 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin; Auflage: 3., Aufl. (18. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871345083
  • ISBN-13: 978-3871345081
  • Originaltitel: sippur chajim
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der im damals rumänischen Czernowitz geborene Romancier Aharon Appelfeld kam 1946 als 14-jähriger Holocaust-Waise nach Israel. Jahre des Leids lagen hinter dem Jungen. Mit gerade mal sieben war er aus der bis dahin heilen Welt seiner Kindheit gerissen worden. Was folgte waren Terror und Gewalt: Der Todesschrei seiner Mutter sollte ihn das ganze Leben begleiten…

Die lesenswerte und von Anne Birkenhauer glänzend übersetzte Geschichte eines Lebens – seines Lebens – ist keine stringent erzählte Autobiographie Appelfelds. Es ist vielmehr ein Bericht über das, was von diesem Leben sich in die Erinnerung des Autors eingebrannt hat. Weder werden Lücken um der Stringenz willen geschlossen, noch wird vermeintlich oder tatsächlich Wichtiges besonders ausgeschmückt und von vermeintlich oder tatsächlich Unwichtigem geschieden. Der Autor traut einfach seiner Erinnerung. Und er hat gut daran getan!

Auch als Literat hat Appelfeld es anfangs keineswegs so einfach gehabt, wie die späteren Erfolge glauben machen könnten. Im Gegenteil: Aufrichtig wohlmeinende Freunde rieten ihm dringend von einer Karriere als Schriftsteller ab, die aufgrund mangelnder Begabung nur scheitern könne. Nur gut, dass er, so schwer es ihm fiel, auch hier nur seiner eigenen inneren Stimme traute. Nicht nur hätte er sonst im Schreiben keinen Trost finden können, auch wir wären niemals in den Genuss solch grandioser Bücher wie Tzili, Der unsterbliche Bartfuß oder Badenheim gekommen. --Alexander Dohnberg



Pressestimmen

"Durch seine literarische Könnerschaft ist Aharon Appelfeld Autoren wie Primo Levi oder Imre Kertész ebenbürtig." (Der Spiegel)

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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Dreigeteiltes Leben, 15. Mai 2007
Von Heiko Bolick (Olten, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Geschichte eines Lebens (Broschiert)
Die "Geschichte eines Lebens" von Aharon Appelfeld (*1932) ist eine vielschichtige Autobiografie, die nicht linear erzählt ist. Gewisse Wiederholungen in den kurzen Kapiteln lassen auch darauf schliessen, dass der Autor über einen langen Zeitraum an dem für ihn schmezhaften Text gearbeitet hat. Die Unaussprechlichkeit der Geschehnisse im Holocaust haben bei Aharon Appelfeld zu einer mehrfachen Sprachlosigkeit geführt. Davon und von der Überwindung handeln das Buch. Die Zeit im Lager ist nicht beschrieben. Die Kindheit, und das was nach dem Krieg davon aus den Trümmern der Erinnerung befreit werden konnte, ist mit unglaublicher Schöhheit erzählt und gehört für mich zu den eindrücklichsten Schilderungen dieser Art. Die Sanftmut Aharon Appelfelds als Beobachter und Staunender tragen natürlich wesentlich zu Stimmung des Textes bei; Hass und Machtgedanken sind ihm fremd. Inhaltlich geht es in diesem Zeitabschnitt um den Gegensatz des bürgelich-assimilierten Elternhauses und der gläubigen Welt der Grosseltern auf dem Lande. Nach dem Krieg kommt Aharon Appelfeld nach Palästina und wird mit fehlender Zugehörigkeit und einer Ideologie des Neuanfangs konfrontiert, die keinen Widerhall in ihm auslöst. Er, der Sprachlose mit den abgeschnittenen Wurzeln der Bukowina und Galizien, musste zuerst mühsam Hebräisch lernen, um zu erfahren, dass Deutsch, Jiddisch und Ukrainisch im dunklen Strom seiner Vergangenheit fliessen und ihn, zusammen mit den Bildern dieser Zeit, auch tragen können. Das Ringen um einen eigenen Platz im geschundenen Leben ist weniger eindrücklich dargestellt, als die Kindheit. Vielfach geht es um Religion und Literatur in Israel, Schule, Lehrer und Mentoren, falsche und echte Freunde, Krieg und Politik, in der Welt angedeutete Veränderungen, die ohne grosse Anteilnahme an Aharon Appelfeld vorüber ziehen. Ja, am Schluss des Buches berichtet er ausführlich über den "Club", in dem sich Überlebende zum Andenken eingefunden haben, Bücher herausgeben, Schach spielen, Café trinken und nach und nach sterben. Es kommt mir vor, wie das Leben andernorts stattgefunden hat. Einen Vorwurf kann man Aharon Appelfeld deswegen aber nicht machen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Appelfeld lesen!, 16. März 2005
Von Peter Nink "Peter Nink" (Deutschland und Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das historische Motto des Jahres lautet „60 Jahre Kriegsende", fast so, als handele es sich um irgendeinen Krieg, der irgendwie endete. Schon seit geraumer Zeit verschiebt die Zeitgeschichtsschreibung den Fokus auf die Leiden der Deutschen, mit dem sicher nicht beabsichtigten Effekt, dass die Rechten in Dresden vom „Bomben-Holocaust" sprechen. Dass dieser Krieg von Deutschland in die Welt getragen wurden und zunächst bei anderen unzählige Opfer forderte, daran erinnert auch der israelische Schriftsteller Aharon Appelfeld in seinem sehr bewegenden Buch „Geschichte eines Lebens". Appelfeld, 1932 in Czernowitz/ Ukraine geboren, verlor bereits als Kind seine gesamte Familie - in der Vernichtungsmaschinerie der Deutschen. Sein eigenes Überleben ist eher eine Wundergeschichte.
Liebevoll erinnert er sich an seine Mutter - mit der er deutsch sprach -, den eher rational denkenden Vater, den tiefgläubigen Großvater - mit dem er jiddisch sprach - und an viele andere. Den Tod der Mutter, von Deutschen und Rumänen erschlagen, muss er miterleben. Vom Vater wird er auf dem Transport ins Konzentrationslager getrennt - und verbringt die nächsten sechs Jahre in den Wäldern oder bei Bauern, denen er sich als ukrainisches Waisenkind ausgibt.
Seine Beschreibungen sind voller Zärtlichkeit, Ungläubigkeit angesichts menschlicher Niedertracht, Trauer. Eindringlich sind seine Erinnerungen an die ersten Tage der Befreiung, die er mit vielen anderen an der adriatischen Küste verbringt, sowie die Erlebnisse in italienischen Flüchtlingslagern vor der Überfahrt nach Palästina. Auch sein Versuch, dort Fuß zu fassen und ein Isreali zu werden, prägt sich dem Leser ein und erweckt viel Sympathie für den Menschen Appelfeld. Deutschland und Israel teilen zurzeit eine Besonderheit: In beiden Ländern verstummen die Zeitzeugen allmählich. Und in beiden Ländern benötigen wir ihre Zeugnisse so sehr. Aharon Appelfelds Bücher sollten in Deutschland mehr Verbreitung finden!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Zeugnis der Menschlichkeit, 7. März 2005
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Aharon Appelfeld beschreibt sein Leben. Er gehört zur Generation der Juden, die als Kinder den Holocaust überlebt haben, und nun, über 60 Jahre danach, den Versuch wagen, zu beschreiben, was diese schrecklichen Erfahrungen für ihr Leben bedeuten.
Appelfelds Versuch ist in höchsten Maße gelungen. Ich habe selten ein Buch gelesen, das in einer so poetischen Sprache eigentlich Unsagbares beschreibt. Trotz aller bitteren Erfahrung durch von Menschen zugefügtes Leid an sich selbst und an anderen, hält Appelfeld bis in sein Alter auch in seiner neuen Heimat Israel fest an seiner Überzeugung, dass es sich lohnt, an der Menschlichkeit des Menschen festzuhalten. Sein unzwingbarer Wille zur eigenen Unabhängigkeit von Moden und Meinungen überzeugt und macht Mut, auch in schwierigen Zeiten an Ideen wie Menschlichkeit und Gerechtigkeit festzuhalten.

Ein wunderbares Zeugnis der Menschlichkeit , dem viele LeserInnen zu wünschen sind.

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Veröffentlicht am 17. April 2007 von Colin Wood

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