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Der Erziehungsnotstand
 
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Der Erziehungsnotstand [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Petra Gerster , Christian Nürnberger
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin; Auflage: 2.Aufl. (Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871344338
  • ISBN-13: 978-3871344336
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de-Verkaufsrang: Nr. 834.754 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Expertenmangel in Deutschland. Die Wirtschaft schlägt Alarm: Schulen seien nicht praxisorientiert, die Ausbildung dauere zu lange. Und die Politik reagiert: Das Bildungssystem ist wieder Thema -- für Petra Gerster und Christian Nürnberger ein Zeichen, dass sich politische Entscheidungen in erster Linie an den Interessen der Wirtschaft orientieren. Dabei liegt ihrer Meinung nach die Misere nicht in fehlenden Wirtschaftsspezialisten, sondern im Erziehungsnotstand: Lehrermangel, veraltete Unterrichtsmethoden, eine vernachlässigte Erziehung und verhaltensauffällige Kinder. Mit ihrem Buch Der Erziehungsnotstand wollen die Autoren daher eine öffentliche Diskussion über Werte und Erziehung anregen.

Gerster und Nürnberger haben beobachtet, dass viele Eltern in der Erziehung unsicher geworden sind und sie deshalb auf ein Minimum reduzieren. Doch nur erzogene Kinder können sich in der Schule so verhalten, dass ein erfolgreicher Unterricht möglich ist. "Wer eine bessere Bildung will, muss daher zuerst die Erziehung verbessern", fordern die Autoren. Sie sehen Bildung als reinen Selbstzweck. Wie bereits Humboldt forderte, sollen Humanität und "gelungenes Menschsein" Ziele der Bildung sein -- und nicht Nützlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Gerster und Nürnberger akzeptieren daher nicht, dass Schulen und Universitäten lediglich als "Fitmacher" für künftige Jobs missbraucht werden. Denn nur aus Bildung entstehe Kultur. Und nur in einem kultivierten Umfeld können Kinder wichtige Eigenschaften wie Interesse, Neugier, Leistungswille und Engagement entwickeln, betont das Autoren-Paar.

Die profilierten Journalisten Petra Gerster und Christian Nürnberger sind selbst Eltern zweier schulpflichtiger Kinder und beschreiben den Erziehungsnotstand aus eigener Erfahrung. Sie analysieren Situationen in Familie und Schule, die dem Leser nur allzu bekannt vorkommen. Der Erziehungsnotstand ist ein äußerst lesenswerter Beitrag zur aktuellen Diskussion um das Bildungssystem. --Gabriele Hilchenbach

Kurzbeschreibung



Werte sind wichtiger als Faktenwissen


Unsere Politiker lassen die Schüler im Stich, Personalchefs fordern Computer-Know-How statt Persönlichkeit. Das Lernziel heißt: Im Wettbewerb bestehen! Petra Gerster hält dagegen: Bildungspolitik darf nicht den Interessen der Wirtschaft dienen. Es ist Zeit, dass wir über Erziehung und Werte reden. Gemeinsam mit ihrem Mann Christian Nürnberger legt sie eine politische Streitschrift vor, die endlich die Bedürfnisse von Kindern und Eltern zur Sprache bringt.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen manches sehr gut, manches verwunderlich, 19. Oktober 2003
Erziehungsnotstand

Auf dem Deckel der Taschenbuchausgabe wird das Buch „Der Erziehungsnotstand" als Streitschrift bezeichnet, was durchaus passend erscheint. Der Schreibstil ist dabei gut verständlich, manchmal angenehm humorvoll. Es ist erfreulich, dass die Autoren moderne Ideen, die zur Verbesserung der „Bildung" führen sollen, in Frage stellen. So ist Bildung eben mehr als „Fachwissen"; nicht allein die Wirtschaft sollte den Lehrplan bestimmen u. ä.

Auf dem Deckel der Buchausgabe heißt es weiterhin, dass die Bedürfnisse von Kindern und Eltern zur Sprache gebracht werden. Dies ist aber zu wenig: es werden nämlich auch die Bedürfnisse von den Lehrern zur Sprache gebracht, die sich engagieren und oft einen Mehr-Fronten-Krieg führen müssen. Die ihnen von vielen Eltern entgegengebrachte überzogene Anspruchshaltung ist im Buch gut dargestellt, die häufig lasche Erziehungshaltung („Nicht-Erziehung") im Elternhaus wird angeprangert. Klischeehaft erscheint die Darstellung der Folgen von Trennung und Scheidung.

Befremdlich allerdings erscheint die Einstellung zu „alten" Lehrern ab 50 Jahren, die nach Meinung der Autoren anscheinend ersetzt werden sollten. Wie sollen diese denn „entsorgt" werden? Nach eigener Erfahrung mit 3 Kindern, von denen 2 ihre (gymnasiale) Schullaufbahn beendet haben (also viele Lehrer kennen gelernt haben), bürgt Jugend nicht unbedingt für Qualität: Es kommt eben immer auf die Persönlichkeit des Lehrers an, auf sein Engagement und sein Interesse an Kindern und Jugendlichen (wobei es bei Lehrern sicher genauso schwarze Schafe gibt wie bei Eltern).

Im Abschnitt über das Erbe von '68 werden Behauptungen aufgestellt, die ebenfalls befremdlich sind: der Geschichtsunterricht vor dieser Zeit habe den Nationalsozialismus ausgeklammert - daran kann ich mich nicht erinnern; auch ist es wohl nicht richtig, dass „fast alle" in „der Partei" waren.

Trotz dieser undurchdacht wirkenden Passagen ist das Buch insbesondere denjenigen zu empfehlen, die über eine Menge der Ideen der Bildungspolitik den Kopf schütteln.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erziehung tut Not, 13. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Erziehungsnotstand (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist für alle überaus lesenswert, egal ob sie direkt mit Kindern zu tun haben oder nicht. Es stärkt die, die bei ihren täglichen Erziehungsaufgaben zu Hause oder/und in der Schule noch nicht aufgegeben haben. Es hilft all denen, die dem Vernetzungs- und Computerwahn noch nicht ganz verfallen sind, Argumente zu finden, um sich gegen die Allmacht des Mediums Computer in den Schulen und auch schon Kindergärten zur Wehr setzen zu können. Dieses Buch nimmt auch sehr stark die Sichtweisen von Clifford Stoll auf, der in seinem wegweisenden Bestseller "LogOut - Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien" schon ausführlich den Computerwahn in unseren Klassenzimmern angeprangert und für nutzlos gefunden hat und adaptiert diese Sichtweisen auf unsere schulische Situation in Deutschland. Gerster/Nürnberger schreiben v. a. als Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt und die sich vehement dagegen wehren, gegen den allgemeinen Trend in der Nicht-mehr-erziehenden Gesellschaft aufzugeben und zu hoffen, das sich das "schon auswächst", das Missratene, das Unerzogene, das Nicht-mehr-Grüßen, das Schuhe-auf-die-Polster-in-den-Zugabteilen-Stellen und aber auch das Wegschauen von uns Erwachsenen. Nein, wir müssen nicht warten, bis sich das auswächst. Wir sollten etwas dagegen tun, jeder in seinem Bereich.Es ist anstrengend zu erziehen, es erfordert konsequentes Handeln, kein leeres Gerede. Erziehung tut Not, mehr denn je.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen schnelle Urteile gut situierter Eltern, 19. Februar 2007
Von Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Petra Gerster und Christian Nürnberger hatten nüchtern fest gestellt, dass ihr damals 8-jähriger Sohn zuviel Zeit an der Spielkonsole verbrachte. Einer Diskussion über Erziehungsziele im Bekanntenkreis folgte ihr Buch zur Situation der Erziehung in Familie und Schule. Die Autoren kritisieren, dass Bildungsziele von "der Wirtschaft" formuliert würden und wünschen eine Rückbesinnung auf klassische humanistische Bildungsideale. Das prominente Autorenpaar schildert die Verwöhnungsfalle einer neureichen Gesellschaft, kritisiert künstliche Realitäten, die Kindern keine praktischen Erfahrungen ermöglichen, und rechnet mit dem Einfluss elektronischer Medien auf die kindliche Entwicklung ab. Wichtig ist Gerster/Nürnberger eine Erziehung zu Disziplin und Höflichkeit. Die Autoren schildern die Erziehungsmisere in Deutschland aus ihrer Situation als Eltern schulpflichtiger Kinder im Jahr 2001. Die TIMSS-Studie zu Schülerleistungen im Fach Mathematik lag damals schon vor; die inzwischen bekannten Ergebnisse der PISA-Studie waren abzusehen. Der Blick ins japanische Erziehungssystem und in Projekte zur Integration von Migranten in den Niederlanden bringt keine neuen Erkenntnisse. Treffend finde ich die sachliche Feststellung, dass gute Erziehung ihren Preis hat. Gerster/Nürnbergers Beobachtungen sind durch die Sicht geisteswissenschaftlich interessierter Akademiker der Mittelschicht geprägt.
Ihre Beurteilung kindlicher Wahrnehmungsstörungen, jugendlicher Aggression, einiger Gewalttaten an Schulen und der Brauchbarkeit von Lernsoftware zeigt, dass die Autoren zwar Urteile zu zahlreichen pädagogischen Fachthemen abgeben, sich aber nicht mit allen Fachgebieten grundlegend beschäftigt haben. Von bestimmten Gruppen und Medien scheinen die Autoren sich kritisch zu distanzieren, anstatt alle Bevölkerungsgruppen an der überfälligen Diskussion über Werte und Erziehungsziele zu beteiligen - auch Naturwissenschaftler, Nicht-Akademiker, Ausbilder und Zuwanderer.

Die einzelnen Kapitel des "Erziehungsnotstands" für sich gesehen lesen sich unterhaltsam und sind zum Einstieg in Elternabende und Diskussionen am Elternstammtisch geeignet. Die Perspektive der beiden Journalisten ist mir jedoch zu einseitig.
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5.0 von 5 Sternen Die Lektüre lohnt auf jeden Fall
Ein gute, verständliche und anregende Darstellung der Schul-, Bildungs- und Erziehungsmisere in Deutschland. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Gerhard Ruby veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Müll!
Dieses Buch stellt lediglich eine Fülle von Spekulationen dar. Die Autoren sind weder Pädagogen, noch haben sie vernünftige Einblicke in die Sozialwissenschaft gegeben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von S. Woytek veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Was man schon immer über Erziehung ahnte, aber nicht zu sagen wagte
Ausgehend von ihren eigenen Kindern und deren Freunden beschreibt das Ehepaar Gerster/Nürnberger, wie Kinder heute erzogen werden  oder auch nicht! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2008 von Colin Wood

1.0 von 5 Sternen Eine Journalistin schreibt über Kindererziehung....
....und keinen scheint es zu stören. Das Buch wird zum Bestseller. Zu Klassikern der Pädagogik wie Montessori, Rousseau oder Pestalozzi greifen dagegen die wenigsten Eltern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juni 2005 von Julia Schwarz

5.0 von 5 Sternen Eine Schrift fuer Lehrer,Eltern, Politiker u.a. Besserwisser
Natuerlich haengt es von den Lesererwartungen ab! Patentrezepte bietet diese Streitschrift nicht und will es auch nicht, eher am Schluss ein paar Visionen, ebenso knapp skizziert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2002 von pkammler

5.0 von 5 Sternen Das Buch ist ein MUSS !!!!
Petra Gerster und ihrem Mann gebürt unser Dank für eine wirklich gute "Streitschrift", wie sie ihr Buch selbst genannt haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2002 von patrickkunkel

5.0 von 5 Sternen Absolut richtige Gesellschaftskritik sehr gut
Endlich mal ein mutiges Buch frustrierter Eltern, die erkannt haben welche Notsitution wir erleiden müssen, wenn wir unsere Bildung und Erziehung nicht schlagartig... Lesen Sie weiter...
Am 28. November 2001 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Die Schule kann nicht alle Probleme der Gesellschaft lösen
Wenn ein Elternpaar ein Buch mit dem Untertitel "Wie wir die Zukunft unserer Kinder retten, dann erwarte ich mehr als Schuldzuweisungen an die Bildungspolitik und seitenlange... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2001 von Volker.Ingrid@t-online.de

4.0 von 5 Sternen Der Notstand auf dem Prüfstand
Ein hervorragendes Buch - leider mit einem leicht irreführenden Titel. Ein Erziehungsratgeber ist es sicherlich nicht, und an "Erziehungsnot" leidet die junge Generation... Lesen Sie weiter...
Am 5. Oktober 2001 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Mehr als nur ein Erziehungsratgeber
Das Gerster/Nürnberger-Buch ist deshalb mehr als nur ein gelungener Erziehungsratgeber, weil es Pädagogik mit Gesellschaftskritik verbindet, den (scheinbaren) Mikrokosmos... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2001 von terrry9

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