Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
45 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein satanischer Serienmörder, 18. März 2008
Im sechsten Band der Jane-Rizzoli-Reihe wird am Heiligen Abend eine grausam entstellte Leiche entdeckt und das scheinbar im Zusammenhang mit irgendeinem satanischen Ritaul, wie Maura Isles am Tatort feststellen muss. Ihre Kollegin, die frischgebackene Mutter, Jane Rizzoli ist natürlich auch bereits vor Ort. Wie sich herausstellt wurde vom Telefon der Ermordeten kurz zuvor jedoch noch eine bestimmte Nummer angerufen.
Psychiaterin und Gerichtsgutachterin Dr. Joyce P. O'Donnel, die bereits aus dem Fall Warren Hoyt alias der Chirurg bekannt sein dürfte, könnte deshalb in direktem Zusammenhang mit dem Mord stehen und den Mörder vielleicht sogar kennen. Doch in gewohnter Manier provoziert O'Donnel Rizzoli, als hätte die mit ihrer Tochter und Mutter, die sich aufgrund eines heftigen Ehekrachs kurzfristig von ihrem Mann getrennt hat, nicht schon genug Probleme. Eine abgetrennte Hand, die am Tatort gefunden wurde und aufgrund anderer Blutgruppe nicht dem Opfer gehört, könnte sogar noch der Hinweis auf einen vorangegangen Mord sein. Wenig später wird jedoch auch die Neue im Morddezernat, Eve Kassowitz tot aufgefunden und das auf dem Grundstück des etwas exzentrischen Professors Anthony Sansone, der vom Mord mit seiner Dinnergesellschaft hingegen nichts mitbekommen haben will...
Zugegeben, nach dem dramatischen fünfte Teil der Reihe ist die Latte für künftige Thriller um Jane Rizzoli und Maura Isles ziemlich hoch gelegt und macht Scheintot nur noch schwer zu übertreffen. Mit Blutmale versucht Tess Gerritsen das anscheinend aber gar nicht erst, sondern bemüht sich einen Thriller zu schaffen, der die typische Spannung eines Jane-Rizzoli-Thrillers mit einer faszinierenden Andersartigkeit zu verbinden, dazu hat sie gerade satanische Rituale und einen Kult des Bösen auserwählt, der auch auf soliden Recherchen oder zumindest fantasievoller Erfindung aufgebaut ist. Um es anders auszudrücken, Blutmale wandert auf den Spuren des Okkultismus und eines sich an solchen Ritualen orientierenden Serienmörders.
Natürlich sollte man vor Blutmale bereits andere Jane-Rizzoli-Thriller gelesen haben, denn vielleicht ist dieser nicht gerade der beste. Inhaltlich hat das Buch indes einiges zu bieten, besonders was die sich über die gesamte Reihe langsam entwickelnden zwischenmenschlichen und familiären Beziehungen betrifft, so gibt es da einerseits die Beziehungskrise von Janes Mutter und die Probleme einer frischgebackenen Mutter, andererseits die komplizierte Beziehung Mauras mit Pater Danile Brophy, der nun Polizeigeistlicher geworden ist. Für die Reihe könnte all das entscheidende Veränderungen bedeuten, die sich aber erst zeigen müssen, während vorerst nur gesagt sei, dass im Laufe der Ereignisse auch ein bisher einigermaßen bedeutende Nebencharakter weichen wird. So spannend das Buch auch ist, was derweil stören kann ist die eindeutige Vernachlässigung des Cop-Killer-Elements, worum es einfach mehr Wirbel geben müsste, wenn gerade ein Detective der Mordkomission ermordet wird, wobei der Charakter dieser, Eve Kassowitz, bestürzend eindimensional bleibt und es eher den Anschein hat, dass auch Gerritsen die Neue nur schnellstmöglich beseitigen wollte, um ihr nicht womöglich noch größeren Raum zugestehen zu müssen.
Fazit:
Zwar immer noch ein spannender Jane-Rizzoli-Thriller, doch eindeutig kein Highlight der Serie, der womöglich nicht mehr alle Stammleser begeistern kann und ein paar lästige Mängel vorzuweisen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Verkauft sich das Übernatürliche besser?, 26. Dezember 2008
Tess Gerritsen hat bisher Krimis im Hier und Jetzt geschrieben. Mit "Blutmale/The Mephisto Club" verlassen jedoch Jane Rizzoli und Maura Isles die gut getrampelten Pfade dieser Welt und begeben sich auf die Suche nach Übersinnlichem. Der Mephisto Club ist ein weltweiter Geheimbund, der sich mit nichts geringerem als der Bekämpfung des biblisch-archetypischen BÖSEN beschäftigt, und Jane und Maura ermitteln im Zusammenhang mit mehreren Mordfällen, die sich im Umfeld des Clubs ereignen...
Nicht jeder Gerritsen-Krimi konnte an die Qualität von "Die Chirurgin" und "Der Meister" anschließen; im Gegenteil. In "Blutmale" ist die Erzählkraft eindeutig wieder von besserer Qualität, doch dass Gerritsen allen Ernstes das biblische Böse mit ihrem altgedienten, bodenständigen Ermittlerteam kombiniert, fand ich unverständlich, unglaubwürdig und auch ärgerlich. Vielleicht verkauft sich das Übernatürliche und Biblische seit dem Da Vinci Code besser?? Gnadenhalber 3 Sterne, weil das Buch spannend geschrieben ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
48 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannendes Finale, 22. Oktober 2007
Blutmale" ist der 6. Fall in der Serie um Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles.
Nachdem man am Weihnachtsabend eine junge Frau grausam verstümmelt aufgefunden hat, wird ein paar Tage später eine Polizistin aus Janes Team im Garten des zwielichtigen Anthony Sansone ermordet - und alle Versuche, mehr über Sansone herauszufinden, werden von einflussreichen Stellen abgeblockt.
In diesem Band spielt das Privatleben der beiden Protagonistinnen eine relativ große Rolle, was sich gut in die Geschichte einfügt und auch einige humorvolle Elemente beiträgt.
Dieser Roman ist sehr spannend, beschäftigt sich aber daneben mit den - fast philosophischen - Fragen GEHÖRT DAS BÖSE ZUM LEBEN?" und GIBT ES SATAN?". Obwohl das eigentlich nicht endgültig zu klären ist, kommt Gerritsen zu einem zufrieden stellenden Schluß - in einem unerwarteten und ziemlich spannenden Finale.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|