Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zwiespältige Lektüre, macht Appetit auf Teil 2., 27. April 2006
„Ruf der Toten“ ist kein reiner Horror, sondern eher Mystery. Der Leser erahnt, dass mehr hinter den merkwürdigen Geschehnissen steckt, als der gesunde Menschenverstand zu akzeptieren bereit ist, doch Auflösungen findet man in diesem Buch noch keine.
Die Lektüre des Romans hinterlässt einen zwiegespaltenen Eindruck. Einerseits versteht es Marcel Feige, geschickt Spannung aufzubauen und die Neugier des Lesers am weiteren Verlauf der Geschichte zu wecken. Andererseits verliert er sich teilweise in seltsam poetischen Formulierungen, die so gar nicht zum übrigen Aufbau des Romans passen mögen, beispielsweise, wenn ein Charakter „viele heiße Tränen [...] in seine Handflächen [vergießt]“. Es mutet ein wenig seltsam an, so wie das Zitat von Kai Meyer, mit dem der Verlag den Roman bewirbt: „Jung, urban und ziemlich hipp – Horror wie mit der Rasierklinge auf die Seiten tätowiert.“ Dabei steht dieser Satz zum Teil wohl weniger für den Buch, sondern für das Image des Autors an sich. Wirft man einen Blick auf die bisherigen Veröffentlichungen von Marcel Feige, stellt man fest, dass er sich in „Ruf der Toten“ der Beschreibung einer Subkultur gewidmet hat, die er bestens kennt. Und damit wirkt es auch authentisch. Man glaubt Feige, wenn die Rede ist vom Beat, von Piercings und der Berliner Technoszene.
Die Darstellung der Charaktere in diesem Buch ist ebenfalls durchwachsen. Während die Nebenfiguren wie Paul und Bart teilweise sehr klischeehaft wirken und beim Leser ein eher unbefriedigendes Gefühl erzeugen, schafft es Feige, seine beiden Hauptfiguren glaubwürdig zu charakterisieren. Vor allem Philip sticht hier positiv hervor. Vermutlich sind es gerade seine vielen Fehler und Schwächen, die den Charakter so lebendig erscheinen lassen.
Die optische Aufmachung ist, wie gewöhnlich beim Festa Verlag, qualitativ hochwertig und lässt das Buch im Regal richtig gut aussehen. Auch wenn das Cover keine erkennbaren Bezug zum Inhalt des Romans hat, wirkt es stimmungsvoll und gibt die Atmosphäre des Buches gut wieder.
Fazit: Zu hundert Prozent überzeugen konnte „Ruf der Toten“ nicht, dennoch gelingt es Marcel Feige, Appetit auf den weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Ich persönlich freue mich auf den zweiten Band und hoffe, dann mindestens vier Sterne vergeben zu können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
einfach genial!!, 10. Januar 2006
Es ist eine Freude zu lesen, wie Marcel Feige in mir als Leserin Gefühlsregungen erzeugt: der Protagonist Philip hat mich anfangs aufgeregt: warum stellt er sich so dusselig an? und immer wenn ich dachte, ja, jetzt bekommt er den Dreh raus, schießt er den nächsten Bock ab. Und doch mag ich ihn. Marcel Feige schildert bis ins Detail die zwischenmenschlichen Beziehungen und die unterschiedlichen Orte, bindet geschickt reale Personen in die Geschichte ein - ohne jemals langweilig zu werden. Er erzeugt Spannung (und ein nicht zu unterschätzendes Kribbeln im Bauch) um im richtigen Moment zum nächsten Szenario zu wechseln. Und ich möchte nur wenig lieber tun als den nächsten Teil zu lesen!! Danke!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mal etwas anderer Horror..., 18. Februar 2006
Durch Zufall und hauptsächlich wegen des schönen Covers bin ich auf "Inferno" gestossen. Eigentlich bin ich kein Horror-Fan und entsprechend wenig hat es mich bei diesem Buch auch "gegruselt" - was jedoch noch bei keinem Buch der Fall war. Allerdings fand ich das Buch wegen der verschiedenen sehr unterschiedlichen Handlungsstänge abwechslungsreich und kurzweilig. Endlich einmal ein Protagonist, der kein Saubermann ist oder verzeihbare Schwächen hat, sondern auch schon mal ein richtiges A........ ist. Schön! Auch ansonsten ist die Mischung zwischen Alltagsrealität und Fiktion sehr gut gelungen. Das Buch liefert eine Menge Möglichkeiten für eine spannende Fortsetzung die hoffentlich bald erscheint. Vier Sterne nur deshalb, weil es immer noch kein Buch ist, das mich zum Gruseln brachte.
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