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Wissen, Wert und Kapital: Zur Kritik der Wissensökonomie
 
 

Wissen, Wert und Kapital: Zur Kritik der Wissensökonomie (Taschenbuch)

von Andre Gorz (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: Rotpunktverlag, Zürich; Auflage: 1 (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3858692824
  • ISBN-13: 978-3858692825
  • Originaltitel: L'immateriel. Connaissance, valeur et capital
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 263.503 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Dank seiner umfangreichen Bezüge auf andere gegenwärtige Kapitalismuskritiker gelingt Gorz eine informative Einführung in das Kernproblem des zeitgenössischen Kapitalismus.« (Zeitschrift für Politikwissenschaft, Hamburg)


Kurzbeschreibung

Wissen ist keine ordinäre Ware. Es eignet sich nicht dazu, als Privateigentum behandelt zu werden. Seine Inhaber verlieren es nicht, wenn sie es weitergeben; je weiter es verbreitet ist, umso reicher ist die Gesellschaft. Es verlangt geradezu, als Gemeingut behandelt und von vorneherein als Resultat gesamtgesellschaftlicher Arbeit betrachtet zu werden. Wenn Wissen aber als fixes Kapital funktionieren und zur Mehrwertabschöpfung dienen soll wie der Kapitalismus es will , so muss es ein patentiertes Monopoleigentum sein, welches seinem Inhaber eine Monopolrente einbringt. Der Wissenskapitalismus privatisiert denn auch Gemeingüter wie das Genom von Pflanzen, Tieren und Menschen und greift nach kulturellem Gemeingut, um es als kulturelles Kapital, als »Humankapital« zu verwerten. In dieser Logik steht die massive Förderung der künstlichen Intelligenz und des künstlichen Lebens: Deren Ziel ist nicht die Wissensgesellschaft, sondern eine posthumane Zivilisation. Von einer Wissensgesellschaft im zukunftsweisenden Sinn, meint André Gorz, wird erst die Rede sein können, wenn sich Wissenschaft und Ökonomie nach gesellschaftspolitischen, ökologischen und kulturellen Zielen richten und nicht nach dem Imperativ der Kapitalverwertung. Dafür gibt es eine noch kleine, aber steigende Anzahl von Befürwortern.

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wissensgesellschaft oder Kapitalismus?, 20. Februar 2005
Während in den gängigen Debatten immer häufiger die Rede davon ist, dass wir in einer "Wissensgesellschaft" leben würden und "Wissen" die Ressource Nummer Eins in der heutigen Zeit sei, macht Andre Gorz eine andere Rechnung auf:

Was wir heute erleben, so Gorz, sei der Versuch, immer mehr Wissen und Wissensformen in die Form von Ware und Geld zu pressen. Dummerweise passen die da nicht rein - und so sind all diese Versuche nichts weiter als ein Versuch, mit der immer offensichtlicher werdenden Krise kapitalistischer Vergesellschaftung umzugehen. Ausgehend von den Analysen von Moishe Postone und Robert Kurz versucht Gorz, die Krise des warenproduzierenden Systems nachzuzeichnen, die Rolle des Wissens innerhalb dieser Krise herauszuschälen und Handlungsalternativen zu entwerfen.

Zwar ist man sich beim Lesen an einigen Stellen nicht sicher, ob Andre Gorz die Kategorien, mit denen er arbeitet, so 100%-ig im Griff hat - aber trotz alledem ist "Wissen, Wert und Kapital" ein spannendes Essay und eine Bereicherung für die Diskussionen um die Zukunft von Bildung und Wissen.

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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswertes Buch, regt zum Denken an, 12. Dezember 2005
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Der Sozialphilosoph André Gorz sieht in diesem Buch das Humankapital als Hauptkraft an, die zur Überwindung des derzeitigen Wirtschaftssystems beiträgt. Denn das Humankapital, sprich: die Menschen und insbesondere ihr Wissen, unterliegt laut Gorz vollkommen anderen Gesetzmäßigkeiten als gewöhnliche Waren. Der Autor, der seine Thesen durch zahlreiche Zitate anderer Denker zu untermauern sucht, liefert eine differenzierte Analyse der derzeitigen Gesellschaftsentwicklung und warnt eindringlich vor einer entmenschlichten Maschinenwelt, die er durch die Allianz von Wirtschaft und Wissenschaft heraufziehen sieht. Als Gegenbild postuliert Gorz den freien Menschen, der seine Fähigkeiten uneingeschränkt entfalten kann. Aufgrund der zahlreichen Denkanstöße und herausfordernden Thesen empfehlen wir dieses Buch als äußerst anregende und kurzweilige Lektüre.
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0 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Ne-e-e, 30. Januar 2009
Die Lebenseinstellungen und Meinungen zum Arbeitsleben vom Autor finde ich klasse! Leider hat der Autor es selbst nicht verkraftet und entschieden sich das Leben zu nehmen...
Wer lebt mit eingener Logik und Verstand braucht das Buch mit vielen Zitaten und Analysen nicht zu lesen. Der findet dort nichts neues.
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