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Historischer Atlas Österreich
  

Historischer Atlas Österreich (Sondereinband)

von Manfred Scheuch (Autor)
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Produktinformation

  • Sondereinband
  • Verlag: Brandstätter (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854980655
  • ISBN-13: 978-3854980650
  • Größe und/oder Gewicht: 29,6 x 21,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.214.813 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von der "Geburtsstunde" des Landes 996 bis zu den Ergebnissen und Konsequenzen der letzten Nationalratswahlen: Manfred Scheuch stellt in diesem historischen Atlas anhand von zahlreichen Karten die Geschichte Österreichs mit ihren historischen Grenzveränderungen dar und analysiert den Werdegang der Republik von ihren stürmischen Anfängen bis heute.

Der Historische Atlas Österreich macht anhand von Kartenskizzen die Entwicklung des Landes vom alten Keltenreich Noricum über die Grenzmark des Reiches, das Weltimperium der Habsburger bis zur Großmacht Donaumonarchie und zur Republik nachvollziehbar. Manfred Scheuch widmet dabei auch den sozialen Unruhen - von den Bauernaufständen über die Reformation und die 48er-Revolution bis zu den Ereignissen des Jahres 1934 - große Aufmerksamkeit. Für die Geschichte des 20. Jahrhunderts erfasst das Werk alle Parlamentswahlen, die Gebietsveränderungen nach dem Vertrag von Saint-Germain und die Folgen des "Anschlusses". Über 200 Planskizzen und zahlreiche Abbildungen und historische Karten ergänzen die Texte zu einem Sachbuch, das die Geschichte dieses Landes lebendig und anschaulich wiedergibt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Über den Autor

Manfred Scheuch, Dr., geb. 1929 in Wien, 1970-89 Chefredakteur der Arbeiterzeitung, danach Mitarbeiter des Standard. Im CBV sind einige seiner erfolgreichen Historischen Atlanten erschienen, u.a. Atlas zur Zeitgeschichte - Europa im 20. Jahrhundert und Historischer Atlas Deutschland. 1997 Auszeichnung mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Idealer Überblick zur Geschichte Österreichs, 13. April 2008
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Es ist oft nicht ganz so einfach wirklich aktuelle und umfassende "Standardwerke" zu finden, die von breiten Kreisen der Leserschaft akzeptiert werden und trotzdem eine gewisse Qualität verkörpern. Der historische Atlas Österreich ist ein solches und kombiniert historisches und neueres grafisch aufbereitetes Kartenmaterial mit einer profunden Österreich-Chronik von den Illyrern bis zur Nationalratswahl 2006 (6. Auflage, 2008).

Das besondere Augenmerk des historischen Atlas liegt darin sowohl in Wort als auch Bild die Veränderungen der Landesgrenzen im geschichtlichen Verlauf darzustellen, die Landesgeschichte wird dabei nie vernachlässigt sondern spezifizierter dargestellt. Betrachtet man diese Karten ist einfach die Bedeutung des Wortes Österreich als Ostreich zu verstehen, reichte die ehemalige Monarchie doch tatsächlich bis weit nach Osteuropa. Schon vor Ankunft der Römer existierte auf österreichischen Boden das Königreich Noricum, welches von verhältnismäßig friedlichen Herrschern regiert wurde. Noricum wurde vom römischen Protektorat zur Provinz und ermöglichte es den römischen Herrschaftsanspruch bis diesseits der Donau auszudehnen.

Auch von dieser Frühgeschichte finden sich interessante Grafiken und darüber hinaus explizite Kapitel zur Entstehung der Bundesländer. In diesem Kontext natürlich sehr interessant ist wiederum Andreas Hofers Widerstandskampf zur Zeiten der Napoleonischen Kriege, für ein freies Tirol. Aber auch zeitgeschichtlich kann der historische Atlas einiges bieten, indem er sich ebenfalls in einem eigenen Kapitel mit dem Antisemitismus beschäftigt (anhand des Beispiels von Wien und Karl Lueger), wobei auch daran erinnert wird dass der Autor des zionistischen Werks "Der Judenstaat" Theodor Herzl aus Budapest stammend in diesem Sinne ein Österreicher war. So groß Österreich einst war, so winzig wurde es nach dem ersten Weltkrieg und so erhält man durch diese massiven Grenzveränderungen einen besonders beeindruckenden Einblick gewährt.

Vom Kampf um bestimmte abgetretene Gebiete wie Südtirol und das Sudetenland, die Abtrennung eines deutschsprachigen Teils von West-Ungarn als neues Bundesland Burgenland erhält man durch das Kartenmaterial etwa einen viel intensiveren Eindruck vermittelt als durch den meist noch aus der Schulzeit stammenden relativ oberflächlichen Geschichtswissensstand. Die nächste große Veränderung der Landesgrenzen stand mit dem Anschluss an das Dritte Reicht an, wobei die Bundesländer in Gaue zerstückelt wurden. Doch außer dem gewohnten Exkurs in die jüngere Zeigeschichte und die Anfänge der Zweiten Republik finden sich auch in gewisser Weise unerwartete und dennoch überaus begrüßenswerte Exkurse in die jüngere Geschichte, wie den Aufstieg Jörg Haiders, der EU-Sanktionen und Aufstieg wie Fall Wolfgang Schüssels.

Fazit:
Für Geschichtsinteressierte mit Sicherheit eine Investition die sich lohnt, da der historische Atlas nicht nur ein interessantes Nachschlagewerk ist sondern auch als unumstrittene Österreich-Chronik gelten kann, mit dem es auch visuell orientierten Lesern leichter fällt Landesgeschichte zu verstehen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen guter überblick, erstaunlich objektiv, 27. September 2004
Von WoMo "wo_mo" (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Das Buch umfasst jeweils auf einer Doppelseite je einen informativen Text zu einem Abschnitt oder Ereignis der österreichischen Geschichte von der Urzeit bis zum Beginn der schwarz-blauen Koalition im Jahre 2000. Die angenehm lesbaren Artikel, die der gleichnamigen Serie in der Tageszeitung Der Standard entnommen sind, illustrieren dabei fast immer eine informative und meist übersichtlich gestaltete Landkarte und mindestens ein Foto. Naturgemäß verdichten sich die Informationen im 20. Jahrhundert, während die Zeit bis zum Hochmittelalter nur in wenigen Kapiteln zusammengefasst ist.

Dabei schafft es der Autor, generelle Tendenzen vor Einzelereignisse zu stellen und lässt insbesondere für bis heute konfliktträchtige Zeitabschnitte, z.B. 1934, mehrere Sichtweisen zu. (Ich habe nämlich erwartet, fast befürchtet, dass der Autor Manfred Scheuch sich nur schwer von seiner Vergangenheit als leitender Redakteur der sozialistischen Arbeiterzeitung lösen könne, und bin froh, das Gegenteil erlesen zu haben.)

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Der Titel ist etwas irreführend, 7. Februar 2002
Von C. Sevcik (Salzburg Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wer sich vom Einband des Buches beeindrucken lässt und meint mit dem historischen Atlas einen Bildband mit historischen Kartendarstellungen in Händen zu halten, wird entäuscht sein. Die einzige Abbildung einer historischen Karte ist auf dem Schutzumschlag zu finden. Das Buch selbst ist vielmehr ein Geschichtsbuch, wie es aus der Schule bekannt sein dürfte: Reich bebildert zeichnet es die Entwicklungen auf dem Gebiet des heutigen Österreichs von der Steinzeit bis zur schwarz-blauen Koalition nach. Warum das Werk als Atlas bezeichnet wird, ist wohl mit der Verwendung zahlreicher moderner (computergestalteter?) Karten zu begründen, welche jedoch sehr nüchtern wirken. Dazu meint der Autor im Vorwort:"Daß nur Kartenskizzen, allerdings im Vierfarbdruck, vorgelegt werden können, und nicht ausgefeilte kartographische Wiedergaben, hat sowohl in Kostengründen als auch in der Tatsache seine Ursache, daß ein Einzelautor mit einem solchen Werk überfordert wäre."
Positiv ist anzumerken, dass auch relativ ausführlich auf die Entwicklung der einzelnen Bundesländer eingegangen wird, jedoch scheint mir der Text nicht immer frei von persönlicher politischer Einstellung des Autors. Insgesamt halte ich das vorliegende Buch für eine gelungene Informationsquelle zur Geschichte Österreichs, jedoch hätte ich mir von einem historischen Atlas -in optischer Hinsicht- etwas anderes erwartet.
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