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Der letzte Akt
 
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Der letzte Akt (Broschiert)

von Lisa Lercher (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 250 Seiten
  • Verlag: Milena Verlag (Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852860946
  • ISBN-13: 978-3852860947
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.834.861 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Ausgerechnet in dem Wiener Magistratsamt, das für die Beratung misshandelter Frauen zuständig ist, soll ein sexistischer Skandal vertuscht werden. Mehrere Frauen, darunter Anna, die in dieser Abteilung arbeitet, wollen das nicht so einfach hinnehmen. Um dem frauenfeindlichen Stadtrat eine Lektion zu erteilen (schließlich befindet man sich in der Vorwahlzeit), beschließen sie die Veröffentlichung geheimer Akten. Doch plötzlich ist Antonia, charismatische Schauspielerin und Initiatorin der Verschwörung, tot -- ertrunken in der Badewanne. Die Polizei findet keine Spuren, doch niemand kann an einen Unfall glauben.

Anna macht sich mit Hilfe ihrer Freundin Mona, einer Journalistin, so ihre Gedanken. Je mehr sie über Antonia erfährt, desto gebrochener und zwiespältiger wird das Bild, das ihr vermittelt wird. Ein erster Verdacht fällt auf Gerhard, den Freund von Antonia, der sie regelmäßig verprügelt hat. Doch dann stirbt auch er -- an einer Überdosis. Und Michael, der Anna zufällig über den Weg läuft und in den sie sich verliebt, entpuppt sich als Antonias Bruder. Auch er scheint verstrickt in die Geschichte, tiefer, als Anna lieb ist. Brigitte, die unscheinbare Mitbewohnerin Antonias, findet plötzlich Beweise, die in eine ganz andere Richtung weisen -- kein privates Drama, sondern Macht und viel Geld könnten die Ursachen für den Tod der Schauspielerin gewesen sein. Hat sie auch vor ihren Freunden nur eine Rolle gespielt? Als Anna die Zusammenhänge zu begreifen beginnt, gerät sie in tödliche Gefahr.

Lisa Lercher hat mehrere Bücher über Gewalt an Frauen veröffentlicht. Ihr Fachwissen ist unübersehbar, die Story hätte nur etwas weniger davon besser vertragen. Dennoch ist ihr mit dem feministischen Krimi Der letzte Akt eine spannende Mischung aus politischem Anliegen, Suspense und Lakonik, versehen mit einer würzigen Prise Lokalkolorit, gelungen. --Christa Petri



Kurzbeschreibung

Es beginnt alles ganz harmlos. Mit einer Verschwörung der Frauen. Die Schauspielerin Antonia will dem sexistischen Stadtrat einen Denkzettel verpassen. Anna, ehemalige Berufsemanze, die seit kurzem im Wiener Magistrat arbeitet, beschafft ihr kompromittierende Unterlagen. Doch dann kommt alles anders. Antonia stirbt. Selbstmord, Unfall oder etwa ... Mord? Liegt ein bislang verborgenes Beziehungsdrama vor - oder gibt es doch politische Hintergründe? Anna entdeckt ihre detektivischen Talente und macht sich auf die Suche nach möglichen Motiven. Dabei rutscht sie - zunächst kaum merklich, dann jedoch unaufhaltsam in eine Geschichte hinein, die sich als immer grauslicher entpuppt. Obendrein verliebt sie sich ausgerechnet in Michael, der offenbar verstrickter in all die Vorfälle ist, als es zunächst den Anschein hatte. Obwohl sie in ihren Ermittlungen tatkräftig unterstützt wird von der Gelegenheitsjournalistin Mona, ihrer besten Freundin, bewegt Anna sich auf immer dünner werdendem Eis ...

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Leben ist (k)ein Krimi, 21. Oktober 2001
Anna ist Beraterin bei einer Hotline der Gemeinde Wien. Gewalt ist das Hauptthema, um dass sich die Anrufe drehen. Und Gewalt ist ein wiederkehrendes Thema dieses Romans. Es geht dabei nicht um seine Darstellung, es geht allein um die Tatsache, dass wir vergessen, dass alltäglich Menschen - insbesondere Männer - Gewalt über andere Menschen - insbesondere Frauen - ausüben.
So ist es auch das Kennenlernen einer Schauspielerin, Antonia, die sich für Frauenrechte engagiert, der Auslöser für die weitere Geschichte. Der Tod von Antonia in ihrer Badewanne stellt Anna vor einige Fragen, insbesondere da sie Antonia vertrauliche Informationen zuspielte.
„Der letzte Akt" ist dabei kein herkömmlicher Krimi, Anna keine Detektivin. In die Abfolge der Ereignisse hat Anna nur beschränkt Einfluss, Zufälle - wie wir sie alle tagtäglich erleben - prägen den Fortgang der Geschichte. Das Leben ist nicht der große Actionkrimi, die tägliche Abenteuer, die Ängste, die Freuden sind andere.
Und war Antonias Tod nun Mord? Die Autorin führt uns immer wieder auf eine neue Spur. Meint man zum Schluss, die Antwort zu kennen, ist die letzte Antwort doch etwas überraschend.
Aber darum geht es gar nicht so sehr in diesem Roman. .
Fast jedeR von uns kennt wahrscheinlich eine Anna oder eine der Hauptfiguren. Das ist es was diesen Roman auszeichnet. Es könnte uns geschehen, wir könnten mitten in diesem Roman ebenfalls mitspielen, als Opfer oder Täter.
Sympathisch machen diesen Roman auch die kleinen Beobachtungen aus dem Alltag, die mal traurig, mal komisch sind.
Gemeinsam mit Anna lernen wir ihre FreundInnen - oder angeblichen FreudInnen - erst im Laufe der Geschichte näher kennen. Gemeinsam mit Anna wissen wir bald kaum mehr, wem wir eigentlich noch vertrauen sollen.
Und auch diese Menschen rund um Anna sind oft selbst getriebene, mit vielen Facetten, mal ein bisschen Helden, mal ängstlich und traurig.
Dieses Buch ist für diejenigen empfehlenswert, die mehr an Menschen und ihren Empfindungen, mehr an Geschichten und nicht vordringlich an der Lösung eines vermeintlichen Kriminalfalls auf den letzten Seiten interessiert sind.
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