Aus der Amazon.at-Redaktion
Ausgerechnet in dem Wiener Magistratsamt, das für die Beratung misshandelter Frauen zuständig ist, soll ein sexistischer Skandal vertuscht werden. Mehrere Frauen, darunter Anna, die in dieser Abteilung arbeitet, wollen das nicht so einfach hinnehmen. Um dem frauenfeindlichen Stadtrat eine Lektion zu erteilen (schließlich befindet man sich in der Vorwahlzeit), beschließen sie die Veröffentlichung geheimer Akten. Doch plötzlich ist Antonia, charismatische Schauspielerin und Initiatorin der Verschwörung, tot -- ertrunken in der Badewanne. Die Polizei findet keine Spuren, doch niemand kann an einen Unfall glauben.
Anna macht sich mit Hilfe ihrer Freundin Mona, einer Journalistin, so ihre Gedanken. Je mehr sie über Antonia erfährt, desto gebrochener und zwiespältiger wird das Bild, das ihr vermittelt wird. Ein erster Verdacht fällt auf Gerhard, den Freund von Antonia, der sie regelmäßig verprügelt hat. Doch dann stirbt auch er -- an einer Überdosis. Und Michael, der Anna zufällig über den Weg läuft und in den sie sich verliebt, entpuppt sich als Antonias Bruder. Auch er scheint verstrickt in die Geschichte, tiefer, als Anna lieb ist. Brigitte, die unscheinbare Mitbewohnerin Antonias, findet plötzlich Beweise, die in eine ganz andere Richtung weisen -- kein privates Drama, sondern Macht und viel Geld könnten die Ursachen für den Tod der Schauspielerin gewesen sein. Hat sie auch vor ihren Freunden nur eine Rolle gespielt? Als Anna die Zusammenhänge zu begreifen beginnt, gerät sie in tödliche Gefahr.
Lisa Lercher hat mehrere Bücher über Gewalt an Frauen veröffentlicht. Ihr Fachwissen ist unübersehbar, die Story hätte nur etwas weniger davon besser vertragen. Dennoch ist ihr mit dem feministischen Krimi Der letzte Akt eine spannende Mischung aus politischem Anliegen, Suspense und Lakonik, versehen mit einer würzigen Prise Lokalkolorit, gelungen. --Christa Petri
Kurzbeschreibung
Es beginnt alles ganz harmlos. Mit einer Verschwörung der Frauen. Die Schauspielerin Antonia will dem sexistischen Stadtrat einen Denkzettel verpassen. Anna, ehemalige Berufsemanze, die seit kurzem im Wiener Magistrat arbeitet, beschafft ihr kompromittierende Unterlagen. Doch dann kommt alles anders. Antonia stirbt. Selbstmord, Unfall oder etwa ... Mord? Liegt ein bislang verborgenes Beziehungsdrama vor - oder gibt es doch politische Hintergründe? Anna entdeckt ihre detektivischen Talente und macht sich auf die Suche nach möglichen Motiven. Dabei rutscht sie - zunächst kaum merklich, dann jedoch unaufhaltsam in eine Geschichte hinein, die sich als immer grauslicher entpuppt. Obendrein verliebt sie sich ausgerechnet in Michael, der offenbar verstrickter in all die Vorfälle ist, als es zunächst den Anschein hatte. Obwohl sie in ihren Ermittlungen tatkräftig unterstützt wird von der Gelegenheitsjournalistin Mona, ihrer besten Freundin, bewegt Anna sich auf immer dünner werdendem Eis ...