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Hundert Tage
 
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Hundert Tage (Gebundene Ausgabe)

von Lukas Bärfuss (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 198 Seiten
  • Verlag: Wallstein (6. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383530271X
  • ISBN-13: 978-3835302716
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 142.960 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»So demaskiert man die schweizer Tüchtigkeit. Dahinter verbirgt sich aber auch diejenige der ehemaligen deutschen und belgischen Kolonialmächte, die Ruanda prägten und dort jene ethnische Konstruktionen administrativ festschrieben, die 1994 zum Genozid führten. Vielleicht verkürzt Bärfuss zu sehr. Das aber tut der präzisen Konstruktion seines Romans keinen Abbruch, die gerade auch durch ihre vielsagenden Auslassungen besticht.« --Jan Süselbeck, Literaturkritik.de, August 2008-09-11

In einer Zeit ständig neu erscheinender historischer Familienromane wirkt ein Gegenwartsbuch wie »Hundert Tage« einfach sehr dringend, sehr richtig und gar nicht gutgemeint. Welche von den Fragen, die Bärfuss darin stellt, sind denn schon gelöst? Darfur ist nicht vorbei. Zimbabwe schwelt. Selbst in der aktuellen Diskussion um Tibet und die Olympischen Spiele ist der so genannte Westen uneins darüber, wie er sich aus dem Dilemma laviert, nur nicht gegen die Tagesordnung zu verstoßen. Gegen die Tischmanieren. --Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.4.2008


Tom Kretschmer, Bayern2, 20.5.2008

Lukas Bärfuss kann man nur dafür bewundern, dass er eine Sprache gefunden hat für ein Thema, das eigentlich sprachlos macht.

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Historische Facts und menschliche Emotionen, 15. Juli 2008
'hundert tage' von lukas bärfuss handelt von den hintergründen und den konkreten ereignissen des ruandischen völkermordes. eine furchtbare und doch hoffnung machende lektüre über die fliessenden uebergänge zwischen täter und opfer, über andersartige kulturelle zusammenhänge und konventionen. über die verantwortung der westlichen welt aber auch über die grenzen und möglichkeiten von aussen zu urteilen und zu intervenieren. alles in allem ein versöhnliches buch, das nur mit der damaligen rolle der schweiz stellenweise mit klartext ins gericht fährt - entwicklungshilfe, staatliche und wirtschaftliche interessen etc..

nicht nur eine geschichtliche aufarbeitung sondern auch eine ergreifende geschichte mit emotionen und greifbaren menschlichen schicksalen! geschrieben in einer kunstvollen sprache.

stellenweise fällt es dem leser schwer sich zwischen historischer aufarbeitung und konkreter realität oder literarische fiktion zurecht zu finden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Heikles Thema meisterhaft umgesetzt, 18. Januar 2009
Ein überaus gut recherchierter Roman über den Völkermord in Ruanda, der sich mit der Frage befaßt, inwiefern wir alle Schuld am Geschehen haben, entweder durch Wegkucken oder indem wir im bester Absicht das falsche tun, weil wir einen völlig verstellten Blick auf Afrika haben.
Zur Erinnerung: 1994 fand in Ruanda der schnellste Völkermord der Geschichte statt. Innerhalb von 100 Tagen wurden 800.000 bis 1 Mio Menschen umgebracht. In den Medien wurden die Ereignisse als "Massaker" etiketiert, als jahrhundertealte Fehde zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit, ausgelöst durch die Ermordung des Präsidenten. Da war viel von Chaos die Rede und achaischer Gewalt, was angesichts der gebrauchten Waffen (Macheten, Keulen, Hacken, Schraubenschlüssel) auf den ersten Blick plausibel erschien.
Das Gegenteil war richtig: Es handelte sich um einen jahrelang vorbereiteten und mit kalter Präzision durchgeführten Völkermord, das war alles andere als Chaos, sondern Ordnung in ihrer schrecklichsten Form.
Dabei waren die beiden "Ethnien" nur ein Produkt kolonialer Verwaltung, in den 20er Jahren wurde von den belgischen Kolonialherren willkürlich festgelegt, daß jeder Tutsi ist, der mehr als 10 Kühe hat und so stand das seitdem im Ausweis, die Kinder bekamen den Status des Vaters.
Der Autor ist SChweizer und prangert vor allem die Haltung schweizer Entwicklungshilfe an, aber das ist kein Anlaß, sich entspannt zurück zu lehnen. Auch Rheinland-Pfalz hatte vor dem Völkermord eine jahrelange Partnerschaft mit Ruanda unterhalten und offenbar auch nichts gemerkt oder nichts merken wollen.
Lesen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Starke, dicht erzählte Geschichte, 3. Juli 2008
Von K. Hensel (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Roman ist hervorragend recherchiert und geschrieben, fast eine Parabel auf gescheiterte Afrika-Entwicklungshilfe - zum Thesenpapier wird er trotzdem nie. Leider hat Bärfuss auch noch eine Liebesgeschichte hineingewoben, weißer Mann, schwarze Frau, erotische Faszination - das allzu Übliche, man will das in einem Roman über den Ruanda-Genozid nicht unbedingt lesen. Trotzdem ein starkes Buch.
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3.0 von 5 Sternen Starker Beginn, etwas schwaches Ende
Ein interessantes Buch, weniger vom Inhalt her als von der Form. Die ersten Seiten haben mir gut gefallen, speziell der Gegensatz zwischen Jura und Kigali. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Marianne MacKenzie veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Erschütternd
Lukas Bärfuss' Roman ist das politisch aufrüttelndste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Die entsetzlichen Ereignisse in Ruanda um 1993 werden gleichzeitig analysiert und in... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von tiger_beetle veröffentlicht

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