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Adam Haberberg
 
 

Adam Haberberg (Broschiert)

von Yasmina Reza (Autor), Frank Heibert (Übersetzer), Hinrich Schmidt-Henkel (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Broschiert: 151 Seiten
  • Verlag: Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833304383
  • ISBN-13: 978-3833304385
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 551.362 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

From Publishers Weekly

French playwright and novelist Reza (Desolation) wryly channels the thoughts of the titular depressed, unhappily married 47-year-old writer: he has just been diagnosed by his optometrist with partial thrombosis and probable glaucoma, while his wife, Irene, an engineer, seems to no longer love or care for him. With obsessions about his mortality, marriage, and failed book crashing about his head, Adam finds himself watching the ostriches in Paris's Jardin des Plantes, periodically cell-phoning his contentedly-coupled friend Albert. Recognizing Adam in the park, Marie-Thérèse Lyoc, with her bags full of the merchandise she sells to zoos and amusement parks, is energetic and talkative; in lycée, she was the invisible, faceless slave to another girl Adam loved. Out of grim resignation, Adam agrees to drive back with this open, talkative "nauseatingly robust ghost from the past" to her apartment in the suburbs while Marie-Thérèse cooks dinner for him, and eventually shares with him a letter that reveals how she once pined for him. This revelation, 30-years-ripe, paralyzes him. In her penetrating, repetitive monologue, Reza collapses Adam's entire sense of himself, and renders his ordinariness touching, even majestic.
Copyright © Reed Business Information, a division of Reed Elsevier Inc. All rights reserved. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


From Booklist

Reza's second novel is as taut and cutting as her first, Desolation (2002), and even funnier in its disclosures of human foibles. The award-winning French playwright brings to fiction her gift for crafting a fuming inner monologue in counterpoint with spiky dialogue as a man faces a crisis primarily of his own construction. Adam, a 47-year-old writer, has eye trouble and consequently is full of fear of disability, age, and death. But he is also sulking on a rainy day in the Jardin des Plantes because his newest book and his marriage are utter disasters. Enter a doggedly upbeat former classmate, Marie-Therese. Adam agrees to dinner at her place, and as Marie-Therese summons up awkward memories and raves about electrical appliances, his mordant thoughts turn to vanity, mortality, and the shocking pleasure he experienced anonymously writing a work of pulp fiction. As Reza conducts this wry duet of delusion and compromise, she questions our belief in the transcendence of art, reminds us that we're our own worst enemies, and balances existential blues with compassion and humor. Donna Seaman
Copyright © American Library Association. All rights reserved -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Diese Rezension stammt von: Adam Haberberg (Gebundene Ausgabe)
Adam Haberberg, ein ehemals erfolgreicher Schriftsteller jüdischer Abstammung, steht vor dem Trümmerhaufen seines Lebens. Sein letztes Buch ist durchgefallen, er hat eine Schreibblockade, in seiner Ehe ist nichts mehr los, weil seine Frau Irene mit seinen Erfolglosigkeit und seinen damit verbundenen Stimmungen nicht zurecht kommt, und seine Kinder machen, was sie wollen.

Er hält sich mit dem Schreiben von Groschenromanen leidlich über Wasser und denkt dauernd an seine Prostatabeschwerden, als er im Pariser Jardin des Plantes einer ehemaligen Schulkameradin begegnet. Sie verabreden sich für den Abend, und in der Vorbereitung dieses Treffens läßt Yasmina Reza ihre Hauptfigur Adam Haberberg sein Leben reflektieren.

Sie tut das in einer knappen und temporeichen, den Leser bis zum Ende mitreißenden Sprache. Sie erzählt eine tragische Geschichte voller boshafter Komik. Indem sie die beiden ehemaligen Schulkameraden mit ihren völlig verschiedenen Lebenswelten zusammentreffen lässt, schildert sie eine Gesellschaft der Gegensätze, die sich anziehen und gleichzeitig abstoßen.

Ein wunderbares Stück Prosa.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Stück Prosa, erzählt in einer knappen und temporeichen Sprache, die den Leser mitreißt, 19. März 2008
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Adam Haberberg, ein ehemals erfolgreicher Schriftsteller jüdischer Abstammung, steht vor dem Trümmerhaufen seines Lebens. Sein letztes Buch ist durchgefallen, er hat eine Schreibblockade, in seiner Ehe ist nichts mehr los, weil seine Frau Irene mit seinen Erfolglosigkeit und seinen damit verbundenen Stimmungen nicht zurecht kommt, und seine Kinder machen, was sie wollen.

Er hält sich mit dem Schreiben von Groschenromanen leidlich über Wasser und denkt dauernd an seine Prostatabeschwerden, als er im Pariser Jardin des Plantes eine ehemaligen Schulkameradin begegnet. Sie verabreden sich für den Abend, und in der Vorbereitung dieses Treffens läßt Yasmina Reza ihre Hauptfigur Adam Haberberg sein Leben reflektieren.

Sie tut das in einer knappen und temporeichen, den Leser bis zum Ende mitreißenden Sprache. Sie erzählt eine tragische Geschichte voller boshafter Komik. Indem sie die beiden ehemaligen Schulkameraden mit ihren völlig verschiedenen Lebenswelten zusammentreffen lässt, schildert sie eine Gesellschaft der Gegensätze, die sich anziehen und gleichzeitig abstoßen.

Ein wunderbares Stück Prosa.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die komplizierte Innenwelt eines erfolglosen Mannes, 16. Juni 2005
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Diese Rezension stammt von: Adam Haberberg (Gebundene Ausgabe)
Es ist der zweite Roman von Yasmina Reza einem Multitalent aus Paris, vielleicht die meist gespielte Dramatikerin der Welt.

Zum Inhalt. Adam Haberberg ist ein 47 jähriger erfolgloser Schriftsteller. Er will immer „Wichtiges" schreiben, statt über das zu schreiben was ihm wichtig ist. Er hat nur einmal Erfolg als anonymer Autor eines Groschenromans, denn unter eigenem Namen zu schreiben hätte er sich geniert. Das wäre nicht hoch genug gewesen. Und da das Leben keine Handlung braucht, um Konflikte zu erzeugen, gibt es in dem Roman unablässig Handlung aber keine Konflikte, und dadurch hat er Erfolg mit diesem Buch.

Er ist unglücklich verheiratet, die Erziehung der Kinder ist gescheitert, er ist schwermütig, weil sein Arzt ihm eine schwere, inoperable Sehstörung unter dem linken Auge diagnostiziert hat. So sitzt er traurig und vergrämt auf einer Bank gegenüber dem Zoo, als eine Frau dort aus der Tür tritt und zielstrebig auf ihn zugeht, ihn mit den Worten, erkennst du mich nicht?, anspricht. Es ist seine ehemalige Klassenkameradin Marie Therese. Aber auch vor dreißig Jahren war sie so unscheinbar, dass sie ihm gar nicht aufgefallen ist. Sie setzt sich neben ihn, überfällt ihn mit banalem, sinnlosem Geschwätz. Sie erzählt von ihrem Business und ihren unterschiedlichen Merchandise Produkten, spricht schließlich eine Einladung zu einem gemeinsamen Abendessen in ihrer „Biederwohnung" aus. Und da Haberberg diese beruhigende Welt gefällt, folgt er der Einladung.

Sie bereitet ein leckeres Omelett, erzählt von ihrer Passion für Haushaltsgeräte. Und dann reden die so gänzlich uninteressanten Personen vor sich hin, über Themen wie Angst vor Versagen, Angst vor dem Altwerden, Angst vor Desillusionierung des Lebens. Er redet weniger, fragt sich vielmehr, was mache ich hier eigentlich? Die Innenwelt dieses Mannes ist viel komplizierter, als das was er redet. Er führt eigentlich mehr innerer Monologe mit seinem Augenarzt, stellt sich dauernd der Furcht vor dem Tod. Aber die Lächerlichkeit der Situation ist scheinbar weniger schlimm zu ertragen, als sein eigenes graues Leben noch einmal Revue passieren zu lassen.

Und nun erfahren wir, dass diese Frau einen Brief ihrer Freundin über all die Jahre, seit der Schulzeit, aufbewahrt hat, in dem sie ihr nahe legt sich doch ein Herz zu fassen und diesen Adam Haberberg einmal anzusprechen. Das hat sie erst jetzt getan und dieser inzwischen alte Mann sitzt jetzt vor ihr und langweilt sich tödlich. Und dieser Brief ist in der Tat eine ungenierte aber unzweifelhafte Art der Aufforderung zur Liebe. Es ist eine Aufforderung den Mut zum Leben zu fassen, einem Leben das die beiden ja lange hinter sich und eigentlich nie vor sich gehabt haben.

Und dann kommen zwei starke Stellen. Die Frau beginnt damit den Brief zu zerreißen und ihn zu verbrennen, eine große Geste. Sie sagt mit anderen Worten, ich gebe es dran, du brauchst dich nicht zu fürchten, ich mute dir keine Annäherung zu der wir möglicherweise beide nicht gewachsen sind. Er ist betroffen und es kommt zum ersten physischen Kontakt zwischen den Beiden. Und er kämpft um die Asche mit ihr. Und der zweite starke Punkt ist seine unbändige Aggression gegen sie, als sie ihm sagt, du siehst schlecht aus. Da kämpft er mit ihr um seine Ansehnlichkeit und sein Wohlsein. Im Grunde kämpft er jetzt um sein Leben mit ihr.

Es ist eine Liebesgeschichte, die natürlich einerseits überhaupt keine ist, denn die Frau ist ihm lästig und hoch peinlich und doch wiederum weniger lästig und peinlich als er sich selber ist.

Beide können mit ihrem Leben nicht viel anfangen, beide führen ein hoffnungsloses, halb gescheitertes, in sich inhaltloses Leben, bei dem nicht immer die existentiellen Dinge sie zu Grunde richten, sondern sie werden zermürbt, weil sie immer das Gegenteil von dem machen, was sie machen möchten.

Es ist ein schmales Buch mit 120 Seiten, die sich leicht lesen, in einer wunderbaren Sprache. Ein leidenschaftlicher, sardonischer Roman über die Ehe Tristesse, den Anspruch zu viel vom Leben zu erwarten, die Enttäuschung über alles was nicht stattfindet, und den Konsum als Äquivalent.

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Veröffentlicht am 5. Juni 2007 von C.Borries

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