Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
beeindruckendes Meisterwerk...., 2. Juli 2004
in hervorragendem, glänzendem Schreibstil erzählt Tim Krabbé die Geschichte einer Frau, die an einer Autobahnraststätte auf dem Weg in den Urlaub eben noch schnell etwas zu trinken kaufen möchte und nicht mehr zurückkehrt. Vergeblich wartet ihr Freund Rex im Auto auf dem Parkplatz, doch Saskia bleibt für immer verschwunden. Jahre danach, Rex plagen immer noch Zweifel und Schuldgefühle, versucht er über eine Plakatkampagne doch noch etwas über Saskias Verbleib herrauszufinden, als sich ein Unbekannter meldet, der Saskia gesehen haben will. "Das goldene Ei" ist ein wirkliches Meisterwerk und sollte in keinem Bücherschrank fehlen. Krabbé schafft es auf 140 Seiten mit wenigen, aber eingehenden Worten, einen Augenblick der staundenden Stille zu erzeugen, der so tief geht, dass man ihn nicht mehr vergisst. Perfektes Timing, sagenhaft spannend und überzeugend, eindringlich und packend. Ein Buch, das noch lange zum Nachdenken anregt. Eine echte 5-Sterne-Empfehlung!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Geschichte, die einen nicht wieder losläßt, 15. Mai 2004
An einer Autobahnraststätte auf der Fahrt in den Urlaub verschwindet Saskia, die Freundin des Niederländers Rex Hofman "spurlos" (so heißt auch die Verfilmung, die nach diesem Roman entstand). Jahre später hat er ihren Verlust noch immer nicht verwunden und startet eine große Anzeigenkampagne, um herauszufinden, was damals mit ihr geschah. Da meldet sich ein Mann bei ihm mit dem Angebot, ihm die Hintergründe für Saskias Verschwinden zu offenbaren. Doch er verlangt eine Gegenleistung... Tim Krabbés Roman ist viel mehr als ein Krimi oder ein Thriller. Immer wieder geht es bei ihm um die Frage, wie sehr sich Menschen auf die äußerste Konsequenz ihrer Handlungen einlassen und welche Auswirkungen ihre Entscheidungen für andere haben. Und es ist ein poetisches Buch voller anrührender Momente, die einem lange haften bleiben. Etwa wenn Rex auf dem Staub eines Autodaches wie ein Omen der ganzen Geschichte liest: "Wenn ich dies schreibe, kommen Kratzer ins Glück". Und was bedeutet der merkwürdige Titel: "Das goldene Ei"? Es ist ein Alptraum, der Saskia verfolgt: "Als sie klein war, hatte sie einmal geträumt, sie säße eingeschlossen in einem goldenen Ei, das durch das Weltall flog. Alles war schwarz. Es gab nicht einmal Sterne, sie würde für immer darin bleiben müssen, und sie konnte nicht sterben. Es gab nur eine Hoffnung: Es flog noch so ein goldenes Ei durch den Raum, und wenn sie zusammenstießen, wären beide zerstört, dann wäre es vorbei. Aber das Weltall war so groß! Daß solch ein Schreckensbild in einem so kleinen Kind aufkommen konnte, hatte Rex erschüttert. Und damit zog er sie auf..."
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sagenhaft spannend und schrecklich (gut), 30. August 2008
Rex und Saskia sind nachts auf der Autobahn unterwegs und halten an einer Tankstelle. Während er tankt, holt sie im Laden Kaffee - und kehrt nie wieder zurück. Trotz jahrelanger, erfolgloser Suche nach seiner Geliebten ist Rex immer noch wildentschlossen, herauszufinden, was Saskia zugestoßen ist. Um es endlich zu erfahren, lässt er sich auf ein riskantes Angebot ein...
Der moderne Thriller-Klassiker des holländischen Autors Tim Krabbé wurde unter dem Titel "Spurlos" zweimal verfilmt (einmal französisch, einmal als US-Produktion mit Kiefer Sutherland und Sandra Bullock) und ist nur gute hundert Seiten kurz. Wer eine Verfilmung und somit das überraschende Ende kennt, kann sich den Roman wohl sparen. Allen anderen sei jedoch dringend zu eben diesem geraten, denn ihnen entgeht sonst eine absolut beklemmende, fesselnd-spannende und zutiefst depressive Lektüre mit großer psychologischer Wirkung. Ich habe das Buch (natürlich auch aufgrund des geringen Umfangs) nicht mehr aus der Hand gelegt und in einem Atemzug durchgelesen, voller ungeduldiger Erwartung zu erfahren, was mit der Protagonistin passiert ist. Nach etwa der Hälfte der Geschichte erahnt der Leser den schockierenden Schluss ganz langsam, jedoch nie vollends und wird dann immer tiefer in den Strudel des ausweglosen Horrors hineingezogen, um zu seinem eigenen Schluss zu kommen: manche Dinge möchte man eigentlich gar nicht wissen. Man erfährt sie aber dann doch, denn man muss das Buch ja zuende lesen. Einfach grandios, wie der Autor hier mit der Neugierde des Lesers spielt, ihn dann plötzlich am Arm fest packt und nicht mehr loslässt. Ein schreckliches Buch, und gerade deswegen schrecklich gut.
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