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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wertvolle Pionierarbeit, 12. August 2008
Wer sich als bislang "unbeleckter" Laie mit der Interpretation von Körper- und Gesichtsform befassen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Der "Gründungsvater" der Gesichtsinterpretation, Carl Huter, entstammt der Epoche Rudolf Steiners, und ähnlich wie bei diesem sind Erkenntnisse und Sprache für den heutigen Menschen nicht leicht zugänglich und wirken zuweilen verschroben und abgehoben. Es werden "Übersetzer" benötigt, Leute, die mit Sympathie an das Werk herangehen und es an heutige Bedürfnisse und Sichtweisen anpassen. Hier hat Wilma Castrian Pionierarbeit geleistet. Sie bleibt nahe genug an Huters Lehre, und seine Welt- und Menschensicht werden verständlich. Zugleich unterfüttert sie alles mit ihren praktischen Erfahrungen und setzt Schwerpunkte.
Der Leser muss sich zunächst durch die Grundlagen kämpfen: die Herleitung der Konstitutionstypen, die Lehre von den "Energien" - dann erst geht es zu den einzelnen Formelementen und ihren Bedeutungen. Sehr wichtig war für mich die einleuchtende Abgrenzung der Konstitutionstypen von den (heute wieder viel verwendeten) klassischen Temperamentstypen und deren sinnvolle Eingliederung in die physiognomische Betrachtung. Kurz gesagt, man profitiert, wenn man sich der vorgegebenen Reihenfolge des Lehrbuches anpasst. Viele Interpretationen werden erst verständlich, wenn man die Grundlagen kennengelernt hat. Natürlich steht es jedem frei, gleich in den hinteren Teil zu blättern und sich über die Bedeutungszusammenhänge der einzelnen Gesichtszonen zu informieren. Hin- und Herspringen wird durch ein ausführliches Stichwortverzeichnis erleichtert. Wichtige Kernaussagen sind, wie in guten Lehrbüchern üblich, besonders hervorgehoben und damit leicht auffindbar.
Verbesserungsmöglichkeiten gibt es dennoch viele. Die "Überarbeitung" in der dritten Auflage scheint an einigen Stellen eher zu Redundanzen geführt zu haben - bereits zuvor Geäußertes wird lediglich mit anderen Worten noch einmal beschrieben. Verbesserungswürdig sind Art und Umfang der graphischen Darstellungen der Körperbautypen. Viele Kurzkapitel im hinteren - praktischen! - Teil des Buches müssten mit genaueren Deutungshinweisen und realen Beispielen unterfüttert werden, wobei stattdessen manche eher lyrisch-erbaulichen Passagen weggelassen werden könnten. Viele offenbar bedeutsamen Merkmale werden von der Autorin zu knapp beschrieben. So wird beispielsweise behauptet, es habe "etwas zu bedeuten", ob die Augen "sehr eng oder sehr weit gestellt" sind. WAS es zu bedeuten habe, wird dann leider nicht mitgeteilt. Ähnlich verhält es sich mit der Nasenwurzelzone und einigen anderen Details.
Theoriebasis und vor allem Anbindung an biologische Grundlagen machen die Aussagen der Physiognomie wissenschaftlich überprüfbar - wenn sich die etablierte Wissenschaft denn dazu durchringen würde. Die Ausdruckspsychologie ist ein von der universitären Psychologie stark vernachlässigter Bereich. Ob Graphologie, Gesichterkunde oder Interpretation von Körperbau und Ausdrucksbewegung - seit dem Zweiten Weltkrieg kümmert sich die wissenschaftliche Seelenkunde im wesentlichen nur noch um Dinge, die sie mit den Mitteln der Statistik "beweisen" kann. Diese bedauerliche Tatsache muss man im Hinterkopf behalten, wenn man an solch ein Lehrbuch herangeht. Eine Disziplin, die von der öffentlich geförderten Wissenschaft vernachlässigt wird, kann nicht die Standards liefern, die wir eigentlich an wissenschaftliches Vorgehen anlegen. Somit bleiben nach der Lektüre dieses Buches viele Fragen offen, und man bekommt zahlreiche Ideen, an welchen Stellen sich intensive Forschung lohnen würde. Da sind zum einen die Ausdrucksmerkmale, denen Huter selbst wenig oder keine Aufmerksamkeit widmet, wie zum Beispiel die Zähne. Zum zweiten gibt es Bereiche, die im Lehrbuch nur kurz erwähnt werden oder zu denen keine brauchbaren diagnostischen Hinweise vorgelegt werden. Hierzu zählen die vielfältigen Bedeutungsfelder des Schädels (speziell der oft als besonders wichtig dargestellte Haarwirbel am Hinterkopf) oder Halses.
Fazit: Trotz aller Mängel ein wichtiges und sowohl für Laien als auch Profis überaus lohnendes Buch!
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56 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr anschaulich und gut aufgebaut, 7. Oktober 2003
Die jahrelange Erfahrung, die Wilma Castrian auf dem Gebiet der Psycho-Physiognomik gesammelt hat wird hier dem interessierten Leser zugänglich gemacht. Dabei wird kontinuierlich von der Geschichte und dem Begründer über Naturelle, Harmonie-Lehre, Typen und Temeramente aufgebaut. Ein Buch vollgestopft mit wertvollen Informationen und sicherlich ein guter Einstieg in die Materie. Die inzwischen ebenso lange Lehrtätigkeit Wilma Castrians auf diesem Gebiet ist deutlich spürbar. Ein Muß für Behandler, die eine Einführung in diese Thematik suchen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlich! Die Psychophysiognomik in Überblick!, 6. August 2009
Dieses Buch gibt in kürzest möglicher Form die Grundlagen zu dem Thema kund. Wer Spaß an Sprache hat kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema befassen möchte und auch für jeden anderen sehr aufschlussreich!
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