Aus der Amazon.de-Redaktion
VPNs als Sicherheitsmaßnahme sind in aller Munde. Da gibt es nicht nur die Firewall, sondern auch SSL-Zertifikate, Public-Key-Infrastrukturen und IPSec -- und das will erst einmal verstanden und korrekt konfiguriert sein. Bei Addison-Wesley ist ein Handbuch für Administratoren erschienen, das ausführlich auf den Aufbau von VPNs unter Linux mit Hinweisen auf BSD und Windows eingeht. Dazu ist der neue Kernel 2.6 bereits berücksichtigt.
Das Handbuch arbeitet sich nach einer Einführung in minimale kryptografische Grundlagen, IPSec als Protokoll, X509 und PKIs in die praktische Konfiguration vor. Mit Free/SWAN, IPSec mit Kernel 2.6, CA-Verwaltung mit verschiedenen Tools und dem Aufbau von Tunneln mit den üblichen administrativen Problemen (dynamische IPs, NAT) sind einige grundlegende Bereiche für VPNs abgedeckt. Das Handbuch ist mit vielen Konfigurationsbeispielen ergänzend zu den Hinweisen zur Installation illustriert. Der Begleittext sollte Lesern die Hintergründe und Anwendungsgebiete -- und deren Grenzen -- verdeutlichen. Natürlich kann das Handbuch nur Hinweise geben -- die notwendige Sorgfalt beim Administrieren muss man schon selbst mitbringen.
Das Buch begreift sich als Einführung in die sichere Systemadministration eines VPNs und richtet sich an Administratoren, die sich fundierter mit Sicherheit und den dazugehörigen Werkzeugen beschäftigen wollen. Das Buch bietet eine klare Anleitung, wie man ein Problem angeht -- wer ausführliche Erklärungen zu grundlegenden Konzepten sucht (man sollte schon wissen, was der Unterschied zwischen SSL und PGP ist), sollte sich zunächst anderweitig einlesen. Die sichere Handhabe des Linuxsystems ist ebenfalls Voraussetzung, wenn man von dem informativen Handbuch profitieren will.
VPN mit Linux ist allerdings eher für erfahrene Administratoren und weniger für Neulinge gedacht, die ihren ersten Webserver einrichten. Kein endlos langer Text und keine reißerischen Hinweise auf spektakuläre Sicherheitsdramen, sondern angenehme, zielgerichtete Sachlichkeit zeichnen das VPN mit Linux aus, dem eine CD mit Tools und weiterführenden Dokumentationen beiliegt. --Susanne Schmidt
Kurzbeschreibung
In einem VPN (Virtual Private Network) tauschen Rechner untereinander Daten aus, die nur sie allein entschlüsseln können. Ihre Kommunikation ähnelt damit der in einem geschlossenen, sicheren Netzwerk, auch über ein öffentliches Netz wie das Internet. VPN-Lösungen für Linux sind sicher, kostengünstig und nehmen mit der wachsenden Zahl von Linux-Servern zu.Autor Ralf Spenneberg beschreibt nach den Grundlagen der Thematik (Kryptographie, Protokolle, Key-Management, Netzwerkstrukturen) die Praxis von Konfiguration und Betrieb eines VPN mit FreeS/wan und Openswan (für Kernel 2.4) und Kernel IPsec (für den neuen Kernel 2.6). Anschließend behandelt der Autor Fragen der fortgeschrittenen VPN-Konfiguration wie den Einsatz in heterogenen Netzen, Bandbreiten-Kontrolle, NAT-Traversal, Kooperation mit anderen (nicht IP-) Protokollen und die dynamische Adressvergabe mit DHCP über das VPN.