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Das Aquarium
 
 

Das Aquarium (Gebundene Ausgabe)

von Thommie Bayer (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 335 Seiten
  • Verlag: Eichborn (Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821808950
  • ISBN-13: 978-3821808956
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,7 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 373.327 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 22 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Zeitgenössische Literatur > Deutschsprachige Autoren > Bayer, Thommie

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Barry Schoder ist kein James Stewart. Und trotzdem besitzt der Tontechniker so etwas wie ein Fenster zum Hof. Da thront er, nach einem Unfall von Lähmung bedroht und vereinsamt, im sechsten Stock, um ins "Aquarium" hinüberzublicken -- als Voyeur, wie Steward in Hitchcocks Film. Das Aquarium, das ist ein Bungalow mit langer Fensterfront, hinter der sich nach sieben Wochen Leere plötzlich wieder neues Leben regt. Beim Spannen beginnt Schoder nachzudenken -- und will ein Buch schreiben über sein Leben. Aber selbst wenn er plant, "über sich selbst zu erzählen", so spricht er doch zumeist von den Frauen. Von seiner Ex-Freundin Sybille etwa oder von der Sängerin Sharii, die ihn verführt und dann verschwindet. Oder von June, die eines Tages in das Aquarium gegenüber zieht.

Auch June ist nicht Grace Kelly. Aber die junge, unabhängige Frau im Rollstuhl fasziniert den Tontechniker zusehends. Als Schröder das schützende Dunkel seiner Wohnung verlässt und Kontakt zu ihr aufnimmt, wird der Voyeur immer mehr hineingezogen in den (auch erotischen) Strudel von Junes komplizierter Geschichte. Dass dies für den Protagonisten ohne zwischenmenschliche Probleme nicht ablaufen kann, wird nicht nur Kennern von Thommie Bayers Romanen Das Herz ist eine miese Gegend oder Spatz in der Hand schnell klar.

Wie gesagt: Barry Schoder ist nicht James Steward. Und Thommie Bayer ist natürlich auch nicht Alfred Hitchcock. Aber wie es ihm gelingt, die Lesespannung in seiner einfach konsumierbaren Prosa bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten, verdient höchstes Lob. Und noch etwas haben Bayer und Hitchcock gemeinsam: Bei beiden enden selbst die tragischsten Geschichten immer irgendwie doch gut. Das darf man ruhig verraten. Denn anders als bei Hitchcocks Krimis kommt es auf das Ende bei Bayers wundervollem Liebesroman gar nicht so an. --Thomas Köster



Audiobook-Rezensionen

Hier knistert es vor Spannung, vor der Faszination des Beobachtens und des Beobachtet-Werdens, vor Lüge und Wahrheit! June und Barry hatten beide einen schweren Unfall. Barry hat sich, nachdem seine große Liebe bei dem Unfall zu Tode gekommen war, zurückgezogen. Das Einzige, was er tat, er beobachtete die gegenüberliegende Wohnung. Und in diesem "Aquarium" lebt eine Frau im Rollstuhl, ganz allein. Er betätigt sich als Voyeur. Es entsteht eine intensive E-Mail-Korrespondenz, in der sie sich langsam gegenseitig ihre Geschichte erzählen: June ist vermeintlich wesentlich offener als Barry. Doch die erste Version ihrer Story entpuppt sich für Barry auf brutale Art und Weise als Lüge. June ist nicht gelähmt, sie experimentiert und benutzt Barry als Zeuge.

Anna Thalbach, geehrt mit dem Max-Ophüls-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis und Bernd Michael Lade, einem breiten Publikum als Tatort-Kommissar Kain des MDR bekannt, setzen dieses virtuose Wechselspiel aus Vertrauen, Enttäuschung, Mitleid, verwirrten Gefühlen, Hinwendung und Liebe so geschickt in Szene, dass einem nicht selten der Atem stockt. Als das Spiel zwischen Wirklichkeit und Fantasie dann richtig ernst wird, fühlt man sich in echter Krimi-Manier in einen packenden Sog gezogen.

Thommie Bayer ist vielseitig talentiert: Er hat sich neben der Schriftstellerei auch als Maler, Kabarettist und Liedermacher betätigt. Seit 1985 schreibt er. Mit dem "Aquarium" gelang ihm eine geniale Komposition aus erotisch-voyeuristischen und kriminalistischen Elementen. Das Spiel um Distanz und Nähe im E-Mail-Pingpong fand im Hörbuch sein adäquates Medium. Inszeniert mit brillanten Sprechern! Gekürzte Lesung mit Musik, Spieldauer: ca. 160 Minuten, 2 CD. Mit Booklet.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dringt in meine Träume ein!, 23. April 2008
Von K. Jilch ""1000 Seiten pro Woche"" (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Das Aquarium: Roman (Taschenbuch)
Selten hat ein Buch mich so in seinen Bann gezogen wie dieses!
Die bizarre,oft sehr morbide Liebesgeschichte zwischen Barry und June(er,nach einem Unfall,der ihn beinahe zum Gelähmten gemacht hätte,in ein Schneckenhaus zurückgezogen,sie-in der Wohnung gegenüber- tatsächlich im Rollstuhl)hat einen ganz eigenen Reiz.Sie verkehren nur per E-Mail und Chat,kennen sich nicht,legen aber beide ihre Seele vor dem virtuellen Partner bloß.
Was die beiden sich da erzählen,ist schockierend,berührend,manchmal zum Weinen schön und schrecklich.
Vom Inhalt soll hier nichts verraten werden,es würde sonst die Spannung nehmen. Nur so viel:das Ende ist sehr überraschend!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erotik mit einer gelähmte Frau?, 31. Mai 2002
„Ich war nach dem Unfall ein anderer Mensch. Meine Freundschaften gingen an Textmangel ein." So beginnt der neue erotisch-voyeuristische Roman „Das Aquarium" von Thommie Bayer.
Als die junge, schöne, aber auch gelähmte Frau in die gegenüber liegende Wohnung mit großer Fensterfront einzieht, ist der in seiner selbstgewählten Einsamkeit lebende Barry fasziniert von dieser und beobachtet, wie sie ihr Leben meistert. Aus seiner ab diesem Zeitpunkt im Halbdunklen liegende Wohnung schaut er ihr zu, wie sie ihren Oberkörper trainiert, wie sie schreibt, ißt und schläft. Barry richtet sein Leben nach ihrem Tagesablauf und bewundert, wie sie ihr Leben ohne Hilfe meistert. Er will ihr zur Seite stehen, doch als sie ihn tatsächlich braucht, mißlingt ihm dies.
Er macht sich Vorwürfe und als sie an ihre Wand ihre E-Mail-Adresse in roten dicken Buchstaben schreibt, verändert sich die Geschichte. Er ist nicht mehr nur Beobachter, sondern wird auch ihr unsichtbarer Freund. June berichtet ihm die außergewöhnliche Geschichte ihres Lebens, die zudem erotisch und abgründig zu sein scheint. Schrittweise verwickelt sie ihn in ein bizarres Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit. Von Sehnsucht, Begierde, Leidenschaft, Hingabe bis hin zur Selbstaufgabe in Vergangenheit und Zukunft werden beide bestimmt.
Gleichzeitig versucht Barry sein Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen, denn auch ihn plagen Erinnerungen an seinen Unfall und seiner einzigen, jedoch nur zwei Tage andauernden Liebe. Auf der Suche nach der Erfüllung verstricken sich beide in ein ungewöhnliches Spiel der Gefühle.

Mit vielen Wendungen im Roman wird eine Geschichte offenbart, in der nichts ist, wie es scheint, und nichts bleibt, wie es war. Der Leser wird überrascht und durch die klare Schreibweise des Autors gefesselt. Der Roman enthält keine Unterteilungen in Kapitel, sondern Vergangenheit, Zukunft, Realität, Traum und vieles mehr sind durch Klammeraffen (@) getrennt, so daß es ein schnelles Lesen garantiert. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive des Barrys geschrieben. Thommie Bayer versteht es, mit den unterschiedlichsten Gefühlsebenen zu jonglieren. Es ist ein empfehlenswerter Roman, den man nicht aus der Hand legen kann, denn nichts ist, wie es scheint, und nichts bleibt, wie es war.

Bis auf wenige Veränderung ist das Hörbuch sehr nah an den Roman angelegt. Hierbei gibt es ein Wechselspiel zwischen den Sprechern Anna Thalbach, die der June ihre Stimme gibt, und Bernd Michael Lade, der den Barry verkörpert. Beide können durch ihre Stimmen, Intonation und ihrer eigenen Rhythmik dem Roman bzw. Hörbuch eine Realität und Wirklichkeit vermitteln. Auch dieses ist zu empfehlen.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Dramatische Erotik die auf die Psyche schlägt, 5. Januar 2005
Diese Rezension stammt von: Das Aquarium. (Taschenbuch)
Barry ist nach dem Tod seiner großen Liebe anders. Er überlebt den gemeinsamen Unfall und entgeht nur knapp einer Querschnittslähmung. Allein in seiner Wohnung beobachtet er das Nachbarhaus. Als June in "das Aquarium" gegenüber einzieht beginnt eine eigenartige Beziehung zwischen den beiden. Per e-mail erzählt sie Barry ihre (manchmal fast ekligen) sexuellen Wünsche und Traumata. Barry fühlt sich für die im Rollstuhl sitzende June verantworlich, denn wie sich herausstellt haben sie ein ähnliches Schicksal. Zum eine gibt June Barry Kraft, ihre Geschichte schlägt ihm jedoch auch auf die Psyche, die aufgrund diverser Zwischenfälle schon sehr angeknackst ist. Als sich dann die ganze Situation ändert, sogar doppelt und dreifach, kommt es zu einem spannenden Ende, wobei man so manches mal die Normalität Barrys bezweifelt. Ein Buch, was ich so noch nicht gelesen habe. Hoch erotisch bis teilweise pervers, mit spannenden Wendungen und interessanten Einblicken in die menschlichen Vorlieben und psychischen Verwirrungen.Insgesamt bekommt es 4 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen Spannend und erotisch
Ich finde Thommie Bayers Bücher toll und auch dieses hat mir richtig gut gefallen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Dialoge einfühlsam und spannungsgeladen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Laura Schmidt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher die ich kenne...
Das Buch muß man gelesen haben. Es hat mich völlig in seinen Bann gezogen und ich habe mich noch lange Zeit danach in Gedanken mit der Story beschäftigt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von B. Benz veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Alles drin was eine gute Story braucht
Es gibt Bücher die sind Juwelen."Spatz in der Hand" "Singvogel" "Kurze Geschichte des Glücks".Auch diese ist wieder eine typische Bayer Geschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Daudimax veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Nicht so überzeugend..2,5 Sterne, wenn das ginge..
Im Gegensatz zur sehr schönen kurzen Geschichte vom Glück sowie Singvogel v.gleichen Autor fällt mein Urteil zum Aquarium schlecht aus. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Oblomowina veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Unentschlossen
Das Aquarium lässt mich ein wenig zerrissen zurück. Was habe ich da eigentlich gerade gelesen? Einen erotischen Roman? Einen Krimi? Eine Liebesgeschichte? Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von JuSi liest veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen So was hatte ich noch nie gelesen
Ich möchte eigentlich nicht über den Inhalt des Buches referieren. Jedes Vorwegnehmen eines der Bestandteile würde die Geschichte beschädigen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von basssopran veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Teilweise viel zu brutal!
Ein spannender Roman um eine "amour fou" und kleine Betrügereien (zwischenmenschlicher Art). Sehr spannend zu lesen, auch wenn gewisse Szenen (zwischen Kalim und June) beinahe... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von variety veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Abgeschmackt!
Vielleicht tue ich Thommie Bayer Unrecht: Nach seinem wunderbaren neuen Roman "Eine kurze Geschichte vom Glück" habe ich mich auf alle früheren Sachen von ihm gestürzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. September 2007 von zeilensprung

1.0 von 5 Sternen Oh welch ein Graus
ich glaub ich hab' schon lang nicht mehr so ein ödes Buch gelesen. Nach nicht mal der Hälft hab ich's zugeschlagen und es tat nicht mal weh. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2007 von Stephan Körting

4.0 von 5 Sternen Das Aquarium
Barry erzählt von Sharii, in die er sich verliebt hat, dabei gab es eigentlich gar nicht genug Zeit, um sich richtig zu verlieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2007 von D. Beetz

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