Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nichtdenken für Anfänger, 28. April 2006
Zuerst war ich skeptisch - aber als ich beim Anlesen merkte, dass der Autor auf einer halben Seite Kant wiederlegte, um dann auf eineinhalb Seiten über die Schädlichkeit solcherlei Denkens zu räsonnieren, war ich überzeugt - das schaffen nur Nichtdenker.
Die Botschaft des Buches ist einleuchtend: Durch Denken verbaut man sich Karrierechancen, Denken macht einsam, führt zu Langeweile, senkt die Chancen ins Fernsehen zu kommen und macht hässlich. Durch Nichtdenken hingegen gewinnt man Kraft, Reichtum, innere Ruhe, Selbstvertrauen und -achtung, Mut, Gesundheit und Sex. Da hätte man auch selbst drauf kommen können - ist man aber nicht. Und warum? Weil man gedacht hat.
Was in der Politik schon seit gut 2 Jahrzehnten gang und gäbe ist und auch in der Wirtschaft zunehmend beobachtet werden kann, wird hier einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt: dem Nichtdenker gehört die Welt. Dank einer weitsichtigen Bildungspolitik haben wir heute gottseidank schon eine Generation, der das Nichtdenken so leicht fällt wie früheren Generationen das Denken. So richtet sich das Buch auch an diese und will Ihnen den Weg aufzeigen, sich anzupassen und in Harmonie und Frieden mit Ihrer Umwelt zu leben.
Keine Angst, von alldem ist in dem Buch nicht die Rede, es ist kein Politisches. Allerdings merkt man dem Buch an, dass der Autor die Hälfte seines Lebens mit Denken verschwendet hat, seine Ausflüge in die Geistes- und Kulturgeschichte, die Kurzeinführungen in die Gedankenwelt berühmter Denker wirkt ungewollt faszinierend auf den Leser (der ja zwangsläufig Denker ist). Ein schwaches "so sollen sie es auf keinen Fall machen" hilft auch nicht richtig und wirkt manchmal aufgesetzt. Bis einem klar wird, dass auch dies undurchdacht ist. Dennoch wäre es hilfreicher gewesen, auch positive Beispiel berühmter Nichtdenker zu geben, die man ja in Politik und Medien zuhauf finden kann.
Die Trainingsaufgaben am Ende jedes Kapitels sind nicht besonders effektiv, aber vielleicht muss ich sie nochmal durcharbeiten - auf jeden Fall habe ich mir fest vorgenommen, endlich Nichtdenker zu werden.
Da meine Mitrenzensenten unterschiedliche Sterne vergeben haben, ist die Bewertung nicht einfach, ich weiß auch nicht so genau, was jetzt richtig wäre - ich glaube, ich gebe mal 3 Sterne, die Sie aber genausogut als 5 oder einen Werten können, ich bin, und das möchte ich betonen, auf jeden Fall Ihrer Meinung.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Glücksgriff..., 27. August 2006
Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt ist "Endlich Nichtdenker!" sicher ein mutiges Buch - die Zielgruppe der überforderten Intellektuellen dürfte nicht allzu groß sein. Falls Sie aber auch zu den Menschen gehören, die z.B. im Rahmen eines großen Fußball-Turniers mit einer Mischung aus Entsetzen, Unglauben und Neid beobachten dürfen, wie ihre Mitmenschen sich unter dem Einfluss von Alkohol zu hirnlosen Rudeltieren zusammenrotten, die sich SCHLAAAAND-rufend durch die Straßen bewegen und dabei offensichtlich die pure Glückseligkeit erleben - greifen Sie zu. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, dass rationales Verhalten und Denken nur Stolpersteine auf dem Weg zu Erfolg, Ruhm und Ansehen sind.
Dabei geht Stein auf die verschiedenen Möglichkeiten ein, die sich bieten, um unnötiges Denken aus unserem Alltag zu verbannen. Neben den Drogen und oben beschriebenem Rudelverhalten bieten sich natürlich noch Religionen an, die einem ein ohnehin überflüssiges Maß an Selbstbestimmung nehmen und sich auf diese Weise als sehr hilfreich entpuppen können. Der geneigte Leser kann zwischen acht Pfaden wählen (ergänzt durch praktische Übungen am Ende des Kapitels) und wird in sich - ehe er sich versieht - eine ganz neue Persönlichkeit entdecken. Eine, die ein größeres Auto fährt und mit schöneren Frauen schläft.
Sätze aus anderen Rezensionen wie z.B. "Ich hab zwar keine Ahnung was uns dieses Buch sagen will und ob es ernst gemeint ist, aber ich mag es" oder "Herr Stein ... verpasst es aber gänzlich, Hinweise zum eigenständigen Denken zu geben. Von Lebenshilfe ganz zu schweigen" zeigen dabei sehr deutlich, dass man mit dem Buch sehr rasch beachtenswerte Erfolge erzielen kann.
Für alle, die sich im ersten Abschnitt angesprochen fühlten und außerdem den trockenen, ironischen Witz lieben, dürfen beherzt zugreifen (Lacher sind garantiert, außerdem tröstet es zu wissen, dass es vielleicht noch andere Menschen gibt, die unter demselben Problem leiden). Wer sich mit dieser Rezension überfordert sieht oder zu den beschriebenen Rudeltieren gehört, ist mit einem Sudoko-Block aber sicher besser bedient.
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wer liest, hat offenbar nichts Besseres zu tun und sollte sich schuldig fühlen., 27. Januar 2008
Deswegen rate ich Ihnen: Schonen Sie Ihre Augen" ... Gehen Sie lieber wieder einmal im Wald spazieren!" ( Hannes Stein)
Das vorliegende Buch ist ein oberironisches Machwerk! Dies wird vom Autor selbstverständlich vehement bestritten...und da Stein ein plietscher Junge ist, begründet er sein Dementi auch schlüssig und dezidiert.
Sein Hauptanliegen ist es offenbar aufzuzeigen, weshalb es sinnvoll ist das Denken einzustellen, denn Nachdenken raubt den Menschen bekanntermaßen die innere Ruhe.
Stein zeigt Wege auf und nennt praktische Beispiele , die dem Leser dazu verhelfen den seligen Zustand des Nichtdenkens langfristig sein Eigen zu nennen
Was überhaupt ist Denken? Der Autor definiert: " Denken ist ein ständiges leises Selbstgespräch - kein Monolog..., sondern ein innerer Dialog.... Dieser innere Streit drängt nach draußen ans Licht der Öffentlichkeit. Er will sich in Gesprächen, Debatten, Diskussionen verwirklichen ; er will die rauchige Luft von Kaffeehäusern atmen und trübe Seminarräume unsicher manchen"( S. 27). All dies führt in der Regel aber zu unerfreulichen Ergebnissen!
Das Nichtdenken hingegen bietet eine Reihe von Vorteilen, wie der Autor offenlegt: die Karrierechancen werden größer, man ist nicht mehr einsam und auch nicht mehr gelangweilt.
Denken heißt letztlich durchschauen. Wer Dinge durchblickt, raubt ihnen ihr Mysterium, ihr Flair, ihren metaphysischen Reiz ( vgl. S.18 ).
Am schlimmsten jedoch ist, das das Denken hässlich macht! Der Verzicht auf intellektuelle Tätigkeit verhindert tiefe, unschöne Furchen im Gesicht. Man kann sich auf diese Weise die ewige Jugend pachten!
Wer aufs Denken verzichtet gewinnt an Kraft, Reichtum, innerer Ruhe, Selbstvertrauen, Mut, Selbstachtung, Gesundheit und Sex ( vgl. S. 22).
Bei solchen Aussichten möchte doch keiner mehr die Stirn in Falten legen, oder? Nur Dumme denken zukünftig noch! Ist ja logisch!
Übrigens zählte Sokrates, Stein erinnert an ihn, zu diesen Dummen. Der griechische Philosoph vertrat die Ansicht das Tugend lehrbar sei und bewies durch üble Haarspaltereien , dass seine Mitbürger über die wichtigsten Dinge noch nie richtig nachgedacht hätten. Natürlich verschaffte er sich dadurch eine Menge Feinde unter den Nichtdenkern. Nur ein Dummer kann so blöd sein sich in eine solche prekäre Lage , wie dieser Sokrates zu schaffen. Im Grunde war er selbst schuld, dass man ihn zwang den Schierlingsbecher zu trinken! Mit seinem Gehabe konnte er unter Nichtdenkern keine Freunde finden. Das hätte ihm klar sein müssen!
Man muss sich bewusst machen, dass man sich vor Leuten wie Sokrates schützen muss. Man muss sich von ihnen abschotten!
Stein weiß: " Bei der Berührung mit dem philosophisch-politischen Feind droht Ihnen gleich von zwei Seiten Ungemach. Erstens können Sie sich zum Widerspruch herausgefordert sehen und dann müssen sie unweigerlich Ihr Hirn gebrauchen. Zweitens aber- und das ist viel gefährlicher- können Sie manche Position revidieren. Sie können feststellen, dass jemand , den Sie eigentlich verabscheuen; Ihnen geistig näher steht als sie zugeben....Kurz und schrecklich , es könnte geschehen, dass sich bei der Lektüre eines Feindautors wie von selbst der Horizont erweitert; und das muss um jeden Preis vermieden werden." ( S. 48) Das geht am besten, wenn man sich bemüht starrsinnig zu sein. ( Siehe Seite 82 -88)
Wenn Ihnen das nicht gelingt, dann trinken täglich am besten Alkohol bis der Nabel glänzt. Irgendwann hören sie dann schon auf zu denken, spätestens , wenn Sie ins Koma fallen!
Streben sie nach Harmonie, identifizieren Sie sich mit Ihrer Volksgruppe, grölen Sie mit der Menge, halten Sie sich für den Größten, reden sie überall mit, konvertieren zu Islam, werden sie drogenabhängig und hören Sie auf Bücher zu lesen, dann geht es Ihnen fortan gut. Alle Welt liebt Sie und Sie finden endlich Ihre innere Ruhe.
Studieren Sie zuvor Hannes Stein und verschenken Sie anschließend das Buch an einen guten Freund. Gehen Sie daraufhin im Wald spazieren und erfreuen sich der denkfreien Zeit, die Ihnen zukünftig bevorsteht.
Hüten Sie sich vor ironischen Menschen, schicken Sie diese schnellstens in die Wüste! " Für den , der mit der Gewohnheit des Denkens brechen möchte, ist Ironie natürgemäß Feindesland. Sie ist das Reich des Bösen, verstrahltes Gelände, das finstere Mordor, in dessen Mitte das schlaflose Feuerauge glüht."( S.77)
Ein sehr empfehlenswertes Buch!
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