Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
LiebeserklÃrung an die Mutter, 13. Februar 2004
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist eine LiebeserklÃrung des Sohnes an seine Mutter, ohne dass es irgendwann aufgesetzt wirkt. Die Familie lebt in Irland,aber eigentlich im Niemandsland,denn zu Hause leben sie deutsch und in ihrer Umgebung nach drauþen irisch. Die Mutter ist Deutsche der Vater nationalistischer Ire. Er haþt alles was mit England, einschlieþlich Sprache zu tun hat.Die Kinder dÃrfen zu Hause nur deutsch oder irisch sprechen. Von anderen Kindern werden sie als Nazis beschimpft. Der Vater hat unendliche Ideen, wie er die Familie Ãber Wasser halten kann. Er ist sehr streng zu den Kindern, die Mutter, der Gegenpart, versucht zu schlichten, zu besÃnftigen, zu trösten. RÃckblickend,wird die Geschichte der Mutter erzÃhlt, in kindlicher Sprache, zwischen die Streiche der Kinder gepackt. Das Buch ist von der ersten Zeile an fesslnd, etwas tragisch und total komisch, einfach schön.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
merkenswert / lesenswert !!!!, 3. März 2004
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist so lesenswert. Berührend, liebenswert, in einer schönen Sprache geschrieben und einfach nur gut. Eine Kindheit in Irland, schon oft beschrieben, schon ausgezeichnet beschrieben......." Gescheckte Menschen " ist für mich eines der schönsten und besten Bücher.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einmalig, tief ergreifend, 30. April 2006
Als Deutsche, die seit 11 Jahren in Irland lebt, hat dieses Buch viele Saiten in mir zum Schwingen gebracht. Ich weiss nicht, wie es sich in der dt. Uebersetzung liest, da ich es im Original "The Speckled People" gelesen habe, aber ich bin mir sicher, dass die Uebersetzung dem Original kaum nachstehen wird.
Irland ist ein Land voller Widersprueche und vor allem voller innerer Kaempfe. Und das wird vor allem klar an der Figur des Vaters, der den Kindern verbieten will englisch zu sprechen, da dies die Sprache der "Besetzer" ist. Vergangenheitsbewaeltigung, die wir in Deutschland schon in der Schule lernen, ist relativ neu in Irland, und erst in den letzten 10 oder 20 Jahren aktiv betrieben. Das neue, moderne Irland ist auf der Suche nach einer neuen Identitaet: ein modernes Land, ohne die alte Feinschaft mit Grossbritannien, aber mit eigener Identitaet, was eigentlich zwei aktive Sprachen beinhalten sollte - English und Irish (Gaelic i.d. Uebersetzung). Irish ist zwar ein unbeliebtes Schulfach und die Lehrmethoden sollen staendig interessanter gestaltet werden - trotzdem sind heutzutage alle staatl. Publikationen und Schilder etc. zweisprachig.
In "Gescheckte Menschen" sind wir noch weit weg von den heutigen Bemuehungen, und der Riss zwischen pro- und anti Englisch sitzt sehr tief. "Gescheckte Menschen" ist kein reisserisches Buch, es ist kein Bestseller Roman, der eine aufregende Story zum besten gibt - es ist ein ruhiges Buch, das auf wirklich tief ergreiffende Weise einen Einblick in die irische (und deutsche) Seele gibt, denn ein grosser Teil des Buchs handelt auch von den Erfahrungen der dt. Mutter als Kind und junger Frau waehrend des 2. Weltkriegs und der Nachkriegszeit.
Ich habe irische Freunde wiedererkannt, ich habe meine eigene Mutter wiederkannt und sogar mich selbst, denn ich ging in England zur Schule und weiss was es bedeutet als Kind "Nazi" nachgeschrien zu bekommen...
Viele Male war ich so tief ergriffen, dass mir die Traenen kamen, aber Hugo Hamilton kontert auch immer wieder mit viel Humor und sehr komischen Momenten.
"Gescheckte Menschen" liest sich wie ein Blatt aus vergangenen Tagen, aber wer hier lebt und etwas an der Oberflaeche kratzt, weiss, dass viele der alten Vorurteile, Abneigungen und Widersprueche noch "alive and well" sind und das moderne Irland noch einen langen Weg vor sich hat.
Ich kann dieses Buch nur allerwaermstens empfehlen!!!
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