Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
bibliophile Werkschau des graphischen Werkes von Carl Barks, 6. November 2003
Gottfried Helnwein war derjenige, dem Europas Museen die erste umfangreiche Werkschau von Carl Barks verdanken. Neben einer Vielzahl von Skizzen und Vorzeichnungen für Ölgemälde lag der Schwerpunkt der Ausstellung in Reproduktionen von Panels aus dem Comicwerk von Carl Barks. Zeichnungen, die man möglicherweise aus dem Micky-Maus-Heft in colorierter Form und in der Größe einer Streichholzschachtel kannte, wurden für die Ausstellung in der Schwarz-Weiß-Urfassung auf Abmessungen von 3x4 Meter und größer gigantiert. Diese Ehrfurcht vor der Präzision des graphischen Werkes Carl Barks kann im Buch von Helnwein, welches eher ein Ausstellungskatalog denn eine Biografie ist, gut nachvollzogen werden. Barks pur, sattes Schwarz auf weißem Bilderdruckpapier, Fadenheftung. Alles fast zu bibliophil für das Geld. Wer es sich leisten kann, sollte deshalb neben der Softcover-Ausgabe noch eine der 999 Ex. der von Helnwein signierten Hardcover-Edition erwerben. Wenn man das Glück hat, diese irgendwo noch käuflich erwerben zu können...
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5.0 von 5 Sternen
Und die Ente ist Mensch geworden - Dank an Carl Barks, 11. September 2009
Es ist kein geringerer Autor als Gottfried Helnwein, der die Frage nach Carl Barks stellt. Helnwein, das Enfant Terrible der Kunstszene Österreichs, ist selbst ein berühmter und recht umstrittener Künstler, der auch viel mit Musikern wie z.B. den Scorpions, Marilyn Manson oder Rammstein zusammenarbeitete. So entwarf er auch einige Plattencovers für diese Gruppen. Am berühmtesten ist vermutlich das Selbstporträt für das Album "Blackout" der Scorpions und das Album "Sehnsucht" für Rammstein. Und Marilyn Manson? Auch dieser bekam einmal ein paar Mickey Maus Ohren für eine Fotosession aufgesetzt. In der Kunst Helnweins spielen die Figuren Disneys ebenfalls eine wichtige Rolle und wurden deshalb immer wieder neu verarbeitet.
Jeder kennt Donald Duck! Aber wer kennt schon Carl Barks, seinen Erfinder? Im Jahr 1982 traf Helnwein den Disney Zeichner Carl Barks das erste Mal in seinem bescheidenen Haus in den Bergen Oregons, wo dieser bis zu seinem Tod lange Zeit zurückgezogen lebte. Helnwein war stets darum bemüht dem Comiczeichner, von dessen Werk er seit seinem vierten Lebensjahr begeistert war, eine Retrospektive zu widmen, die dann im Jahr 1992 in Form dieses Buchs endlich umgesetzt werden konnte. Dazu hat er zahlreiche Arbeiten zusammengetragen und viele Details über die Arbeitsweise des Künstlers recherchiert. Dieses Buch soll laut Klappentext veranschaulichen, was für ein grandioser Zeichner und Geschichtenerzähler Barks war und wie er seine neue Bildersprache entwickelte, die Generationen auf der ganzen Welt prägte und inspirierte.
In einem Interview mit Gottfried Helnwein berichtet Barks über seinen Werdegang, erzählt vom Zeitpunkt, als er die erste Ente zeichnete und über die Schwierigkeiten, die er in den Disney Studios bekam, als Donald ein erotisches Abenteuer hatte.
Ein Vorwort von Roy E. Disney und Beiträge des Comicexperten Carsten Laqua, des Disney Zeichners Ulrich Schröder und des Donald Forschers Andreas Platthaus analysieren Barksens Kunst des "Storytellings" und die Entwicklung und Wandlung seines Zeichenstils. Helnwein setzt in diesem Buch allerdings nicht auf eine profunde theoretische Analyse, da er der Meinung ist, dass sich sinnliches Erleben nur über die Bilder selbst ausdrücken lässt. Zu diesem Zweck holt er wichtige Details aus den Geschichten und vergrößert sie, stellt Zusammenhänge her und macht auf viele Aspekte und Einzelheiten in der Arbeit von Barks aufmerksam.
Insgesamt umfasst das broschierte Buch fast 1000 Abbildungen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Animation der Ente Donald Duck und seiner Familie. Wer das Buch "The Animator's Survival Kitt" von Richard Williams kennt, hat eine gute Vorstellung vom Inhalt dieses Buchs. Es sind die Möglichkeiten der Ausdrucksformen, der Bewegung, der Emotion, usw., die das Buch für Interessierte an Comicfiguren spannend macht. Carl Barks mochte auch nicht alle Figuren der Disney Produktion. Goofy hielt er für einen Schwachkopf, über den man nicht lachen kann. Mickey war nach Barks Meinung für die Art von Comics gut, für die er gedacht war. Seine Figur des Donald Ducks hielt er deswegen für gelungen, weil er ihn deformieren, herumstoßen oder verunglücken lassen konnte. Ein Comiczeichner konnte mit dieser Figur einfach alles machen, und es war immer lustig. Mit Mickey wäre das gefährlich gewesen - so Barks - denn er musste geliebt werden und immer als Sieger hervorgehen. Mit Donald hatte er einen Komödianten erfunden, den er ruhig schlecht behandeln und komisch aussehen lassen konnte. Donald ist ein typischer Verlierer, mit dem man sich aber auch identifizieren und den man gern haben konnte.
Aber Barks erfand auch noch weitere Figuren, denn er hauchte letztendlich Entenhausen Leben ein. Dazu zählen auch Dagobert, Daisy oder die drei Neffen Tick, Trick und Track. Im Weiteren werden noch verschiedene Frauentypen aus seinen Comics vorgestellt. Er entwickelte auch noch weitere prominente Figuren, wie Oma Duck, Franz Gans, Daniel Düsentrieb, Karter Karlo oder die Panzerknackerbande. Insgesamt zeichnete Barks für die Disney Comics 6215 Seiten, 190 Cover und schrieb 396 Skripts. Dieses Werk wurde übrigens in eine 30 - bändigen Gesamtausgabe gewürdigt, die in den 1980er Jahren bei "Another Rainbow" publiziert wurde.
Das recht gelungene Buch wird auch durch einige Beiträge des Autors Gottfried Helnwein ergänzt. Zu den Bildern zählt z.B. das Titelbild aus dem Jahr 1992 oder "Giganten" aus dem Jahr 1993. Im Jahr 1995 - also nach Veröffentlichung dieses Buchs- malte Helnwein zum ersten Mal auch Bilder eines bösen Mickeys mit gefletschten Zähnen. Eine interessante Variante, die Carl Barks allerdings nicht für möglich hielt. Diese Varianten waren im Jahr 2005 in einer Ausstellung im Schloss Oberhausen zu sehen, zu der auch Prominente, wie Alfred Biolek und Antje Vollmers, zugegen waren. Leider sind im Oberhausener Ausstellungskatalog nicht alle dort zur Schau gestellten Objekte abgebildet. - Christoph Erlemeier -
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5.0 von 5 Sternen
KAUFEN !!, 23. Oktober 2008
Gehört einfach ins Regal für den Entensammler! Gar keine Diskussion.
Kauf es und du wirst begeistert sein...!
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