Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gefährlich!, 21. Februar 2007
Michael Mettler empfiehlt sich mit diesem (Un)Ratgeber als erfahrener Halter und Züchter verschiedenster Arten von Nagetieren. Sehr schnell entlarvt er sich als Autodidakt, dem, bezogen auf die Chinchillahaltung, der Sachverstand geradezu vollkommen abgeht!
Das fängt bei der Bauanleitung seines selbstentworfenen Käfigs an, der viel zu niedrig ausgelegt ist und zudem mit einer fahrlässig hohen Besatzdichte "beworben" wird. Eklatant und wirklich gefährlich, da hochgradig schädlich sind seine Ausführungen zur Fütterung.
Ich nutze an dieser Stelle die Gelegenheit einiges zu korrigieren:
Ich warne jeden Halter ausdrücklich und eindringlich davor Chinchillas Wasser im Napof anzubieten. Nicht genug dass das Wasser in diesem offenen Behältnis unverhältnismäßig schnell verschmutzt, nein, es gefährdet akkut die Gesundheit der Tiere, da diese das volle Raumangebot jedes Käfigs komplett für Ihr Herumtoben nutzen und so mal schnell im Wasser landen, was zu Unterkühlung und daraus resultierenden Krankheiten führen kann.
Von der Aussage dass das Wasser durch entsprechend reichliche Saftfuttergaben ersetzt werden kann, sollte sich kein vernünftiger Mensch verleiten lassen, dieses Vorgehen auszuprobieren. Chinchillas sind von ihrer Heimat her, an die sie organisch perfekt angepasst zu uns kamen, kaum an die Aufnahme nennenswerter Mengen Saftfutters gewöhnt. Es eignen sich überhaupt nur Karotten und Äpfel als Saftfutter und von diesen sollten nur verschwindend geringe Mengen, gemessen an der Gesamtfutterration, verfüttert werden. Die Bereitstellung täglich frischen Trinkwassers ist Pflicht und unerfahrene Halter sollten auf Saftfutter komplett verzichten- das nutzt mehr als Saftfutter schaden könnte.
Erdnüsse (und schon gar nicht deren Schalen) haben in einer ausgewogenen Chinchillakost eben sowenig verloren wie Cornflakes oder Sonnenblumenkerne. Der Erdnusskern birgt für den Verdauungstrakt des Chinchillas geradezu gigantische Mengen von Fett, die Schalen sind mit Erdresten behaftet und zudem häufig mit Aflatoxin kontaminiert. Aflatoxin ist das hochgradig gefährliche Gift des Schimmelpilzes Aspergillus flavus. Dieses Gift ist berüchtigt in kleineren Mengen tödlich zu wirken und potenziert sich im Körper, das heißt es sammelt sich im Organismus an und hat eine karzinogene (krebsauslösende) Wirkung. Es steht also zu befürchten, dass, wie beim Menschen längst wissenschaftlich nachgewiesen, Chinchillas durch die vermehrte Aufnahme dieser Substanz an vor allem Leberkrebs erkranken könnten.
Die Vielzahl der Falschaussagen ist mit diesen Ausführungen noch lange nicht vollständig widerlegt. Um Ihr Tier vor Schaden zu bewahren ist der beste Schutz dieses Buch erst gar nicht zu lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
artgerechte Chinchillahaltung - in diesem Buch leider Fehlanzeige, 7. September 2006
Als langjähriger Chinchillahalter kann ich dieses Buch als kompetente Informationsquelle nicht weiterempfehlen.
Auch hier habe ich malwieder das Gefühl, dass die Bedürnisse des Chinchillas zugunsten einer möglichst bequemen und wenig aufwenigen Haltung untergehen.
Dies fängt schon bei der empfohlenen Käfiggrösse an - diese Spezialchinchillakäfige aus dem Zoofachhandel sind in meinen Augen gerade mal als Transportkäfige oder als Übergangsbehausung zu empfehlen, aber nicht als Dauerheim.
Auch das ein Chinchilla gut einzeln gehalten werden kann halte ich für eine Zumutung für ein Tier,welches in Freiheit in Gruppen bzw.in Familienverbänden zusammen lebt.
Eine Vergesellschaftung sollte IMMER probiert werden, auch wenn dies sehr aufwendig ist und nicht immer mit dem erst besten Partner klappen muss.
Wer seinen zukünftigen Hausgenossen ein wirklich artgerechtes Leben ermöglichen will, dem empfehle ich das "Große Chinchillahandbuch" von Sabine Cremer oder "Chinchillas" von Heike Schmidt-Röger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Veraltet und gefährlich!, 19. Februar 2008
Michael Mettler will mit dem Ratgeber "Alles über Chinchillas und Degus" einen Leitfaden zur Haltung dieser Tiere geben, der Anfängern das Leben mit Chinchillas leicht machen soll. Allerdings macht dieses Buch das Zusammenleben von Mensch und Chinchillas auch sehr kurz, da viele Ratschläge für die netten Nager gesundheits- bis lebensbedrohlich sind!
Allein der Blick ins Kapitel Ernährung lässt jedem Chinchilla-Besitzer die Haare zu Berge stehen. Gehaltvolles Futter und fette Nusssorten sind bei Herrn Mettler normal. Ebenso findet man den Rat Trinkwasser durch frisches Obst und Gemüse zu ersetzen. Beide Ratschläge führen bei Chinchillas über kurz oder lang zu lebensbedrohlichen Verdauunsstörungen.
Ebenso unverständlich ist die Empfehlung eines Wassernapfes im Käfig, statt einer Nippeltränke. Gerade bei einer hohen Anzahl von Tieren ist das offene Wasser eine Quelle für Keimbildung und ist schon alleine aus hygienischen Gründen nicht tragbar. Bedenkt man weiterhin, dass das Fell der Chinchillas bei Feuchtigkeit verklebt und den Tieren keinen ausreichenden Schutz vor Kälte mehr bieten kann, wird auch dieser Tipp zum Gesundheitsrisiko.
So könnte man noch ewig fortfahren. Fakt ist einfach, dass das "Wissen" aus Herrn Mettlers Buch noch aus einer Zeit zu stammen scheint, als man von der Chinchilla-Haltung keine Ahnung hatte und die Tiere die Unkenntnis ihrer Besitzer mit ihrem Leben bezahlen mussten. Als Negativ-Beispiel kann man sich das Buch gerne mal zu Gemüte führen. Als Ratgeber jedoch ist es unverantwortlich und gefährlich!
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