Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unbequemes, geniales Buch..., 28. August 1999
Von Ein Kunde
"Ich werde auf eure Gräber spucken" von Boris Vian hat mich in seiner hemmungslos offenen und unbequemen Art sehr beeindruckt. Es ist ein Krimi, der 1947 das Leserpublikum geschockt hat und es wohl auch heute noch tut. Hier geht es um den versteckten und den offenen Rassismus. Deshalb erleben wir hier den Protagonisten, einen Schwarzen mit dem äußeren Erscheinungsbild eines Weissen als wirklichen Antiheld. Damit will Boris Vian vielleicht zeigen wie rassistisch die Darstellung des Alibi-Schwarzen in vielen Romanen, Büchern und Filmen ist. Dort ist er gut, aber unterwürfig und in keinster Weise wirklich gleichberechtigt. Dieser Krimi ist sicher nichts für schwache Gemüter. Als der Protagonist ein Bordell aufsucht, um sich dort Sex mit kleinen Kindern zu haben, hätte ich das Buch fast weggelegt, so schlecht ist mir geworden. Man möchte sich mit diesem (Anti)-Held in keinster Weise identifizíeren. Aber das ist das von Vian provozierte Schockiertsein, das zum Nachdenken über die damalige (aber auch sicher über die heutige) Gesellschaft anregen soll. Und das schafft dieses Buch. An manchen Stellen kann man gar nicht glauben, daß es in seiner hemmungslos offenen Art bereits 1947 geschrieben wurde. Und es wundert nicht, daß Vian sein Buch damals unter dem Pseudonym Vernon Sullivan veröffentlichte. Vielleicht noch ein Wort zur Sprache: Auf den ersten Seiten wirkt die Übersetzung leicht holperig. Im Laufe des Buches wird der Sprachstil dann aber fließend. Vielleicht liegt das auch nur an der Übersetzung. Ein unbequemes Buch zum mehrmals lesen und zum Nachdenken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Buchhändler mischt Kleinstadt auf... ABER WIE!, 21. Juli 1999
Von Ein Kunde
Ein richtig gutes Skandalbuch! Weil Vian gewettet hatte, innerhalb einer Woche ein komplettes Buch schreiben zu können, entstand unter seinem Pseudonym Vernon Sullivan dieses Lesevergnügen mit allem, was zu einem guten Krimi gehört: Verbrechen, Liebe, Musik und nicht zuletzt einem gehörigen Skandal im Frankreich des Jahres 1947, wo das Buch nicht nur zum Bestseller, sondern auch in Windeseile verboten wurde. Warum das? Nun, es verstößt so hemmungslos und so andauernd gegen alle guten Sitten, daß es richtig Spaß macht, sich die Gesichter derjenigen vorzustellen, die es damals zensieren mußten. Noch mehr Spaß macht es allerdings, es selbst zu lesen, denn die Phantasie, die Vian in seinen "eigenen" Büchern in die Umgebung und die Konstruktion der abstrusesten Situationen steckt, landet bei den Büchern seines amerikanischen Pseudonyms in den Personen und deren Verhalten. Die Hauptperson des Buchhändlers, der als Neuling in der Kleinstandt, in die es ihn verschlug, allen Schulmädchen den Kopf und noch einiges mehr verdreht, nimmt einen mit von der ersten bis zur viel zu frühen letzten Seite. Für jeden, der seinen Buchgeschmack nicht nach 'policital correctness' aussucht, ein Leckerbissen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unsittliche Lektüre der Extraklasse, 12. November 2007
Lassen Sie sich entführen in eine verlogene und bigotte Welt der Kleingeistigkeit, in der sich alles nur um Sex und Geld dreht!
Ein Meisterwerk Vians, daß wohl in nur einer Woche geschrieben, zu einem handfesten Skandal im 40er Jahre Frankreich sorgte!
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